KRITISCHE MASSE
35. Jahresausstellung der Darmstädter Sezession
„Die radikalen Künstler haben sich zu einer Sezession zusammengeschlossen. Sie haben auf ihre Fahnen geschrieben: Erreichung des politischen, kulturellen, künstlerischen Kontakts, Tod aller Isolation!“ Mit diesen programmatischen Worten gründeten Max Beckmann. Carlo Mierendorff, Ludwig Meidner und andere herausragende Künstler 1919 die Darmstädter Sezession. Das Symbol für ihre kämpferische Gesinnung war von Anfang an die Figur des Bogenschützens, der bis heute das Kennzeichen der Darmstädter Sezession ist. Die derzeit 110 Mitglieder, die weit verstreut in ganz Deutschland leben, präsentieren sich in ihrer aktuellen Ausstellung ganz bewusst als Künstlervereinigung im Sinne jener der Physik entlehnten kritischen Menge, bei der genügend radioaktive Masse zur Kettenreaktion führt. Hier wird die Reaktion als ebenso interessanter wie qualitätvoller Ausdruck der vielfältigen künstlerischen Ausdrucksformen der Sezessionisten betrachtet und ausgewiesen. Das Spektrum der Schau reicht von abstrakter und gegenständlicher Malerei und Bildhauerei bis hin zu Fotografie und installativer Kunst.
21. November 2009 bis 3. Januar 2010 / Vernissage, Samstag, 21. November 2009, 18.30 Uhr
Als Fortführung des Ganzen präsentieren sich die Bewerber um den Preis des Jahres 2009 der Darmstädter Sezession für junge Künstler.
AUSSCHREIBUNG an Maler, Zeichner, Fotografen
Preis der Darmstädter Sezession für junge Künstler/innen
Die Darmstädter Sezession vergibt ihren diesjährigen mit 5.000,- € dotierten Preis für junge Maler/innen, Fotografen/Fotografinnen und Zeichner/innen (im weiteren Sinne). Dem Preisträger oder der Preisträgerin wird die Mitgliedschaft in der Darmstädter Sezession angeboten. Darüber hinaus wird seit dem Jahre 1987 ein Förderpreis in Höhe von Euro 2.500,- € vergeben.

PETER RUEHLE, Sezessionspreisträger 2007
»alphaville: leipzig« 2006, Öl auf Holz, 100 x 150 cm
Grundvoraussetzung
BewerberInnen dürfen das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Bewerbungsunterlagen
Zur Bewerbung sind keine besonderen Formulare notwendig. Wir erbitten relativ formlos eine Mappe mit ca. 6-12 Fotos (keine Dias bitte!), soweit vorhanden, ist auch das Einreichen von Katalogen möglich. Weil die Jury (für den Fall, dass der oder die Bewerberin in die Endausscheidung kommt) aus diesen Unterlagen jene Arbeiten auswählt, mit der diese in die Bewerberschau eingeladen werden, sollten kenntlich gemacht werden, welche der Arbeiten dann auch definitiv zur Verfügung stehen.
Außerdem erbitten wir: einen Lebenslauf, ein bisheriges Ausstellungsverzeichnis und einen ausreichend frankierten Umschlag für die Rücksendung der Bewerbungs-unterlagen. (Sollte dieser fehlen, gehen wir davon aus, dass die Unterlagen nicht zurückerwartet werden.)
Anmeldeschluss
31. August 2009
Nach diesem Termin wählt eine Fachjury unter den Einsendern jene Teilnehmer aus, die dann vom 21. November 2009 bis 3. Januar 2010 an der öffentlichen Bewerberschau bei der Jahresausstellung „Kritische Masse “ der Darmstädter Sezession im großen Ausstellungsgebäude auf der Darmstädter Mathildenhöhe, in deren Verlauf dann erst die oder der endgültige Preisträger(in) ermittelt wird. Die Bewerber, die in die letzte Runde kommen, sind außerdem im umfangreichen Ausstellungskatalog vertreten.
Bewerbungen bitte an
Darmstädter Sezession, Kranichsteiner Straße 110, 64289 Darmstadt
|