r-w-pirmasens

Ein halbes Jahrhundert ist vergangen seit den Anfängen der Deindustrialisierung in Deutschland.

Rainer Wieczorek öffnet in seiner Novelle Pirmasens seinem »Personal« – begleitet von der Künstlerin Serena Amrein – ein letztes Mal die Räume einer stillgelegten Schuhfabrik. Er lässt seine Leute die Atmosphäre jener Stadt aufnehmen, die einst die höchste Millionärsdichte der alten Bundesrepublik aufwies. Die Freiheitsträume dieser Zeit leben auf, wenn etwa die Pirmasenser Hein & Oss Kröher auf der Burg Waldeck internationale Liedermachertreffen organisieren, wenn im SWF-Popshop die Anti-Hits aus Deutschland erklingen, wenn in den USA Leute wie John Coltrane zur Jazz-Ikone werden.

Er lässt seine Figuren aber auch die Angst der Arbeitenden vor dem Verlust ihrer Existenzgrundlage spüren.

Das Ende einer Epoche wird wahrnehmbar.

DIE FÜR DEN 12. NOVEMBER 2020, 18.30 UHR, ANGEKÜNDIGTE BUCHPREMIERE IM WELTKULTURERBE VÖLKLINGER HÜTTE MUSS AUS VERSTÄNDLICHEN GRÜNDEN AUF UNBESTIMMTE ZEIT VERSCHOBEN WERDEN!