PROGRAMM 2. HALBJ. 2009

BIS 25. 09. 2 0 0 9

Der träumende Clown Bilder von Wilhelm Philipp (1906 – 1993)

Als erste Veranstaltung des zweiten Halbjahresprogramms 2009 eröffnete Claus K. Netuschil am Sonntag, 12. Juli 2009, die Wilhelm Philipp-Ausstellung. Die Ausstellung, die bis 25. September zu sehen ist (unterbrochen von einer Sommerpause), umfasst Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen und einige druckgraphische Blätter. Die Auswahl ist Teil eines größeren Konvolutes, das nach der Ausstellung als Schenkung von der Familie im Kunst Archiv seinen Ort auf Dauer finden wird.

Wilhelm Philipp studierte bei Oskar Moll und Otto Müller, bei Alexander Kanoldt und Konrad von Kardorff an der Breslauer Akademie und erhielt wesentliche Anregungen durch Klee, Kandinsky und Albers bei seinem Aufenthalt am Bauhaus in Dessau 1927/28.

Seine malerischen Themen sind die des Zirkus, des Theaters und der alltäglichen Welt. Souverän setzte Wilhelm Philipp die Farbe ein und war gleichzeitig ein Meister der Linie.

Der Maler passt in keine gängige Schublade im Kunstbetrieb. Es ging ihm nicht um den Anschluss an eine Stilrichtung oder eine zeitgenössische Tendenz, sondern um den sehr persönlichen Ausdruck: Erkennbar und einmalig. Die Bedeutung seines Werkes liegt in der Eigenständigkeit eines überzeugten Einzelgängers.

02. 08. 2009 bis 30. 08. 2009

Sommerpause im Kunst Archiv
Das Kunst Archiv Darmstadt gönnt sich vom 2. bis 30. August eine Sommerpause. Wir sind ab Dienstag, 1. September, wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag 10-13 Uhr zu erreichen

FR 07. 08. 2009

Bruno Müller-Linow malt Hermann Geibel Schenkung aus dem Nachlass

Aus Anlass des 100. Geburtstags erhält das Kunst Archiv Darmstadt aus dem Nachlass (Peter Müller-Linow) des Malers und Hochschulprofessors Bruno Müller-Linow (1909 – 1997) als Schenkung ein Porträt des Bildhauers und akademischen Kollegen an der TU Darmstadt, Hermann Geibel (1889 – 1972). Beide waren prägende Gestalten an der Darmstädter Hochschule in den fünfziger und sechziger Jahren. Bruno Müller-Linow hat ein umfangreiches und bedeutendes Werk hinterlassen.

Neben kraftvollen Zeichnungen und Aquarellen – Landschaften, Blumenstilleben, Interieurs – entstand ein radiertes Werk, das in der großen Traditionslinie von Peter Halm und Max Klinger bis Lovis Corinth und Hans Meid steht. Ebenso gehörte die Gestaltung von Kirchenfenstern zur künstlerischen Arbeit von Müller-Linow.

Das Bild Hermann Geibels ist ein klassisches Porträt, mit dem sich der Künstler bewusst in die Tradition der malerischen Realisten stellt. Das Bildnis bereichert den Bestand des Kunst Archivs hervorragend. Hier befinden sich bereits aus unterschiedlichem Besitz plastische und zeichnerische Arbeiten von Geibel sowie umfangreiches biographisches Material und Briefe.

Das Bild wird eine Woche nach dem Geburtstag des Künstlers und mitten in den Sommerferien des Kunst Archivs am Freitag, 7. August 2009, um 19.00 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs vorgestellt.

09. 09 2009 – 13. 09. 2009

Metropole Berlin Kunstreise des Kunst Archiv Darmstadt

Dresden, Brüssel, Bremen, Basel, Düsseldorf, Salzburg, Weimar, um nur einige Kunstziele zu nennen: Die Reisefreunde des Kunst Archivs sind in Deutschland und Europa schon ganz schön herum gekommen.

Für dieses Jahr steht eine Metropole auf dem Programm, die schon lange geplant war und nun hervorragend ins Programm des Jubiläumsjahres passt: Berlin! In den letzten 20 Jahren, nach dem Fall der Mauer, hat sich vieles in Berlin verändert. Berlin ist berechtigt die Hauptstadt Deutschlands und endgültig zur einzigen Metropolstadt Deutschlands geworden. Und: Berlin ist die Kunststadt par excellence! Die Museumslandschaft hat sich gigantisch erweitert und der Zuzug von Galerien und Künstlern kennt keine Grenzen! Berlin ist auch der Ort der öffentlichen Kunst, der Kunst im öffentlichen Raum!

Auf unserer Reise wollen wir kleine und nicht vom Besucherstrom überrollte Museen besuchen so das Kolbe-Museum, das Brücke-Museum und das Bröhan-Museum. Geplant ist die Stadt mit Rundgängen kennen zu lernen, was bei der gewaltigen Größe Berlins nur ansatzweise gelingen kann und wir wollen Künstler besuchen. Geplant ist weiterhin der Besuch von Bauhausstätten: Das Bauhaus-Museum in Berlin, das von Walter Gropius für den Park Rosenhöhe geplant war, und auf der Fahrt, die Bauhausstadt Dessau mit Meisterhäusern und Bauhausschule. Mit der Betrachtung von Jugendstil und Bauhaus ist auch die Brücke zur Darmstädter Kunstgeschichte geschlagen.

Der genaue Reiseverlauf geht allen, die sich anmelden, vor Beginn der Reise zu.

SA 10, SO 11. 10. 2009

Wir feiern 25 Jahre Kunst Archiv! Festcollage und Tag der offenen Tür

25 Jahre sind wie im Flug vergangen und wir blicken auf eine sehr erfolgreiche Arbeit zurück. Zur Zeit hat das Archiv rund 450 Mitglieder und im Verlauf der letzten 25 Jahre rund fünfhundert Veranstaltungen gemacht, ein reiches Programm: Dicht bei der Kunst und bei den Künstlern! Der Hauptschwerpunkt des Kunst Archivs liegt nach wie vor in der Dokumentation der Kunstszene Darmstadt.

Das Jubiläumsfest am 10./11. Oktober 2009 wird offiziell am Samstag, 10. Oktober um17.30 Uhr mit festlicher Musik eröffnet. Der Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt hat bereits zugesagt zu sprechen.

Ab 20.00 Uhr wollen wir mit unseren Mitgliedern, Freunden, Künstlern und allen kunstinteressierten Bürgern Darmstadts ein Fest feiern mit viel Musik und guter Laune. Am Sonntag, 11. Oktober ist das Kunst Archiv von 11 bis 17 Uhr geöffnet und wir begehen den Tag mit vielen Beiträgen, künstlerischen, verbalen, musikalischen, mit reichem Bücher- und Graphikmarkt, mit Filmen und Führungen durchs Archiv und die Ausstellungen! Am Ende des Tages wird eine Kunstauktion stehen. Wir laden alle ein, an den zwei Tagen gemeinsam mit uns den 25. Geburtstag des Kunst Archivs zu feiern

10. 10. 2009 – 18. 12. 2009

Bestand /25×25 / mail-art-Projekt Drei Ausstellungen zum Jubiläum

Zur Erinnerung an den Gründungstag des Kunst Archivs am 10. Oktober 1984 werden gleich drei Ausstellungen eröffnet: Zum einen gewährt das Kunst Archiv einen ausgiebigen Blick in den in den letzten Jahren erworbenen, geschenkten und gestifteten Bestand und in die Nachlässe, die das Archiv übernommen hat. Vom mittleren 19. Jahrhundert an bis heute datieren die Kunstwerke, die sich als „Kunstsammlung“ im Kunst Archiv befinden. Damit präsentiert sich das Kunst Archiv als ein Ort eines imaginären Stadtmuseums.

Zeitgenössischen Darmstädter Künstlern ist der zweite Teil der Ausstellungstrilogie gewidmet. Wir haben rund 200 Künstler aufgefordert, sich an dem Ausstellungsprojekt „25×25“ zu beteiligen und schon viele Zusagen erhalten. Jeden Künstler haben wir gebeten aus gegebenem Anlass ein Werk zu schaffen, das die Außenformate 25×25 cm hat. Wir sind auf das Ergebnis sehr gespannt.

Ebenso sind wir gespannt auf die Resonanz unseres von Alexa Christ initiierten mailart- Projektes. Die Kunstform der „verschickten Kunst“ ist fast so alt wie die Post selber und hat nichts mit dem heutigen „mailen“ per Computer zu tun! Die gemalten Postkarten der Expressionisten gehören ebenso zur mail art, wie die postalisch verschickten Kunstobjekte der 60er, 70er und 80er Jahre. Auch hierzu laden wir die Künstler herzlich ein sich zu beteiligen! Das Ergebnis ist von heute aus nur ahnbar! Die Ausstellungen erstrecken sich bis ins Foyer und den Vortragsraum des Literaturhauses. Die Bestandsausstellung läuft bis Ende des Jahres

SA 24. 10. 2009

Einführung in die graphischen Techniken Besuch im Druckmuseum

Darmstadt, steht ganz im Zeichen der Demonstration der druckgraphischen Techniken Radierung (Tiefdruck) und Lithographie (Flachdruck). Die Abteilung Schriftguss, Satz und Druckverfahren des HLM Darmstadt ist in einem 1906 des Architekten Karl Klee errichteten Industriegebäudes untergebracht. Hier wurde ein Druckmuseum installiert, in dem Besucher historische und künstlerische Druckverfahren kennenlernen können.

Im dritten Obergeschoss des Gebäudes befindet sich auch die Radierwerkstatt des Darmstädter Künstlers Gunter Staschik. Er wird den Besuchern sowohl die unterschiedlichen Techniken des künstlerischen Tiefdrucks (Radierung) als auch des Flachdrucks (Lithographie) erläutern. Hierbei können die Besucher selbst auf einer Metallplatte herumkratzen (kratzen: lat. radere) und das Ergebnis gemeinsam mit Gunter Staschik auf der Kupfertiefdruckpresse drucken.

Aus organisatorischen Gründen ist die Veranstaltung auf 20 Teilnehmer beschränkt. Wir bitten um zeitnahe Reservierung im Kunst Archiv.

Beginn: 14.00 Uhr. Treffpunkt: Vor dem Gebäude des Hauses für Industrie-Kultur, Kirschenallee 88 in Darmstadt. Veranstaltungsdauer: ca. 2 Stunden. Kosten: 5 Euro für Mitglieder, 10 Euro für Nichtmitglieder.

SA 14. 11. 2 0 0 9

Malerei und Glasgestaltung Atelierbesuch bei Cornelius Staudt

Fast alles ist neu bei dem Maler und Glasgestalter Staudt: Sein Vorname mutierte von Manfred zu Cornelius und Cornelius Staudt hat seit einem Jahr ein neues Atelier in der Grenzalle 4-6, im Ostbau des Gebäudekomplexes in Eberstadt-Süd, in unmittelbarer Nachbarschaft des Zirkus Waldoni. Dorthin lädt der Künstler die Mitglieder des Kunst Archivs zu einem Atelierbesuch ein!

Schon als Kind malte und zeichnete Staudt. Ein Studienaufenthalt an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau bei Prof. Roman Banaszewski wurde lebensbestimmend und Staudt entschied sich, Maler zu werden. Landschaft und abstrakte Flächengestaltung sind seine Themen. Ein zweites wichtiges künstlerisches Standbein von Cornelius Staudt ist die zeitgenössische Glasgestaltung für kirchliche und andere öffentliche Gebäude. In einem Werkstattgespräch wird Cornelius Staudt seine aktuelle künstlerische Arbeit vorstellen.

Beginn: 15.00 Uhr. Treffpunkt: Atelier des Künstlers, Ostbau des Gebäudekomplexes in der Grenzallee 4-6, Eberstadt.