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Jochen Schimmang

die tageszeitung (taz)

(…) Zum einen beherrscht der Autor die hohe Kunst der (romantischen) Ironie, und es gibt Stellen in der Novelle, an denen man lauthals lachen muss. (…) Zum anderen teilt sich das leicht Schwebende, auch leicht Irrwitzige der Handlung in Wieczoreks Sprache mit, die den Leser jederzeit trägt, und in der eleganten Beiläufigkeit, mit der er erzählt. (…)
Rezensenten sollten nicht über ihre Befindlichkeiten sprechen. Ich verstoße hier gegen das Gesetz und sage, dass mich diese Novelle beim ersten und zweiten Lesen federleicht gemacht hat und sie für mich die schönste Entdeckung dieses Bücherherbstes ist. (…)

 

Joachim Feldmann

Am Erker (Nr.58)
Zeitschrift für Literatur
So bewahrt sich in dieser Novelle etwas von der Erzählkunst des 19. Jahrhunderts, ohne dass dies dem Inhalt etwas von seiner Gegenwärtigkeit nähme. Im Gegenteil. Wer diesen schmalen Band liest, bekommt die Möglichkeit, seine Umgebung in Zukunft mit anderen Augen zu betrachten.

Und das ist nicht das Schlechteste, was sich von Literatur sagen lässt.

 

Sven-André Dreyer

www.schreib-lust.de

Durch phantasievolle Kunstschilderung, tiefgreifende philosophische Auseinandersetzung mit der Moderne und eine sehr reizvolle Sprache ist Wieczorek ein kleines Meisterwerk moderner Literatur gelungen.

 

Johannes Breckner

Darmstädter Echo

In einer raffinierten Komposition lässt Wieczorek den Wendepunkt im Leben des Witwers zum Zeichen des tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels in der Arbeitswelt werden.
Von dieser Zeitenwende erzählt Wieczoreks Künstlernovelle in dichter und präziser Sprache, dabei angenehm unaufgeregt.

Nadine Ihle

www.literaturkritik.de

Die Erzählung Wieczoreks ist ebenso skurril wie berührend, die Beschreibung der beiden Männer in ihrer distanzierten Verbundenheit zueinander, ja ihrer Angewiesenheit aufeinander ist behutsam und sorgsam geschildert. Der nüchterne, fast sachlich emotionslose Stil, in dem die Geschichte dahinfließt, trägt das Thema außerordentlich gut.

Christina Brinkmann

www.criminalis.de

Die subtile, lebensvolle Zeichnung der Charaktere Skalas, des notwendigerweise egozentrischen Künstlers und des braven, aber entwicklungsfähigen Baumeisters zeigt die hohe Qualität der Darstellungsgabe des Autors. (…) Mit der Künstlernovelle “Zweite Stimme” hat Wieczorek ein vielschichtiges Werk vorgelegt, das inhaltlich wie sprachlich ein absoluter Genuss ist.

Christoph Leisten

Zeichen & Wunder Nr.54
Zeitschrift für Lyrik, Prosa und Essays der Gegenwart

Der Grundton des Buches ist von leiser Melancholie geprägt; mit gutem Gespür setzt der Autor dezente Ironie ein; am meisten berühren und überzeugen die feinsinnigen Figurenporträts, die mit wenigen Strichen ein nachhaltiges Bild erzeugen. Jenseits thematischer und stilistischer Strömungen, die derzeit “angesagt” erscheinen, gelingt Rainer Wieczorek – und das ist wohl auch bei Fragen dieser Art das Ausschlaggebende – in einer überzeugenden, von Einfühlungsvermögen und Gewissenhaftigkeit gekennzeichneten Sprache eine Novelle, nach deren Lektüre ein möglicher Argwohn gegenüber der Möglichkeit gegenwärtigen Erzählens durchaus bereinigt sein dürfte.

Regina Károlyi

www.sandammeer.at

Diese drei Protagonisten erleben Sinn in ihrer Arbeit, einen Sinn, der erst aus der Arbeit selbst geboren wird.
Und so vermag dieses Buch im Leser Fragen aufzuwerfen – Sinnfragen, wenn man so möchte. Es bietet aber einem Leser, der sich darauf einlässt, auch Antworten. Und diese machen Mut.