PROGRAMM 1. HALBJ. 2015

BIS 26. APRIL 2015

VON EUGEN BRACHT BIS PIERRE KRÖGER EIN DARMSTÄDTER BILDERSCHATZ VON 1900 BIS 2000

Piniengrüne, curcumagelbe und taubenblaue Wände zeugen von großer Gemäldegalerie! Und in der Tat ist in unserer Jubiläumsausstellung zum 30. Geburtstag des Kunst Archivs ausschließlich Malerei des 20. Jahrhunderts, von 1900 bis 2000, zu sehen. Den Bildersegen mit herausragenden Beispielen Darmstädter Malerei des 20. Jahrhunderts hat das Kunst Archiv einer Schenkung des Energieversorgungsunternehmens HEAG zu verdanken und gehört nun zum festen Sammlungsbestand des Kunst Archivs.


Peter Steinforth, Mischtechnik, 1964

Alle Stiltendenzen des 20. Jahrhunderts von der Jahrhundertwende über den Expressionismus und die Neue Sachlichkeit zum malerischen Realismus, zur Abstraktion der 50er und 60er Jahre und den sehr individuellen künstlerischen Handschriften des ausgehenden 20. Jahrhunderts, ist die Ausstellung ein Spiegel der Darmstädter Kunst von 1900 bis 2000. Zu sehen sind Bilder von Eugen Bracht, Heinrich Zernin, Fritz Oswald, Mathilde Stegmeyer, Fritz Gils, Walter Lindenschmitt, Willi Hofferbert, Alexander Posch, Elsa Schwarze von Arnim, Anna Bornemann, Otto Wachsmuth, Bruno Müller-Linow, Ernst Schonnefeld, Eberhard Schlotter, Carl Gunschmann, Wolf Hoppe, Wilhelm Loth, Helmut Lander, Peter Steinforth und Pierre Kröger, dessen großes Blumenstillleben „Wiesenstorchenschnabel und Bärenklau“, das 1998 entstanden ist und das Ausstellungsjahrhundert beschließt.

Neben den öffentlichen Führungen bietet das Kunst Archiv auch Führungen für private Gruppen an (nur mit Anmeldung/Gebühr: Euro 80,-). Geplant ist immer noch ein umfangreicher und bebilderter Katalog! Eintritt für alle Besucher frei, Spenden willkommen.

DO 5. FEBRUAR 2015

AUSSTELLUNGSFÜHRUNG: BILDER ZUM FREUEN

Anhand der 35 ausgewählten malerischen Exponate lässt Claus K. Netuschil ein Jahrhundert Darmstädter Bildkunst lebendig werden. In seiner Führung stellt er kunsthistorische Entwicklungslinien zwischen den einzelnen Bildwerken her und spricht über malerische Traditionen und stilistische Abgrenzungen: Darmstadt als Stadt der Malerei vom Ausklang des Realismus des späten 19. Jahrhunderts und dem Jugendstil bis zu den vielfältigen Tendenzen am Ende des 20. Jahrhunderts.

Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder frei.


DO 5. MÄRZ 2015

VORTRAG: DARMSTÄDTER KUNST IM 20. JAHRHUNDERT

Darmstadt stand im 20. Jahrhundert immer wieder im Zentrum der Kunst: Um 1900 mit dem bedeutenden Beitrag zur Stilkunstbewegung und zur Lebensreform, 1920 mit einer europäischen Bestandsausstellung zum deutschen Expressionismus und in den 50er Jahren mit den substanziellen Diskussionen innerhalb der Darmstädter Gespräche, mit den Ferienkursen für Neue Musik und im Bereich der Architektur mit einem Meisterbauprojekt und vielen ausgeführten Kunst-am-Bau-Aufträgen. Innerhalb der Ausstellung „Von Eugen Bracht bis Pierre Kröger“ wird Claus K. Netuschil vor der Folie der überregionalen Kunstbestrebungen und im Spiegel der Künstlergruppen und des Ausstellungsgeschehens über die Kunstszene von 1900 bis 2000 sprechen. Danach besteht die Möglichkeit sich die Ausstellung in den Räumen des Kunst Archivs anzusehen.

Beginn: 19.00 Uhr im Vortragsraum des Kennedyhauses Eintritt; 5,- Euro, für Mitglieder frei (Anmeldung im Kunst Archiv)


SO 22. MÄRZ 2015

FRÜHLINGSERWACHEN: TREFFPUNKT IM KUNST ARCHIV DARMSTADT

Jederzeit stehen die Türen offen für Künstler, Kunstvermittler, Kunstinteressenten und Informationssuchende, für Literatur, Musik, Theater und selbstredend für die bildende Kunst. An einem Tag sind die Türen besonders weit geöffnet, nämlich am nachgeschobenen Neujahrsempfang, den wir poetisch „Frühlingserwachen“ nennen. Und in der Tat liegt der kalendarische Frühlingsanfang zwei Tage vor unserem Treffpunkt der Kunst und der Künstler in Darmstadt. Wir laden alle „Kulturträger“ sehr herzlich ein und freuen uns über rege Beteiligung, eine gute Mischung der Künste und gute Gespräche bei einem Glas Wein. Das Gespräch zwischen den Künsten ist offener geworden, Kontakte werden gesucht und gefunden, die bildende Kunst ist im Dialog mit der Literatur, das Theater in Korrespondenz mit der Musik: Darmstadts kreative Kunstszene ist im neuen Aufwind.


Fotos: Christoph Rau

Beginn: 11 Uhr im Kunst Archiv und im Vortragsraum des Kennedyhauses Eintritt: frei, Spenden willkommen.


SO 9. APRIL 2015

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG DES KUNST ARCHIV DARMSTADT E.V.

Der Rückblick auf das Jahr des 30-jährigen Bestehens des Kunst Archivs und der Blick voraus bestimmt die 31. Jahreshauptversammlung, die im Vortragsraum des Kennedyhauses stattfindet. Neben „Geschäfts-„- und Kassenbericht ist der Vorstand, wie jedes Jahr, begierig auf Anregungen und Vorschläge aus dem Kreis der Mitglieder, die später in das Veranstaltungsprogramm des Kunst Archivs einfließen. Vorschläge für Atelierbesuche und Vorträge, für Ausstellungsbesuche und Ausstellungsideen in den eigenen Räumen und Anregungen für unsere sehr beliebten Kunstreisen.Anschließend besteht bei einem Glas Wein und Kunstgesprächen die Gelegenheit die Ausstellung „Von Eugen Bracht bis Pierre Kröger“ zu sehen.

Beginn: 19.00 Uhr im Vortragsraum des Kennedyhauses (nur für Mitglieder des Kunst Archivs)


SA 18. APRIL 2015

ZWISCHEN AUFKLÄRUNG UND ROMANTIK: AUSSTELLUNGSFÜHRUNG IM HESSISCHEN LANDESMUSEUM

Alles ist noch neu und frisch im Hessischen Landesmuseum, das seit gut einem halben Jahr, nach umfangreicher Sanierung und Renovierung wieder geöffnet hat und die Kunstfreunde pilgern ins Darmstädter Vielspartenhaus. Neu ist ein eigener Ausstellungsraum für das Graphische Kabinett, das nach dem früheren Kustos Dr. Karl Freund benannt wurde. Dort sind unter dem Titel „Zwischen Aufklärung und Romantik“ rund 120 ausgewählte Blätter aus dem Sammlungsbestand zu sehen, die die große Epoche der Handzeichnung und Druckgraphik um 1800 dokumentieren. „Der größte Teil der Zeichnungen der Romantik wurden bereits unmittelbar in der Entstehungszeit für die Sammlung erworben. Die Ausstellung wirft deshalb auch einen ganzen Fragenkomplex auf. Warum wurde so früh gekauft? Worin bestand die offensichtliche Qualität der damals zeitgenössischen Künstler. Inwiefern spiegeln sich darin die Auseinandersetzungen der Zeit? Und wie ist ihr Verhältnis zur Geschichte? Die Ausstellung möchte den Geist einer ganzen Epoche widerspiegeln und erkennbar machen, der die poetische Empfindung (von Natur) mit der Beobachtung der realistisch-kunstvollen Wirklichkeit vereint.“

Die Leiterin des Graphischen Kabinetts und Kuratorin der Ausstellung Dr. Mechthild Haas möchte nicht allein eine Blütenlese der schönsten romantischen Blätter der Sammlung vorstellen, sondern darüber hinaus auf die überregionale Bedeutung der Kunstförderung im damaligen Großherzogtum Hessen- Darmstadt hinweisen.

Treffpunkt: 15.00 Uhr im Foyer des Hessischen Landesmuseums Eintritt: 6,- Euro (für Mitglieder der Freunde des Hessischen Landesmuseums frei) und anteilige Führungskosten (Anmeldung im Kunst Archiv)

Johann Anton Ramboux: Bildnis Dr. Ringseis, 1818, Bleistift, 246 x 189 mm, Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Inv. HZ 4459, Copyright: Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Fotograf: Wolfgang Fuhrmannek Ernst Fries: Pozzuoli, 1826, Bleistift, braun und blau aquarelliert, 343 x 463 mm, Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Inv. HZ 4286, Copyright: Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Fotograf: Wolfgang Fuhrmannek

SO 26. APRIL 2015

LUST, LEIDENSCHAFT UND DOKUMENTATION: SAMMELN IN DARMSTADT

Ein spannendes und wichtiges Thema ist Gegenstand unserer Veranstaltung am Sonntag, 26. April 2015: Ab 11 Uhr werden Vertreter von öffentlichen und privaten Sammlungen aus ihrer Sicht übers Sammeln berichten. In kurzen Statements wird auch von der Geschichte des jeweiligen Sammlungsbestandes berichtet. Nach einer Kaffeepause ist eine Diskussion über das Sammeln in Darmstadt geplant.

Mit der frühen Öffnung der großherzoglichen Sammlung,1820, mit der Gründung des Kunstvereins, 1833 und mit der damaligen, wenn auch überschaubaren, Kunstszene begann auch das Sammeln von Kunst. Kontinuierliches Zunehmen der vielfältigen Sammlertätigkeit und das Archivierens von Kunst führte bis heute zu großen Sammlungsbeständen in Darmstadt. Mit dem Hessischen Landesmuseum ist das öffentliche Sammeln (und Ausstellen) in historischer Dimension auf Landesebene als Aufgabe und Auftrag umschrieben. Die Städtische Kunstsammlung führt dagegen ein Leben in der Verborgenheit von Depots und Archiven, die nur selten in größeren Ausstellungsprojekten gezeigt werden. Eine solche Ausstellung steht nach dem Umbau und Sanierungsmaßnahmen auf der Mathildenhöhe auf dem Programm. Einen großen Schwerpunkt stellt das private Sammeln dar, das allein auf der individuellen Leidenschaft für Werke der bildenden Kunst beruht und oft sehr intensiv und höchst kenntnisreich betrieben wird.

Auch das Kunst Archiv stellt einen wichtigen Ort des Kunstsammelns in Darmstadt dar. Als Stiftung und Schenkung kamen seit der Gründung 1984 Einzelstücke und ganze Nachlässe in die Schubladenschränke und an die Schiebewände des Archivs. In dieser Sammlung stehen oftmals Entwürfe, Skizzenbücher und künstlerische Notate im Zentrum und erfüllen damit eine eigene Aufgabe. Alle Aspekte des Thema Sammelns sollen an diesem Vormittag diskutiert werden! Treffpunkt: Vortragsraum des Kennedyhauses

Beginn: 11.00 Uhr Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei


SA 9. MAI 2015

KATAKOMBEN, KATHARINENKIRCHE, KÜNSTLERATELIER UND WEINBERG: MUSEUMSTAG IN OPPENHEIM

Auch wenn Oppenheim Luftlinie nur ca. 20 km von Darmstadt entfernt ist, müssen wir doch nördlich von Darmstadt den Rhein überqueren, um in die Perle Rheinhessens, die Weinstadt und die Stadt der Katharinenkirche zu kommen. Unsere Tagesreise 2015, unser diesjähriger Museumstag, führt uns nach Oppenheim, um dort innerhalb eines dicht gefüllten Tages die Ober- und die Unterstadt kennenzulernen, den klassizistischen Kern um den Marktplatz und die sehenswerten und einmaligen Katakomben, die erst seit wenigen Jahren zugänglich sind. Im Anschluss an unseren Stadtrundgang besichtigen wir die Katharinenkirche, eine der bedeutendsten gotischen Kirchen zwischen Straßburg und Köln. Berühmt wurde die Kirche vor allem wegen ihrer Fenster. Die „Oppenheimer Rose“, deren Scheiben aus dem 14. Jahrhundert stammen, ist weitgehend original erhalten. Geplant ist dort ein Orgelkonzert des bekannten Organistenpaares Rolf und Kathrin Bibiella. Nach dem Mittagessen geht es dorthin wo die Kunst entsteht, in ein Künstleratelier! Alfonso Mannella ist Maler und Radierer, der 1965 in Piazza Armerina (Sizilien) geboren wurde und in Oppenheim lebt und arbeitet. Er wird uns mit seinen Bildthemen und den von ihm eingesetzten Techniken Malerei, Zeichnung, Aquarell und Radierung, bekannt machen.

Nicht umsonst sind wir in der Weinstadt Oppenheim. Nach dem Atelierbesuch gehen wir in das Weingut Tom & Bernd Dietz und fahren mit den beiden Winzern durch die Weinberge inklusive einer Weinprobe, bei der wir etwas über die Reben, den Weinbau und die Güte des Weines erfahren. Begleitet wird die sachkundig geführte Weinprobe von einer Vesper. Gegen 19 Uhr treten wir die Heimreise an.

Bitte melden sie sich rechtzeitig und verbindlich an. Die Kosten werden ca. 55,- Euro betragen (Busfahrt, Führungen Stadt/Katakomben/Kirche, Orgelkonzert, Fahrt durch den Weinberg, Weinprobe und Vesper). Reiseverlauf, nähere Angaben und genaue Kosten sind ab Februar im Kunst Archiv erhältlich.


17. MAI – 31. JULI 2015

KÜNSTLER UNTER SICH: DEM LICHTBILDNER PIT LUDWIG ZUM 99. GEBURTSTAG

Die Fotos von Pit Ludwig haben die Darmstädter fünf Jahrzehnte begleitet, allen voran seine Theaterbilder, die Szenen und Schauspieler, seine Künstlerporträts und Atelieraufnahmen, die Bilder aus dem Umkreis der Sezession, der er lange als Präsident ihr Gepräge gab und die Fotos aus der großen und glorreiche Zeit des Kellerklubs, den er mitbegründet hat und dessen unermüdlicher Motor er war. Er hat das zerstörte Darmstadt in eindrücklichen Fotos festgehalten und er hat uns Frankreich mit seinen Bildern nahe gebracht. Sein Blick vermittelt uns Nachgeborenen die visuelle Erinnerung an die Veranstaltungen der Ferientage für neue Musik, der Darmstädter Gespräche und an all die überregionalen Ausstellungen in Darmstadt. Es liegt erst drei Jahre zurück, da wurden die Fotos von Pit Ludwig in den orangefarbenen Fotoschachteln zu hunderten seinen Freunden zu kleinen Preisen angeboten und die griffen reichlich zu. Auch das Kunst Archiv gehört zu den Bewahrern des Ludwigschen Fotonachlasses und erwarb viele der prall gefüllten Kästchen. Ein Stapel großformatiger Künstlerporträts weckte die Begehrlichkeit des Archivgründers. Dieses Konvolut musste überraschend das Kunst Archiv nicht kaufen, sondern ein damals ungenannter Mäzen erwarb die Fotos, die z.T. signiert und beschriftet sind und schenkte sie dem Kunst Archiv Darmstadt. Heute ist bekannt, dass über die Vermittlung von Liane Palesch, die über viele Jahrzehnte als der gute Geist in, auf und um die Ziegelhütte wirkte und wirkt, die Sparkasse Darmstadt der großzügige Sponsor war.

Mit diesem Bestand ehrt das Kunst Archiv Pit Ludwig zum 99. Geburtstag, den er am 27. März diesen Jahres hätte feiern können! Es sind Atelierszenen und Künstlerporträts von Helmut Lortz und Bernd Krimmel, Ernst Schonnefeld und Helmut Lander, Pierre Kröger, Emmet Williams, Horst Antes und, und, und. Es ist ein „who is who“ der Darmstädter Kunstszene von ca. 1950 bis ca.1990, eben Künstler unter sich! Die Ausstellung ist Pit Ludwig gewidmet und gleichzeitig ein Dank an den großzügigen Spender: die Sparkasse Darmstadt, die die großformatigen Fotos mit ihrer Schenkung an den richtigen Ort gebracht hat!

Eröffnung: Sonntag 11.00 Uhr in den Räumen des Kunst Archiv


SO 31. MAI 2015

ROMANTIK IM RHEIN-MAIN-GEBIET: FÜHRUNG IM MUSEUM GIERSCH

Die Malerei der Romantik verortet man eher nach Dresden und München oder Heidelberg und Jena, als in den südhessischen Raum zwischen Frankfurt und Darmstadt, Mainz und Wiesbaden, zwischen dem Odenwald und der Schwalm. Eine groß angelegte Ausstellung im Museum Giersch entwirft mit über 150 Kunstwerken das komplexe Panorama einer höchst lebendigen Kunstlandschaft und stellt die engen Korrespondenzen zu einer romantischen Gesellschaft in einer Zeit des Auf- und Umbruchs dar. Allein bei dem Begriff des „Romantischen“ beginnen die Probleme der Definition: Ist es ein kunstgeschichtlicher Stil, eine Weltanschauung oder gar bloße Umschreibung eines Lebensgefühls? Ist es das Bewahrende, was sich zum Biedermeierlichen hin entwickelt oder die glasklare, weitsichtig- philosophische Vision einer neuer Zeit im Politischen wie im Weltanschaulichen? Wie weit sind Novalis und Carl Philipp Fohr von Ludwig Richter, Joseph von Eichendorff und Heinrich Heine entfernt! Die Ausstellung versucht die Vielgestalt der romantischen Kunst zu zeigen. „Künstlerpersönlichkeiten wie Carl Philipp Fohr, Philipp Veit oder Moritz von Schwind prägten die Region in der Romantik. August Lucas, Ludwig Emil Grimm oder Johann Adam Ackermann hinterfragten Traditionen, nahmen neue Motive in den Blick und erhoben die Heimat zur Bildkategorie. In den Porträts von Franz Pfnorr bis zu Edward von Steinle scheint ein neues Ideal des Künstlers auf.“

Durch die Ausstellung führt uns die Kuratorin und intime Kennerin der Kunst des frühen 19. Jahrhunderts, Dr. Mareike Hennig. Sie wird uns, ob der Fülle des Material nicht nur eine Stunde durch die Ausstellung führen, sondern 1 ½ Stunden.

Treffpunkt: 11.00 Uhr Foyer Museum Giersch der Goethe-Universität, Schaumainkai 83, 60596 Frankfurt/M. Eintritt für Nichtmitglieder, für Mitglieder des Kunst Archivs frei, die Führungskosten werden auf alle Teilnehmer umgelegt. (Anmeldung im Kunst Archiv)


SA 13. JUNI 2015

ZWISCHEN ZEICHNUNG UND RAUMINSTALLATION: ATELIERBESUCH BEI MARTIN BRÜGER UND RALF PETERS

Mit unserem Besuch in der Wacker-Fabrik setzen wir die Reihe unserer Atelierbesuche bei Künstlern in und um Darmstadt fort. Was als Wagnis vor knapp 20 Jahren begann, ist heute die gelungene Verwirklichung einer multifunktionalen Konzeption einer aufgelassenen Industrieanlage: Von Anfang an gehörten bildende Künstler ins Konzept mit Galerie, Bühne, Ausstellung und dem Diskurs über aktuelle Kunst. Von Anfang an gab es Künstlerateliers, die wir schon vor 1 ½ Jahrzehnten besucht haben. Auch dieses Mal verbinden wir die Besuche zweier Ateliers miteinander und so sehen wir die neuesten Arbeiten von Ralf Peters und Martin Brüger, die beide von Anfang an zu den Künstlern der Wacker-Fabrik gehörten


Ralf Peters im Atelier; Foto: Künstler

Martin Brüger begegnet Dingen des Alltags so, als ob sie Kunst wären und musealen Kunstwerken mit alltäglicher Beiläufigkeit. Er arbeitet in den Bereichen Objektkunst, Fotografie und Rauminstallation. In seinen oft aus Einrichtungsgegenständen und Haushaltsgeräten und bestehenden Objekten entfernt er durch Umbauten die ursprüngliche Funktionalität, so dass dekonstruierte, abstrahierte Hybridgebilde entstehen, die sich in ihrer Erscheinung zwischen technischen Industriemassenprodukten und minimalistischen Plastiken bewegen. Neuerdings bedient er sich für seine Objektarbeiten auch aus der kuriosen Fundgrube des Autozubehörhandels. In den Objekten wird sowohl die Wirklichkeit der zugeschriebenen Bedeutung und die Funktion von Dingen im alltäglichen Kontext als auch die selbstreferentielle Ernsthaftigkeit minimalistischer und konkreter Kunstformen ironisch hinterfragt.


Martin Brüger im Atelier; Foto: Axel Deus

Ralf Peters ist ein Zeichner oder besser gesagt, ein Zeichentransformator. Er greift gefundene Muster, Zeichen und Linienstrukturen aus dem Alltag auf; das kann die schlangenartige Kringelung eines Gartenschlauches sein, eine gekochte Spaghetti, das Fugenmuster eines Fußbodens oder die Krümmung einer zufällig entstandenen Linie auf einem liegengebliebenen Papier. Mit wechselnden Konzeptionen entwickeln sich daraus Versuchsanordnungen mit offenem Ausgang. Mittels Kurvenlinealen, Schablonen und anderen technischen Zeichenhilfsmitteln bahnt sich die Linie ihren Weg. So entstehen Zeichnungen, Filme, Installationen.

Treffpunkt: 15.00 Uhr, Eingang Wacker-Fabrik, Ober-Ramstädter Straße 96, 64367 Mühltal Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder frei (Anmeldung im Kunst Archiv)


ENDE JUNI 2015

KUNST ARCHIV DARMSTADT: DEPOT KRANICHSTEIN

Seit 1. Januar 2014 verfügt das Kunst Archiv über einen externen Depot-Raum! Das Landratsamt Darmstadt- Dieburg, in Gestalt des Landrats und aller Gremien, haben die ehemalige Bilderkammer der HEAG dem Kunst Archiv Darmstadt als Teildepot für die Sammlungen zur Verfügung gestellt. Der Raum, mit Hänge/Schiebewänden ausgestattet, inzwischen auch mit fünf Graphikschränken, die wir z.T. aus Privatbesitz als Geschenk erhalten haben und Schwerlastregalen, mindert unsere bedrängende Raumnot beträchtlich und wir sind den Verantwortlichen des Landkreises Darmstadt-Dieburg zu großem Dank verpflichtet. In den Räumen ist der Nachlass Esteban Feketes, Teile des umfangreichen Helmut Lortz- Nachlasses, die Bilderschenkung der HEAG und weitere noch unaufgearbeitete Künstlernachlässe und Einzelkunstwerke. Mit unserer ersten Depotöffnung wollen wir unseren Mitgliedern die Bilderkammer und unsere Kunstschätze zeigen!

Termin wird noch bekannt gegeben. Treffpunkt: Landratsamt DA-DI, Kranichstein, Jägertorstraße 207 Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder frei (Anmeldung im Kunst Archiv) Das Kunst Archiv Darmstadt macht vom 4. bis 31. August 2015 Sommerpause.