1971 – 1980

Die Chronik 1971 – 1980

1971

Die Ausstellung der Pfälzischen Sezession im Bürgermeister-Ludwig-Reichert-Haus, Ludwigshafen wurde am19.3.1971 eröffnet. Bernhard Vogel, der Kultusminister von Rheinland-Pfalz, sprach bei der Eröffnung. Die Ausstellung endete am12.4.1971. In einer Sonderschau wurden Werke der verstorbenen Mitglieder Gustav Seitz, Will Sohl und Emy Roeder gezeigt (1 – 5).

Lothar Fischer und Gernot Rumpf traten der Sezession bei. Karl Kunz starb am 22.5.1971. Theo Siegle teilte mit, aus Gesundheitsgründen den Vorsitz niederlegen zu wollen (6).

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(1) Pfälzische Sezession, Katalog Ludwigshafen 1971
(2) Unold, Die Rheinpfalz vom 23.3.1971
(3) Eisenbarth, Mannheimer Morgen vom 22.3.1971
(4) Fehsenbecker, FAZ vom 3.4.1971
(5) Pfälzer Tageblatt vom 23.3.1971
(6) Rundschreiben an die Mitglieder Weihnachten 1971


1972

Die Mitgliederversammlung der Pfälzischen Sezession fand am 5.5.1972 in Ludwigshafen statt. Wie angekündigt, legte Theo Siegle den Vorsitz nieder. Neuer 1. Vorsitzender wurde Hans Dahlem, 2. Vorsitzender Wolf Ender. Neues Beiratsmitglied wurde Wilhelm Weber. Siegle wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die nächste Ausstellung wurde für 1973 in der Pfalzgalerie Kaiserslautern geplant (1).

Karin Bruns und Hermann T. Juncker traten der Sezession bei. 1972 starben die Mitglieder: Edvard Frank (†24.7.1972); Hermann Geibel (†1972) und Curth Georg Becker (†29.12.1972). Das langjährige Beiratmitglied Karl Lochner starb (2).

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Fritz Schwarzbeck, 1969, Stehender Torso, Alabaster

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(1) Protokoll der Mitgliederversammlung vom 5.5.1972
(2) Rundschreiben an die Mitglieder Weihnachten 1972


1973

Theo Siegle starb am 9.4.1973 in Heidelberg (1). Die Ausstellung der Pfälzischen Sezession wurde am 27.5.1973 in der Pfalzgalerie, Kaiserslautern eröffnet. Sie endete am 24.6.1973. Als Gäste nahmen teil: Werner Brand; Karl Heinz Deutsch; Will Faber; Joe Hackbarth; Heinrich Halfen; Klaus Heinrich Keller; Werner Korb; Erich Kraemer; Johannes Metten; Rainer Negrelli: Till Neu; Jürgen Schmidt: Paul Schneider; Ulrike Schwarzbeck; Jakob Schwarzkopf und Rolf Szymanski (2 – 4).

Die ordentliche Mitgliederversammlung (MGV) fand am 27.5.1973 statt. Die Zukunft der Sezession stand zur Debatte. Wie sollte es nach dem Tod vieler alter Mitglieder weitergehen? Wie ließ sich die Sezession stärker beleben, müssen neue Ziele anvisiert werden? Sollten die Mitglieder durch ihren Wohnort stärker mit/in der Pfalz verankert sein?

Seit ihrer Gründung hatte sich die Sezession als Brückenbauer verstanden, d.h. sie legte Wert darauf Künstler auch jenseits der rheinland-pfälzischen Grenzen aufzunehmen. Die MGV beschloss Will Faber; Klaus-Heinrich Keller und Paul Schneider in die Pfälzische Sezession aufzunehmen (5).

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Otto Ditscher, ägyptisch, 1956, öl auf Leinwand

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(1) Mannheimer Morgen vom 12.4.1973
(2) Pfälzische Sezession, Katalog Kaiserslautern 1973
(3) Eisenbarth, Mannheimer Morgen vom 30.5.1973
(4) Joeckle, Die Rheinpfalz vom 1973
(5) Protokoll der Mitgliederversammlung vom 27.5.1973


1974

Die ordentliche Mitgliederversammlung fand am 4.5.1974 in Neustadt/ Weinstraße statt. Bei der Vorstandswahl wurde Hans Dahlem als 1. Vorsitzender bestätigt, Wolfgang v. Gropper als Geschäftsführer; Karin Bruns wurde zur 2. Vorsitzenden gewählt (1).

In seinem Rundschreiben zum Jahreswechsel beanstandete v. Gropper die unbefriedigende Zusammenarbeit mit dem 1. Vorsitzenden Dahlem, vor allem die mangelhafte Vorbereitung der turnusmäßigen Ausstellung 1975. Er dringt auf baldige Klärung (2).

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(1) Protokoll der Mitgliederversammlung vom 4.5.1974
(2) Rundschreiben des Geschäftsführers an die Mitglieder vom 16.12.1974


1975

Vorstand und Beirat trafen sich am 22.5.1975 zu einem klärenden Gespräch in Kaiserslautern. Die Kontroverse zwischen dem 1. Vorsitzenden und dem Geschäftsführer konnte nicht geklärt werden und daher wurde eine Mitgliederversammlung für den 30.6 1973 nach Ludwigshafen einberufen (1). Die Mitglieder entschieden sich, die ursprünglich für 1975 geplante Ausstellung auf 1976 zu verschieben und in 1977 eine Ausstellung zum 30 jährigen Jubiläum der Pfälzischen Sezession zu veranstalten (2).

Eine weitere Mitgliederversammlung wurde für den 23.10.1975 nach Kaiserslautern einberufen. Diese Versammlung akzeptierte den Vorschlag, die Pfalzpreisträger: Franz Bernhard; Otfried Culmann; Maximilian Hutlett; Bernd Kastenholz und Werner Korb als neue Mitglieder aufzunehmen.

Als Gäste sollen zur nächsten Ausstellung eingeladen werden: Monika v. Boch; Ev Grüger; Wolf Heinecke; Christiane Maether und Eberhard Linke (3). Die nächste Ausstellung soll im April 1976 stattfinden. Die 2. Vorsitzende Karin Bruns wünschte von Ihrem Amt zurückzutreten. Der Geschäftsführer v. Gropper legte sein Amt im Dezember 1975 nieder (4).

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(1) Protokoll der Vorstands- und Beiratssitzung vom 22.5.1975
(2) Protokoll der Mitgliederversammlung vom 30.6.1975
(3) Protokoll der Mitgliederversammlung vom 22.10.1975
(4) Schreiben v. Gropper an Dahlem vom 3.12.1975


1976

Die Ausstellung der Pfälzischen Sezession wurde am 13.4.1976 in der Pfalzgalerie Kaiserslautern eröffnet. Sie endete am 5.5.1976. Als Gäste nahmen teil: Monika von Boch, Karl-Heinz Deutsch, Thomas Duttenhoefer, Hanne Garthe, Wolf Heinecke, Alfred Hrdlicka, Klaus-Jürgen Fischer, Leo Kornbrust, Erich Kraemer, Rüdiger Kündgen, Eberhard Linke, Christiane Maether, Bruno Muller, Ingrid Pöhler, Bernd Rosenheim, Jürgen Schmidt, Jakob Schwarzkopf, Dieter Sommer und Rolf Szymanski (1, 2).

Die Pfälzische Sezession hatte ihr 30. Lebensjahr erreicht. Ihre Mitglieder waren zu diesem Zeitpunkt: Alo Altripp, Eduard Bargheer, Helmuth Bayer, Karl Bohrmann, Karin Bruns, Michael Croissant, Hans Dahlem, Otto Ditscher, Will Faber, Lothar Fischer, HAP Grieshaber, Hermann Juncker, Otto Kallenbach, Klaus Heinrich Keller, Erich Koch, Kurt Lehmann, Wilhelm Loth, Klaus Menzel, Lothar Messner, Johann-Georg Müller, Gernot Rumpf, Max Rupp, Rudolf Scharpf, Paul Schneider, Erich Schug und Fritz Schwarzbeck.

Die Mitgliederversammlung vom 25.5.1976 beschloss folgende organisatorische änderungen im Vorstand:1. Vorsitzender Otto Kallenbach – Stellvertreter Hans Dahlem und Gernot Rumpf – Geschäftsführer Wilhelm Weber

Die MGV beschloss Alfred Hrdlicka und Rolf Szymanski als neue Mitglieder aufzunehmen. Ihren 30. Geburtstag gedachte die Pfälzische Sezession 1977 mit einer Jubiläumsausstellung in Kaiserslautern zu feiern. Die verstorbenen und die jetzigen Mitglieder sollen mit ihren Werken präsentiert werden(3).

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Otto Kallenbach, Alter Mann im Lehnstuhl, 1964

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(1) Pfälzische Sezession, Katalog Kaiserslautern 1976
(2) Die Rheinpfalz vom 15./16.4.1976
(3) Protokoll der Mitgliederversammlung vom 25.5.1976


1977

Im Archiv liegen keine Unterlagen für das Jahr 1977 vor, die geplante Jubiläumsausstellung in Kaiserslautern fand anscheinend nicht statt. Als Mitglieder wurden aufgenommen: Edgar Blum, Werner Brand, Thomas Duttenhoefer, Christiane Maether und Margot Stempel-Lebert. Helmuth Bayer trat aus der Sezession aus.


1978

Der Geschäftsführer der Pfälzischen Sezession und Direktor der Pfalzgalerie Kaiserslautern Wilhelm Weber wechselte an das Mittelrheinische Landesmuseum in Mainz. Die Jahresausstellung der Pfälzischen Sezession wurde vom 10.9. – 8.10.1978 in der Pfalzgalerie Kaiserslautern gezeigt (1, 2). Michael Croissant erhielt den Kunstpreis Rheinland-Pfalz (3). Karl Bohrmann trat aus der Sezession aus.

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Ernst Gassenmeier, Soliman und Rachel, 1951, Monotypie zu Musil: Mann ohne Eigenschaften

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(1) Pfälzische Sezession, Katalog Kaiserslautern 1978
(2) Die Rheinpfalz vom 11.9.1978
(3) R.N., Mannheimer Morgen vom 20.10.1978


1979

Im Archiv befinden sich keine Unterlagen über das Jahr
1979. Eduard Bargheer starb am 1.7.1979.


1980

Im Archiv liegen keine Unterlagen für das Jahr 1980 vor.


(Verfasser Peter Siegle. Juli 2011)