GEDICHTE



Zerrissene Saite

 

In Tiefen erklingt

die Trauer und die Enge,

wenn du deine Augen niederschlägst -

ich sehe die Nacht, die ewige,

die dich trägt

kein Atem wagt sich zu regen

flehend ringe ich um den Abgrund,

du fängst verweht deine Spur,

mein Leben erbleicht,

Unsere Saite zerrissen




Verwandlung

 

Nie mehr Ruhe und stets

glühend Sterne

sich entfernen von meiner Haut,

das ewig' Feuer will,

um schwerelos

ins Leere zu entschwinden

mit einer Erinnerung,

die klagen wird von der Stunde

als du mich gebarst

ruhelos und mit zitternder Hand




Staub

 

Hier atmet meine Ruine.

Erblindet sind meine Sorgen

Und rein von jeder Heiligkeit.

Verlassen vom Sturm

und gerissen in Stücken,

die sich samt verloren

und jeder für sich exilierst,

bis du mich lesen lernst

als jene gebrochene Harmonie,

die nur erklingen will

in deiner Stille





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