Rainer Wieczorek

Schriftsteller in Darmstadt

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r-w-pirmasens

 

So enthält dieses Buch, so schmal, improvisierend und fragmentarisch es auch wirkt, mehrere Bücher auf einmal, die man als Leser sofort für sich weiterspinnen möchte.

Helmut Böttiger, Jazz-Podium, 3–4|2021

So kann man Heinz Sauer irritierend nah kennenlernen, ohne faktenreiche biografische Erzählung. Nichts fehlt diesem Buch – außer der Wirklichkeit der Musik. Aber das ist ein andres Medium.

Hans-Jürgen Linke, Jazzthetik 3–4|2021

Rainer Wieczorek ist ein Buch wie ein Konzert gelungen, ein Buch wie ein Jazzstück, mit vielen Zwischentönen, Improvisationen […] immer in einem ganz eigenen, neuen Ton.

Daniella Baumeister, hr2

Eine großartige Lektüre – literarisch ambitioniert und total spannend.

Bert Noglik, Jazzpublizist

Ich dachte eigentlich, dass ich Heinz Sauer kenne, aber ich muss feststellen: Ich kenne ihn jetzt wesentlich besser.

Guenter Hottmann, u.a. langjähriger hr-Jazzredakteur

Die Kunst des Weglassens ist zugleich die Kunst, zum Wesentlichen vorzudringen. Wenigen Musikern gelingt dies so ein- und ausdrucksvoll wie Heinz Sauer. Rainer Wieczorek nähert sich ihm so, wie sich Sauer der Musik nähert: vorsichtig abtastend, auf die Obertöne genauso lauschend wie auf die Essenz der Melodie.

Wolfram Knauer, Jazzinstitut Darmstadt

Ich hab die 130 Seiten geradezu verschlungen, um sie dann noch einmal in Ruhe zu lesen. […] Dieses Buch ist ein Must-Have und ein Must-Read.

Heinz Schlinkert, nrwjazz.net

Das Ergebnis liest sich so leicht und interessant, dass man die letzten Seiten langsamer blättert, um die Freude daran zu verlängern. Unaufgeregt und mit wenigen Worten führt dieser Text zielstrebig zum Kern von Sauers Kunst. […] Auch wer sich nur gelegentlich in Jazzkonzerte verirrt, kann an diesem glänzenden Porträt Vergnügen finden.

Johannes Breckner, Darmstädter Echo

 

Die für Mo., 26. April 21, 19.30 Uhr angekündigte Lesung in der Stadtkirche Darmstadt musste auf Sa., 2.Okt. 2021, 19.30 Uhr verschoben werden.

Rainer Wieczorek liest aus Im Gegenlicht: Heinz Sauer

 

Die für Fr., 21.Mai 21, 20 Uhr angekündigte Lesung in der Gethsemanekirche Frankfurt/M. muss in den Herbst verschoben werden.

Rainer Wieczorek liest aus Im Gegenlicht: Heinz Sauer

Moderation und Gespräch: Daniella Baumeister, hr

 

Das Ende einer Epoche wird wahrnehmbar

r-w-pirmasens

Ein halbes Jahrhundert ist vergangen seit den Anfängen der Deindustrialisierung in Deutschland.

Rainer Wieczorek öffnet in seiner Novelle Pirmasens seinem »Personal« – begleitet von der Künstlerin Serena Amrein – ein letztes Mal die Räume einer stillgelegten Schuhfabrik. Er lässt seine Leute die Atmosphäre jener Stadt aufnehmen, die einst die höchste Millionärsdichte der alten Bundesrepublik aufwies. Die Freiheitsträume dieser Zeit leben auf, wenn etwa die Pirmasenser Hein & Oss Kröher auf der Burg Waldeck internationale Liedermachertreffen organisieren, wenn im SWF-Popshop die Anti-Hits aus Deutschland erklingen, wenn in den USA Leute wie John Coltrane zur Jazz-Ikone werden.

Er lässt seine Figuren aber auch die Angst der Arbeitenden vor dem Verlust ihrer Existenzgrundlage spüren.

Das Ende einer Epoche wird wahrnehmbar.

»Das Wunder ist, dass Wieczorek für diese raffinierte Konstruktion kaum mehr als hundert Seiten braucht. Als ausgefuchster Stilist setzt er jedes Wort mit Bedacht, und mit dieser äußersten Ökonomie schafft er zugleich eine staunenswerte Leichtigkeit des Erzählens.«

Johannes Breckner, Darmstädter Echo

Wieder handelt es sich um eine wendungsreich und doppelbödig erzählte Künstlernovelle, für die der Autor mittlerweile in der jüngsten deutschen Literatur als der Spezialist gilt. […] Es zeichnet Wieczoreks Kunst aus, dass er ein außer Mode geratenes Genre wie die Künstlernovelle nicht nur aufgreift und oberflächlich aktualisiert , sondern von der Schreibweise her erneuert.

Willi Huntemann, literaturkritik.de

Werkausgabe

RW_Kunst_Konflikt

Folgende Bände der Wieczorek-Werkausgabe sind bereits erschienen:
DREI KÜNSTLERNOVELLEN
Hardcover mit Lesebändchen, 344 Seiten, € 19,80
ISBN 978-3-943941-79-1
Band 1 enthält »Zweite Stimme«, »Tuba-Novelle« sowie »Der Intendant kommt«


ZWEI KOMPLEMENTÄRE NOVELLEN
Hardcover mit  Lesebändchen, 338 Seiten, € 19,80
ISBN 978-3-943941-80-7
Band 2 enthält »Kreis und Quadrat« sowie »Form und Verlust«

»Wieczorek lesen!«
Jochen Schimmang, die tageszeitung


Simon Scharf schreibt in literaturkritik.de:
https://literaturkritik.de/wieczorek-werke-unerreichbar-gewordene-welt,25624.html

Rainer Wieczorek, 1956 in Darmstadt geboren, lebt dort mit seiner Frau und seiner Tochter. Schulabbrecher, Musikalienhändler, langjähriger Programmgestalter eines Literaturhauses, nun Lehrer an einer gymnasialen Oberstufe. Für sein Werk erhielt er mehrere Literaturpreise, zuletzt den Martha-von-Saalfeld-Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz . Große Aufmerksamkeit erfuhren seine Künstlernovellen, mit denen er auf dem internationalen Literaturfestival »Sprachsalz« in Hall/Tirol gastierte. Das Staatstheater Darmstadt beschäftigte sich 2015 an sechs Abenden mit diesen Werken. Die Hörspielfassung der »Tuba-Novelle« (es sprechen Jens Harzer und Burghart Klaußner) wurde vom MDR 2013 urgesendet und in der Folge von fast allen ARD-Anstalten übernommen.

 

Form und Verlust

Der Maler Eduard Senckmann, der im beschaulichen Weikersheim einst die Kirchenorgelfabrik seines Vaters erbte und zu einem Künstlerhaus umbauen ließ, stirbt, form-und-verlustohne ein Testament zu hinterlassen. Da Senckmann zu seiner Verwandschaft jeglichen Kontakt abgebrochen hat, ist die Zukunft des Hauses ungewiss. Auf dem Dachboden befinden sich dreihundert Gemälde, über die wenig bekannt ist. Unten leben und üben junge Musiker, auf die zwei Stockwerke höher ein kleiner Konzertsaal wartet.

Ein eigentümliches Spiel beginnt zwischen Anwesenden und Abwesenden, zwischen Greifbarem und sich Entziehendem, Haltbarem und Unhaltbarem, Form und Verlust.

War die letzte Novelle »Kreis und Quadrat« linear aus der Innensicht des Protagonisten geschrieben, ist der Protagonist von »Form und Verlust« bereits verstorben. Sein Bild entsteht aus den Handlungen und Erinnerungen der Zurückbleibenden, einem vielstimmigen Chor disparater Stimmen und Interessen. Es entsteht aber auch aus der Kraft, die von dessen Malerei ausgeht.

»Wie bei Tönen in musikalischen Fugen ist hier auch kein Wort zufällig. Die bemerkenswert genaue Sprachbehandlung und die luftige Mehrdeutigkeit der Erzählung bilden das Spannungsfeld, in dem sich Wieczoreks Erzählkunst bewegt, mit einem leisen und melancholischen Witz, der diese Texte unverwechselbar macht.«
Johannes Breckner, Darmstädter Echo, 25.11.2017

»Ein Kunstgriff verleiht Rainer Wieczoreks Kabinettstück über die Symbiose von Musik und Malerei […] einen krönenden Abschluss von funkelndem und zugleich abgründigem intellektuellem Witz, der in der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur nicht alltäglich ist.«
Willi Huntemann, literaturkritik.de, 10.5.2018

Jan Ehlert rezensiert Form und Verlust in NDR Kultur:

 

Rainer Wieczorek liest »Sarabande« aus »Form und Verlust«

Rainer Wieczorek liest »Introduktion zu drei Stimmen« aus »Form und Verlust«

Rainer Wieczorek liest »Thema mit Variation« aus »Form und Verlust«

Kreis und Quadrat

Der Autor meint es gut mit seinem Ich-Erzähler. Er reicht ihm eine edle italienische Bratsche, stattet ihn mit Geist und Musikalität aus, lässt ihn in England ein neues kreis-und-quadratLeben beginnen, wohlwissend, dass es das nicht gibt, und stellt ihm zudem mehr Geld zur Verfügung, als ein Mensch ausgeben kann.

Ein Leben ohne Not aber ist nicht denkbar und ein Leben ohne Notizen auch nicht. So beginnt die Ich-Figur mit dem Abfassen ihrer »Englischen Überlegungen«, die auf verborgene Weise die Möglichkeit bieten, von sich selbst Notiz zu nehmen.

Am Ende allen Spiels, aller Betrachtungen, sehen wir einen Menschen, der dabei ist, sich auf die Spur zu kommen, und eine Vorstellung davon entwickelt, was unser wirkliches Kapital ist.



Rainer Wieczorek zu Kreis und Quadrat // Video von Rainer Lind

Videos

Kostproben aus “Kreis und Quadrat”: Mr. Bilt, Chauffeur des Protagonisten


Mrs. Kingstone, Köchin und Haushälterin


Elisa, die junge Haushälterin

Videos (c) Rainer Lind