ZEICHNER.INNEN, ERKENBERT-MUSEUM
Frankenthal (Pfalz) • Rathausplatz
Ausstellung vom 21. April bis 11. Juli 2010 Zur Eröffnung am Mittwoch, dem 21. April 2010 um 18.30 Uhr,
lade ich Sie und Ihre Freunde recht herzlich ein.
Theo Wieder, Oberbürgermeister

Einführung:
Dr. Edgar J. Hürkey, Museumsleiter

Öffnungszeiten:
Di 10-18 Uhr, Mi – So 14-18 Uhr, Montags geschlossen, Telefon (06233) 89-4 95

--->>> mehr dazu: www.handzeichnungen.de


Michael Wertmüller, Schlagzeug - Joe Sachse, Gitarre - Rainer Lind, Gitarre
Bessunger Knabenschule, Kulturzentrum Darmstadt
2008







90 JAHRE DARMSTÄDTER SEZESSION
35. Jahresausstellung in die Ausstellungshallen auf der Darmstädter Mathildenhöhe

Eröffnung am Samstag, 21. November 2009 um 18:30 Uhr.

Es sprechen:
Walter Hoffmann, Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt
Horst Dieter Bürkle, Vorstandssprecher der Darmstädter Sezession

anschließend
Michael Wertmüller, Berlin - Schlagzeug Solo
um 21 Uhr findet am gleichen Ort ein Konzert mit Michael Wertmüller (Schlagzeug), Rainer Lind (Gitarre) statt.

Michael Wertmüller, Rainer Lind, Knabenschule Darmstadt, 2008, Fotos: www.jazz-vision.de Michael Wertmüller, Rainer Lind, Knabenschule Darmstadt, 2008, Fotos: www.jazz-vision.de
Michael Wertmüller, Rainer Lind, 2008
Fotos: Wilfried Heckmann, heckmann@jazz-vision.de, www.jazz-vision.de, 06162-82929




Über den Schlagzeuger und Komponisten Michael Wertmüller:

„In Wertmüller hat Luigi Russolo einen Enkel gefunden, der seiner Utopie von der machtvollen Maschinenkunst eine gültige Form für das ausgehende 20. Jahrhundert verleiht.”
DIE ZEIT, Thomas Miessgang, 07/1998

Der aus der Schweiz stammende Michael Wertmüller ist herausragender Schlagzeuger der Improvisations-Jazz-Szene und Komponist Neuer Musik, der in der Tradition von Stockhausen vor allem an Zeitsystemen arbeitet, aber auch als Theatermusiker von sich reden macht: aktuell als Komponist in Christoph Schlingensiefs "EINE KIRCHE DER ANGST VOR DEM FREMDEN IN MIR".

Die Vertonung eines Textes von Wolfgang Hilbig, Georg-Büchner-Preisträger 2002, ist eins seiner zahlreichen interdisziplinären Projekte, aufgeführt in Akademie der Künste in Berlin, dies ist gleichermaßen Arbeitsfeld wie eben aktuell ein Kompositionsauftrag von Pro Helvetia, dem schweizerischen Pendant des deutsche Goetheinstituts. Ein Werk für Klavier/Hammond-Orgel und Orchester (Dominik Blum, basel sinfonietta) das im Rahmen des Lucerne Festivals 2010 uraufgeführt wird.

Bei der Ausstellungseröffnung der Darmstädter Sezession, am 21. 11. 09 um 18.30 h, wird Michael Wertmüller vor allen Dingen seine Schlagzeugkunst vorstellen: er spielt ein Stück für Schlagzeug Solo mit Zuspiel: eine Eigenkomposition.

Ab 21 Uhr wird es ein gemeinsames Konzert mit dem Maler und Gitarristen Rainer Lind geben.

Rainer Lind erhielt als Maler 1983 den Sezessionpreis und ist seitdem Mitglied der Darmstädter Sezession. Parallel zu seiner Arbeit als bildender Künstler konzertiert er seit 1985 regelmäßig als Gitarrist unter anderem mit Peter Brötzmann, Michael Wertmüller, Joe Sachse, AR Penck.

Sein musikalischer Schwerpunkte liegt in der spontanen, improvisierten Musik und einem sehr expressiven Gitarrenspiel.

Über ein gemeinsamem Konzert mit Michael Wertmüller im September 2008 war schon in der örtlichen Presse zu lesen:

"Zwei Titel geben im zweiten Spielset dem Gitarristen und Maler Rainer Lind sowie Michael Wertmüller, dem Schlagzeuger des Peter-Brötzmann-Trios, die Gelegenheit, Klanglandschaften aufzutürmen und diese hochdramatisch zu rhythmisieren. Das ist gleichsam der Auftakt zu einem anschließenden Powertrio mit Joe Sachse. Wabernde Quietschtöne treffen auf dezidierte Rockgriffe, bei denen ein musikalischer Urknall entsteht, der sich zur musikalischen Ekstase steigert."

Ulfert Goeman, Darmstädter Echo
16.9.2008

http://www.michaelwertmueller.com/
http://www.darmstaedtersezession.net/

In der Ausstellungen werden auch 12 Zeichnungen von Rainer Lind ausgestellt: hier 4 abgebildet / Öl / Papier / Eisenoxyd / 30 x 40 cm / pro Zeichnung 550,-- €

Rainer Lind, 2009, Darmstädter Sezession, Mathildenhöhe Darmstadt

Ausstellung Kunsthalle Darmstadt
Gesichtslos. Die Malerei des Diffusen
Eugène Carrière, John Beard, Jörg Madlener, Joe Allen, Rainer Lind
22.09.09 - 17.01.10
Eröffnung Sonntag, 20. 09. 2009, 17 Uhr

Werke des Fin de siècle-Künstlers Eugène Carrière (1849-1906) kennt man aus dem New Yorker Metropolitan Museum oder dem Pariser Musée d'Orsay. Kunsthalle Darmstadt präsentiert jetzt eine Auwahl der berühmtesten Werke des Spätimpres-sionisten aus einer hochkarätigen Privatsammlung und aus dem Bestand der Kunsthalle Bremen. Gezeigt werden ca. 30 Werke Carrières.


Mutterschaft (Eugène Carrière, um 1890)
--->>> Katalogtext von Dr. Peter Joch

Carrière war unter anderem Lehrer von Henri Matisse und André Derain. Er begrün­dete die Reihe ‚moderner’ diffuser Darstellungen. Verglichen mit dem Impressionis­mus benutzt er eine farblich extrem reduzierte Palette von Zwischentönen.
Eugène Carrièr läßt die Welt langsam aus dem Dunkel auftauchen, verschleift und verunklärt, zeigt Menschen als schwebende, unfaßbare Phäno­mene. So inszeniert er Räume intimer Begegnungen, in die kein Betrachter einzudringen vermag. Die Figu­ren sind oft gesichtslos, bleiben ein unergründliches Geheimnis. Die diffusen Gemäl-de verweigern die Illusion, Identität ließe sich in der Kunst oder im Leben eindeutig fassen. Damit reagiert Carrière auch auf Erkenntnisse der zeitgenössischen Psycho-logie zur Unerkennbarkeit des Menschen und zur Funktionsweise der Erinnerung.

Vier Zeitgenossen ant­worten auf diesen Pionier der Jahrhun­dertwende. Sie verwen­den inhaltlich und malerisch völlig unterschiedliche Methoden von Diffusion.
John Beard (Sydney, geb. 1943 in Wales) ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler Australiens überhaupt. Seine großformatigen Schwarz-in-Schwarz-Porträts wirken wie unergründliche Landschaften, entziehen sich dem fokussierenden Blick. So veranschaulicht John Beard Grenzen von Erkenntnis und Selbsterkenntnis.

Kunsthalle Darmstadt Rainer Lind
Rainer Lind / Altenhain / 2007 / Öl auf Leinwand
--->>> Katalogtext von Dr. Peter Joch

Rainer Lind (Darmstadt, Laubach-Altenhain, geb. 1954) läßt nebulöse kosmische Landschaften entstehen. Bevölkert sind die Weiten von Figuren, die an Heilige und an die Romantik denken lassen und gleichzeitig zum Symbol für moderne Nomaden und Flüchtlinge werden. Der Maler Jörg Madlener (New York, geb. 1939) zeigt u.a. die Serie “Sandstorm” mit diffusen Soldatenporträts aus dem Golfkrieg. Er reflektiert die politisch motivierten ‚Ver­schleie­rungen’ von Kriegen in den Medien. Joe Allen (Trier, geb. 1955 ) prä­sen­tiert mit seinen verschleierten, reduzierten Bildnissen berühmter Künstler die Kunst­geschichte als Hort höchst diffuser Erinnerungen.

Gesichtslosigkeit bedeutet in der Alltagssprache Charakter- und Identitätslosigkeit, das Gesicht zu verlieren heißt bloßgestellt zu sein. Die Künstler der Ausstellung „Gesichtslos“ entlocken dem Motiv ganz andere Momente. Sie fordern den Betrach­ter unmißverständlich auf, sich Menschen ständig neu zu erschließen. Sie stehen auch für eine Malerei, die sich wortwörtlich vom Gegenstand distanziert und als selb-ständiges Medium mit ganz eigenen Gesetzen auftritt.

Insgesamt sind ca. 100 Gemälde ausgestellt.
Es erscheint ein Katalog.
Öffnungszeiten: Di - Fr 11 - 18 / Sa, So, Feiertage 11 - 17
Geschl. 20.11. - 29.11.09 (Sonderveranstaltung) / 24..12./25.12./31.12.2009 / 01.01.2010



Katalogbestellung über das Kontaktformular: Vorkasse 17,50 incl. Versand
64 Seiten / 24 x 28,5 cm / ca 50 großformatike Farbabbildungen


Weblinks:
Eugène Carrière
Joe Allan
John Beard
Rainer Lind




[14.06.2010]
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Bernhard Uske / Frankfurter Rundschau 1998

"Mit Rückkopplungen und Loops konnte so schnell die Interaktion von Brötzmann und Lind angereichert und in ein wahres Klanginferno überführt werden. Es liess den Zuhörer öfters ahnen, was ein musikalisches Schleudertrauma ist. Dergestalt in die Klangturbine versetzt, beruhigten nur die Blickwechsel zwischen den Musikern: hier wurde der gellende Klangexzess, die brodelnde Klangmaterie von mit grösstem Bedacht vorgehenden Köchen angerührt."


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