Wilhelm Morgner Preis an Heike Negenborn

Fotograf André Burholt/Sparkasse Soest

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Die Stadt Soest hat am Sonntagvormittag (05.03.2017) den diesjährigen Wilhelm-Morgner-Preis verliehen. Der Kunstpreis ist mit 15.000 Euro dotiert.
Der Preis geht an die Künstlerin Heike Negenborn aus Rheinland-Pfalz. Die Malerin wurde für drei großformatige Bilder in Acryl ausgezeichnet. Sie zeigen eine Landschaft in Südfrankreich, die von riesigen Wolkenformationen dominiert wird.
Der diesjährige Morgner-Preis fällt in das Jahr des 100. Todestages des Westfälischen Expressionisten Wilhelm Morgner. Auf den Preis hatten sich 400 Künstler aus ganz Deutschland beworben. Er zählt zu den höchstdotierten Kunstpreisen in Deutschland.
Quelle: WDR

Pressemitteilung der Stadt Soest (Torsten Bottin)

Wilhelm-Morgner-Preis 2016 geht an Heike Negenborn
Soest. Heike Negenborn ist Trägerin des Wilhelm-Morgner-Preises 2016. Die fünfköpfige Fachjury zeichnete sie für ihre Serie von drei Landschaftsbildern mit dem Titel „Netscape“ aus. Die Preisverleihung fand am Sonntag, 5. März 2017, im Museum Wilhelm Morgner statt.
Heike Negenborn ist seit der Wiedereinführung des Wilhelm-Morgner-Preises im Jahr 2007 die vierte Preisträgerin. Die Schwarz-Weiß-Arbeiten der Künstlerin aus Windesheim/Kreis Bad Kreuznach thematisieren den Kampf zwischen Natur und Kultur. Die drei Bilder variieren das traditionelle Sujet des imposanten Wolkenschauspiels über einer als Landkarte vermessenen Landschaft.
Entscheidend für die Jury war die kritische Auseinandersetzung Negenborns mit der Natur, ohne sich naiv auf die Ästhetik der Natur zu beziehen. Gitternetze als sichtbare Zentralperspektive verweisen in ihren Werken auf die Geschichte und Problematik des wissenschaftlichen Welt-Bildes. Ihre intensive Beschäftigung gerade mit Leonardo da Vinci als Ausgangspunkt bestärken dies. Das Verhältnis zwischen Natur, ihrem Abbild und den digitalen Bildmedien unserer Tage ist auf eine unbestimmbare Weise unbestimmbar geworden.
Mit ihrer Serie setzte sich Heike Negenborn gegen die neun weiteren Künstlerinnen und Künstler durch, die von der Jury als Finalisten*innen gemeinsam mit ihr ausgewählt worden waren. Insgesamt hatten sich rund 400 Künstlerinnen und Künstler um den Wilhelm-Morgner-Preis beworben, der mit 15.000 Euro dotiert ist und zu den wichtigsten Kunstpreisen des Landes gehört. Der Wilhelm-Morgner-Preis wurde erstmalig 1953 vergeben und trägt den Namen des 1917 im Alter von 26 Jahren im Ersten Weltkrieg gefallenen Soester Expressionisten Wilhelm Morgner-
Die Werke der Preisträgerin sind noch bis zum 12. März 2017 im Rahmen der gemeinsamen Ausstellung der Nominierten im Museum Wilhelm Morgner in Soest zu sehen. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

LISTE DER FINALISTEN – WILHELM-MORGNER-PREIS 2016

- Andreas Bausch, Köln, geb. 1966
- Chao-Kang Chung, Münster, geb. 1984
- Martin Gerwers, Düsseldorf, geb. 1963
- Anja Hantelmann, Offenbach am Main, geb. 1966
- Jörg Kratz, Haan, geb. 1987
- Mario Müller, Wardenburg, geb. 1972
- Heike Negenborn, Windesheim, geb. 1964
- Sibylle Prange, Berlin, geb. 1969
- Felix Reinecker, Düsseldorf, geb. 1985
- RÖMER + RÖMER, Berlin, geb. 1968 + 1978

ECKPUNKTE ZUR PREISVERGABE 2016:

- Preis für Malerei
- Preisgeld 15.000 Euro
- Wilhelm Morgner Preis wird seit 1953 ausgelobt
- Preisvergabe alle 3 Jahre
- Preisträger 2007 : Hubertus Giebe, Dresden
- Preisvergabe 2010: Annedore Dietze, Berlin
Info: www.wilhelm-morgner-preis.de

LISTE DER JUROREN
- Dr. Gundula Caspar, Kunsthistorikerin und Leiterin Stadtmuseum Siegburg
- Professor Dr. Erich Franz, Kunsthistoriker, Münster
- Dr. Jochen Venus, Medienwissenschaftler, Universität Siegen
- Dr. Thomas Wachtendorf, Philosoph, Soest
- Dr. Thomas Oyen, Vorsitzender Förderverein Wilhelm Morgner e.V., Soest