Kaleidoskop der Persönlichkeiten

Rainer Lind ist Maler, Musiker, Lehrer und Dozent: ein Allrounder in bestem Sinn. Das beweist auch sein Online- Projekt, das mittlerweile rund 240 Video-Porträts umfasst. Aussagen über sich selbst, die Schul- und die Kulturwelt machen darin vor allem auch mehr oder minder prominente Darmstädter.

„Die Schule war der Anfang, und bis heute haben rund 70 Prozent der Interviews irgendwie mit der Schule zu tun“, sagt Rainer Lind. „Die Schule“: Das ist die Bertolt-Brecht-Schule (BBS) in Darmstadt, wo er seit 1981 als Kunstlehrer tätig ist. Das Oberstufengymnasium ist auch der Ort, an dem in den vergangenen drei Jahren die bislang 240 Videoporträts vor schwarzen Grund entstanden sind, von denen Lind nun 112 auf einer eigenen Website zeigt. Denn jeweils dienstags, wenn der Künstler mit Hauptwohnort am Vogelsberg zum Unterricht an die BBS kommt, wird dort auch die Kamera aufgebaut.

Auszüge aus der Serie sind denn auch auf der Internetseite der BBS zu sehen. Dort steht ein Block von Lind-Filmen, in dem zwölf „Ehemalige“, die Karriere gemacht haben, von ihren mal negativen, mal sehr positiven Erfahrungen mit der Schule als solcher und ihrer eigenen im Besonderen erzählen. Dabei ist quasi hautnah zu erleben: Auch ein Sitzenbleiben oder eine körperliche Behinderung müssen den Aufstieg zum erfolgreichen Juristen, zum Schauspieldirektor am Staatstheater, zur engagierten Gymnasiallehrerin oder zur studierten Philosophin nicht verstellen, wenn das Selbstbewusstsein parallel zum Wissen wachsen darf. Ein zweiter Porträt-Block auf der BBS-Internetseite vereint dagegen Statements prominenter Darmstädter: Unter anderem erzählen hier der Kulturreferent Ludger Hünnekens , der Schriftsteller und erste BBS-Schulleiter Fritz Deppert oder der Songwriter Nosie Katzmann von Motivationen und Erlebnissen auf dem beruflichen Weg nach oben.

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