PROGRAMM 2. HALBJ. 2007

S A  1 8 – 0 8 – 2 0 0 7DIE STADTFOTOGRAFEN
FÜHRUNG IN DER KUNSTHALLE

Die Werkbund-Akademie ist zu Gast in der Kunsthalle Darmstadt und stellt das Ergebnis ihres Projektes „Stadtfotograf“ vor. Seit 2001 wurden fünf Stadtfotografen von einer unabhängigen Jury ausgewählt, um jeweils ein Jahr in Darmstadt zu diesem Thema zu arbeiten. Die in dem jeweiligen Jahr entstandenen Arbeiten wurden im darauf folgenden April im Institut für Neue Technische Form vorgestellt : 2001 Marcus Düdder mit „Die TUD“, 2002 Albrecht Haag mit „Gehen, Fahren, Fliegen“, 2003 Franziska von Gagern mit „Zusammenspiel“, 2004 Katrin Heyer mit „Randwerk“ und 2005 Michael Herold mit „Stadtmenschen“. Hier schließt sich der Kreis: Darmstadt und seine Menschen sind aus fünf sehr unterschiedlichen Blickwinkeln vor die Objektive geraten.

Franziska von Gagern Albrecht Haag

Jochen Rahe, Vorsitzender der Werkbund-Akademie, der den Wettbewerb initiiert und verantwortlich durchgeführt hat, wird durch die Ausstellung führen. Für die Mitglieder des Kunst Archivs ist die Ausstellung von besonderem Interesse, da mehrfach erörtert wurde, ob die entstandenen Arbeiten im Kunst Archiv einen bleibenden Ort finden könnten. – Treffpunkt ist um 15.00 Uhr im Foyer der Kunsthalle

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DER MALER KARL-HEINZ SCHNABEL (1921–92) FRÜHE BILDER UND ZEICHNUNGEN

Das Paris der fünfziger Jahre uns seine lebhafte Kunstszene war das zentrale und prägende Erlebnis für den Maler Karl-Heinz Schnabel. 1921 in Osnabrück geboren, studierte er Kunst an den Akademien in Hamburg und München. Ab 1947, nach seiner Übersiedlung nach Darmstadt, gehörte er zum Schülerkreis von Paul Thesing. 1955 ging er für zwei Jahre nach Paris und wurde Schüler von Jean Jansem. Seit 1957 lebte er wieder als freier Maler in Darmstadt. Jährliche Studienaufenthalte führten ihn seit Anfang der sechziger Jahre nach Südfrankreich. Karl-Heinz Schnabel ist im Juni 1992 in Darmstadt gestorben. Die Ausstellung umfasst Studienzeichnungen und Bilder der frühen fünfziger und sechziger Jahre. Die ausgestellten Arbeiten entstammen überwiegend dem Nachlass des Künstlers. Die Ausstellung ist ihm zum 85. Geburtstag und gleichzeitig zum 15. Todesjahr gewidmet.

Claus K. Netuschil eröffnet am Sonntag, 26. August 2007, um 11.00 Uhr die Ausstellung in den Räumen des Kunst Archivs. Die Bilder, Zeichnungen und das biografische Material sind bis zum 26. Oktober 2007 zu sehen.

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CHANSONABEND ZUR SCHNABELAUSSTELLUNG

Dem frankophilen Karl-Heinz Schnabel begegnet an diesem Abend das frankophile Trio Petra Bassus, Alexandre Bytchkov und Rainer Witt mit ihrem neuen Programm „Chanson & Histoire“. Erleben Sie einen bezaubernden Mix aus Chansonklassikern von Brel, Piaf und anderen Größen des Fachs mit raffinierten Akkordeon-Soli sowie Rainer Witts atemberaubend-witzigen Anekdoten aus dem Paris der 68er Jahre. Rainer Witt, HR-Moderator und Autor mehrerer Bücher, hat die Schattenseite von Paris als Obstkarrenschieber erlebt und erzählt davon. Er und Schnabel kannten und schätzten sich. So wird vor dem Hintergrund der Ausstellung der Geist dieser Zeit beschworen.

Beginn: 19.30 Uhr – Eintritt: 5 € für Nichtmitglieder 8 €

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LANGE NACHT DER MUSEN

Wie schon in den vergangenen Jahren, wird das Kunst Archiv Darmstadt auch in diesem Jahr mit einem Programm an der Musen-Nacht beteiligt sein. Ab 20.00 Uhr wird die Michelstädter Bildhauerin Sieglinde Gros in ihrem mobilen Atelier im Kunst Archiv präsent sein, um an einer Holzskulptur zu arbeiten. Gleichzeitig wird der Darmstädter Videokünstler Jürgen Philippe Böhm mit Kurzfilmen einen Einblick in seine aktuelle Produktion geben. Da während dieses Zeitraums in den Räumen des Kunst Archivs eine dem Darmstädter Maler Karl-Heinz Schnabel gewidmete Ausstellung zu sehen sein wird, ist auch eine Kurzführung vorgesehen. Für die musikalische Unterhaltung zwischen Jazz und Pop sorgt das Quartett „Between the Beats“. Traditionell gibt es um 24.00 Uhr die beliebte Mitternachtssuppe!

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KUNSTREISE NACH TRIER

Kurz vor Christi Geburt wurde Trier von Augustus als Stadt gegründet und stieg um 300 n. Chr. zum Sitz der Verwaltung der westlichen Hälfte des Römischen Reiches auf. Diese historische Tatsache prägte die Stadt ebenso wie ihre kirchliche Bedeutung: Bis 1676 war Trier Sitz der Erzbischöfe.

Die dreitägige Trier-Reise will unseren Mitgliedern die interessante und schön gelegene Mosel-Stadt näher bringen. Es stehen Museumsbesuche an (Dom und Diözesan- Museum, Rheinisches Landesmuseum und Stadtmuseum im Simeon-Stift) und der Besuch der Europäischen Akademie. Wie immer steht auch der Besuch von Künstler-Ateliers auf dem Programm. Geplant ist auch ein Abstecher in die derzeitige europäische Kulturhauptstadt Luxemburg.

Anmeldung direkt an das Kunst Archiv Darmstadt. Den genauen Fahrtverlauf erhalten alle Mitreisenden rechtzeitig vor Beginn der Fahrt.

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ATELIERBESUCH BEI DEM BILDHAUER EBERHARD LINKE

Der kleine Festakt im Kunst Archiv Darmstadt anlässlich der Übergabe der Robertd’Hooghe- Terrakottabüste, die Eberhard Linke Anfang der achtziger Jahre geschaffen hat, liegt noch nicht lange zurück. Wir knüpfen daran an und bieten deshalb einen Atelierbesuch bei dem Bildhauer an, der sein Atelier im rheinhessischen Flonheim hat. 2007 war bereits ein wichtiges Jahr für Eberhard Linke: Er wurde siebzig; ein dreibändiges Werkverzeichnis erschien im Darmstädter Justus-von-Liebig-Verlag; soeben wurde ihm der Preis des BBK Rheinland-Pfalz zugesprochen. Bei dem Atelierbesuch wird der Gastgeber über seine Technik des hohlen Aufbaus einer Plastik in Ton Auskunft geben; außerdem wird Gelegenheit sein, sich in seinem Depot, groß genug zur Unterbringung seines immensen Lebenswerks, in einem umgebauten Bauernhof ausgiebig umzuschauen. Da Flonheim ein Weinort ist, soll ein Aufenthalt in einer gutbürgerlichen Gaststätte den Kunstausflug abschließen.

Beginn des Atelierbesuchs: 15 Uhr. Abfahrt in Darmstadt: 14 Uhr. Da klargestellt werden muss, wie viele Autos zur Verfügung stehen, bitten wir um verbindliche Anmeldungen.

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RAUM FORM UND ZEIT DARMSTÄDTER BILDHAUEREI IM 20. JAHRHUNDERT

Es ist ein ehrgeiziges Unternehmen, das sich das Kunst Archiv Darmstadt vorgenommen hat: 100 Jahre Bildhauerei in Darmstadt zu dokumentieren und die Entwicklung der Skulptur und Plastik des 20. Jahrhunderts sichtbar zu machen und dar zu stellen. Gezeigt werden Arbeiten der Hauptexponenten der Jahrhundertwende, des Jugendstils, des Expressionismus, aus dem Umkreis der Darmstädter Sezession und der Weimarer Zeit und des kulturellen Aufbruchs der fünfziger bis hinein in die achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts.

Medaillen und Plaketten, Reliefs, Porträts und dreidimensionale Arbeiten im kleinen und großen Format von etwa 20 Bildhauern werden in der Ausstellung zu sehen sein. Im begleitenden Katalog-Buch wird auch die reiche und vielfältige plastische Kunst im öffentlichen Raum in Darmstadt beschrieben. Ein umfangreiches Parallelprogramm wird im kommenden Frühjahr die Ausstellung ergänzen. Zu sehen ist die Bildhauer-Ausstellung, deren Eröffnung für Sonntag, 25. November 2007 um 11.00 Uhr vorgesehen ist, bis März 2008.

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LESUNG ZUM 100. TODESTAG DER MALERIN PAULA MODERSOHN-BECKER

Zu einer gemeinsamen Veranstaltung am Freitag, 30. November 2007, laden die Luise-Büchner-Bibliothek des Deutschen Frauenrings e.V. und das Kunst Archiv Darmstadt e.V. zu einer Lesung zum 100. Todestag von Paula Modersohn-Becker in den Vortragsraum des Literaturhauses ein. Die Schriftstellerin Barbara Beuys, die mit vielen wichtigen Biografien bekannt geworden ist, liest aus ihrem viel beachteten Buch: „Paula Modersohn-Becker oder: Wenn die Kunst das Leben ist“.

Am 20. November 1907 starb in Worpswede bei Bremen, kurz nach der Geburt ihrer Tochter, die 31jährige Malerin Paula Modersohn-Becker. In knapp zehn Jahren hat sie ein gewaltiges Werk geschaffen, anknüpfend an Cézanne, Gauguin und van Gogh. Barbara Beuys erzählt spannend von der bisher vergessenen Kindheit in Dresden, von der Ausbildung in Berlin, dem Schauplatz der Avantgarde in Kunst und Literatur. Umfassend schildert sie die Lehrjahre der jungen Malerin in Worpswede und Paris und ihr Dilemma zwischen dem Wunsch nach Familie und der bedingungslosen Leidenschaft für die Kunst.