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Johannes Breckner

Darmstädter Echo, 12.9.2012

Es ist ein raffiniertes Spiel von Erfindung und Wirklichkeit, das Wieczorek hier anrichtet. Aber wer in diesem Spaß für ein spezielles Publikum das eigentliche Thema vermuten würde, wäre wieder einer Täuschung aufgesessen. Wieczorek hat eine Satire auf die Kunstferne des Kulturbetriebs geschrieben, und es ist ein vorwiegend milder und nachsichtiger Humor, mit dem er die Geschehnisse im Klub “ZwölfElf” betrachtet [...]. Zudem gelingt es dem Autor mit einem Kunstgriff, den Blick auf diese imagnierte Wirklichkeit um eine weitere Perspektive zu erweitern. Sein Erzähler redigiert die Texte für eine Astronomie-Sendung des Deutschlandfunks, und so legt sich die Himmelsbetrachtung wie eine zweite Wirklichkeit über die Handlung.
Das gibt dieser starken Erzählung einen zusätzlich wunderlichen Reiz.

 

Judith von Sternburg

Frankfurter Rundschau, 20.9.2012

Wieczorek verplichtet sich also zu keiner Wahrheitsliebe, vieles ist auch kaum zu glauben, vor allem im Zuge des genussvoll drastisch geschilderten Niedergangs der Einrichtung. Und doch kann er so schön aus dem Nähkästchen lokaler Gegebenheiten plaudern: über spendable Zahnärzte, kulturlose aber eventbegeisterte Bierbrauer, eitle Stadtobere, still fanatische Kulturleute, alles, was einem bei der Kulturveranstaltungsarbeit im Allgemeinen begegnen mag.

 

Wolfram Knauer

Jazzpodium Oktober 2012

 Das Lesevergnügen ergibt sich aus der Leichtigkeit des sprachlichen Stils, aus der Balance zwischen Dialogen, Beschreibungen, Begeisterungsfähigkeit und der Gabe, auch Misserfolge als das wahrzunehmen, was sie sind: Versuche, die unternommen werden müssen, weil Kunst nun mal nur gedeiht, wenn man vorbehaltlos ihren Raum zugesteht.

 

Eberhard Reimann

Neues Deutschland, 24.11.2012

 Die Kunst des geduldigen Zuhörens gab es noch, die leisen Töne waren es, die fesselten. [...] Davon berichtet der lesenswerte Roman von Rainer Wieczorek, sprachlich übrigens auf hohem Niveau. [...] Der Autor dieses empfehlenswerten Buches hat übrigens fast eineinhalb Jahrzehnte ein Literaturhaus geleitet, weiß wovon er spricht.