PROGRAMM 1. HALBJ. 2013

Bis 26 – 04 2013

Kunstgeschenke für das Kunst Archiv


Foto: CKN

Das Kunst Archiv wurde 1984 als Dokumentationsstelle zur bildenden Kunst in Darmstadt und der Region gegründet. Sehr bald erhielt das Kunst Archiv Stiftungen und Schenkungen, Bilder, Plastiken, druckgraphische Blätter und komplette Künstlernachlässe. Aus der großen Kunstsammlung des Archivs zeigen wir, ausgewählt, in der Ausstellung „Geschenkt, gestiftet und erworben“ 60 Kunstwerke, vor allem der 20er und 50er Jahre des 20. Jahrhunderts, die mit den Namen Karl Thylmann, Alfred Springer, Karl Deppert, Annelise Reichmann, Wilhelm Loth, Helmut Lortz, Eberhard Schlotter, Bernd Krimmel, Ernst Vogel, Karl-Heinz Schnabel, aber auch Künstler der Jahre um 2000 wie Thomas Duttenhoefer, Baldur Greiner, Annegret Soltau, Friedrich Höfer, Reinhard Grütz und
Martin Konietschke verbunden sind. Die Ausstellung zeigt die Qualität der Bestände und ist zugleich ein Dank an die Stifter und Schenker. Die Ausstellung ist noch bis zum 26. April 2013 zu den Öffnungszeiten des Archivs zu sehen.


DO 07 – 02 – 2013

Ausstellungsrundgang durch die Kunstsammlung des Archivs

In der gegenwärtigen Ausstellung zeigen wir aktuelle Schenkungen von Kunstwerken, die das Kunst Archiv in den letzten Jahren erhalten hat. Am Beginn unseres Programms für das 1. Halbjahr 2013 steht eine Führung durch die Ausstellung, die rund 60 Kunstwerke quer durch das 20. Jahrhundert umfasst. Die Führung steht unter dem besonderen Aspekt von Sammeln und Bewahren, von Künstlerbeziehungen und Einzelwerk. Claus K. Netuschil führt durch die Ausstellung. Geplant ist eine aktuelle Schenkung an diesem Abend vorzustellen.

Beginn: 19.30 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs
Eintritt: 5 Euro, für Mitglieder frei


DO 28 – 02 – 2013

Die Sanierung des Darmstädter Residenzschlosses im Kontext der baulichen Entwicklung der TU Darmstadt

Das ehemalige Residenzschloss der Landgrafen und Großherzöge von Hessen-Darmstadt hat sich im Laufe seiner über 600-jährigen Baugeschichte von einer bescheidenen Wasserburg zu einer stadtbildprägenden Anlage entwickelt. Im 2. Weltkrieg weitgehend zerstört wurde es bis in die 1960er Jahre hinein wieder aufgebaut. Es beherbergt seitdem überwiegend Einrichtungen der Technischen Universität Darmstadt. Nach dem Auszug der Universitäts- und Landesbibliothek in einen Neubau wird die TU Darmstadt das Schloss in den nächsten Jahren umfassend sanieren und Teilbereiche neuen Nutzungen zuführen.


Fotos: Annette Hochberg, Dezernat Bau und Immobilien, TU Darmstadt

Der Architekt Dipl.-Ing. Thorsten Schmidt leitet das Dezernat Bau und Immobilien der TU Darmstadt und verantwortet seit dem Jahr 2005 die Baumaßnahmen der Universität. In seinem Vortrag wird er über die Sanierung des Schlosses im Kontext der baulichen Entwicklung der TU Darmstadt am Standort Stadtmitte referieren.

Beginn: 19.30 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs
Eintritt: 5 Euro, für Mitglieder frei


DO 07 – 03 – 2013


Annegret Soltau – ich war total suchend

Baldur Greiner, Künstler-Kollege und Ehemann der Foto- und Performance-Künstlerin Annegret Soltau hat Gespräche mit seiner Frau schriftlich festgehalten, die vor allem die Zeitspanne der Kindheit und Jugend umfassen, die durch prägende Erlebnisse den Boden für die künstlerische Arbeit und ein Leben als international agierende Künstlerin bereitete.

ANNEGRET SOLTAU aufgezeichnet von Rainer Lind, Febr. 2013 (c) R. Lind

Der Bildhauer Baldur Greiner beschreibt in dem Buch „Annegret Soltau – ich war total suchend“ die Entwicklung seiner Frau vom einsamen, unverstandenen Kind zur Künstlerin. Unehelich geboren und in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen begann Annegret Soltau schon früh die Suche nach der eigenen Identität und bahnte sich allen Widerständen trotzend ihren Weg. Man lernt begreifen, wie Annegret Soltau in ihrem Werk die Empfindungen bändigt, einspannt und vernäht. Die Fäden und Linien werden zu Lebensspuren, die das Selbst nicht mehr verhüllen, sondern total offenlegen.


Abbildung: Weststadt Verlag, Darmstadt

Das umfangreiche Buch mit zahlreichen Abbildungen ist im Weststadt-Verlag Darmstadt erschienen, mit dem gemeinsam das Buch im Kunst Archiv vorgestellt wird. Die Verlegerin Isolde Nees, die Künstlerin, der Autor und Claus K. Netuschil vom Kunst Archiv gehen im Gespräch den Lebensspuren von Annegret Soltau nach.

Beginn: 19.30 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs
Eintritt: 5 Euro, für Mitglieder frei


SO 17 – 03 – 2013

Frühling lässt sein blaues Band …“: Frühlingserwachen!

Wie jedes Jahr begrüßen wir nach der Winterpause und grauer Wetter-Welt den Frühling im Kunst Archiv mit einem Treffen der Kunst- und Kulturschaffenden, den Kulturvermittlern in öffentlichen und privaten Institutionen und Vereinen und allen Kunstinteressierten in und um Darmstadt.

Das Frühlingserwachen ist gedacht als ein Forum der Begegnung und des Gesprächs aller Kulturbereiche. Ein spannungsreiches Programm begleitet, neben den Reden, und kleinem Imbiss, den Tag von 11.00 bis 15.00 Uhr. Das Frühlingserwachen findet in den Räumen des Kunst Archivs statt.

Parallel ist im Vortragsraum des Kennedy-Hauses die Foto-Ausstellung „Nadine Bracht – Have a good one!“ der Darmstädter Tage der Fotografie zu sehen.
DO 04 – 04 – 2013

29. Jahreshauptversammlung

Zum 29. Mal versammelt sich die immer größer werdende Schar der Mitglieder, um über Ziele, Entwicklungen, Planungen und Reisen des Kunst Archivs zu sprechen.

Der Vorstand gibt Rechenschaft über das abgelaufene Jahr und der Schatzmeister gibt Auskunft über die Finanzlage unserer Vereinigung. Danach stellt der Verstand das Jahresprogramm vor. Wir freuen uns über einen regen Gedankenaustausch.

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung interpretieren Mitglieder des Kunst Archivs einzelne Kunstwerke der laufenden Ausstellung „Geschenkt, gestiftet und erworben“.

Beginn: 19.00 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs


DO 18 – 04 – 2013

Bruder Affe“ – Betrachtungen zur Tierplastik

Tierplastik hatte vor allem in der Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts einen großen Stellenwert in der bildenden Kunst. Der Bildhauer Prof. Thomas Duttenhoefer, selbst Gestalter von Stier, Katze und Tierfragmenten erläutert in seinem bebilderten Vortrag anhand von Beispielen des 19. bis 21. Jahrhunderts die Faszination der Tierplastik. So wie die Darstellung des Menschenbildes besitzt die Verbildlichung des Tieres in der Bildhauerei der vergangenen 200 Jahre bleibende Aktualität. Die unterschiedlichen Interpretationen, Annäherungen und künstlerischen Realisierungen von Rembrandt Bugatti über Henri Gaudier-Breska bis hin zu August Gaul und Ewald Mataré zeigen die große Vielfalt des Phänomens Tier!

Beginn: 19.30 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs
Eintritt: 5 Euro, für Mitglieder frei


SA 25 – 05 – 2013

Pützer, Koban und andere: Die Gartenstadt in Buchschlag

Unsere Frühjahrs-Kunstreise führt uns in diesem Jahr nach Buchschlag, nur wenige Kilometer von Darmstadt entfernt. Buchschlag ist der jüngste der fünf Dreieicher Stadtteile. Kurz nach der Jahrhundertwende 1900 entstand an der Bahnstrecke zwischen Darmstadt und Frankfurt auf Anregung und Initiative des Kaufmanns Jakob Latscha eine Wohnkolonie im Grünen.

Namhafte Architekten der Zeit wie Friedrich Pützer, Wilhelm Koban, Ludwig Bernouilly und Alois Beck gestalteten zwischen 1905 und 1915 ein zusammenhängendes, gut erhaltenes und heute denkmalgeschütztes Jugendstil-Villenensemble, um Stadtbewohner zurück zur Natur zu führen. Die Villenkolonie zählt heute zu den größten geschlossenen Siedlungen der sogenannten Gartenstadt-Bewegung am Beginn des 20. Jahrhunderts.

Der erste Bürgermeister war ab 1913 der Schriftsteller und Leipziger Studienkollege von Großherzog Ernst Ludwig, Rudolf G. Binding.

Geplant sind eine ausführliche Führung durch die Gartenstadt, der Besuch einzelner Häuser mit einer Binding-Lesung, ein Atelierbesuch bei der Malerin Gloria Brand und ein Abstecher nach Dreieich.

Voraussichtlich erfolgt die Fahrt mit dem Bus. Bitte melden Sie sich bis 30. März an, damit wir besser planen können. Einen genauen Tagesverlauf erhalten Sie im Vorfeld zu unserem Kunsttag.


DO 06 – 06 – 2013

Horst Dieter Bürkle: Das Finden der Bilder – Buchvorstellung und Filme

Horst Dieter Bürkle, der zu den Gründern des Darmstädter Filmclubs gehörte, Vorstandsmitglied im Kunst Archiv war und zur Geschäftsführung der Darmstädter Sezession gehört, hat in einem umfangreichen Buch Wege seines künstlerischen Schaffens in Wort und Bild nachgezeichnet: Von einem der auszog, seine Bilder zu finden.

„Spielwiesen“ nennt er das Terrain seines Kunstmachens im Film, der Fotografie, der plastischen und installativen Arbeiten. Dr. Roland Held würdigt in einem Vorwort die Arbeit des vielfältigen Künstlers.

An diesem Abend wird nicht nur das Buch, das im Justus von Liebig Verlag Darmstadt erschienen ist, im Kunst Archiv vorgestellt, sondern auch Filme gezeigt, die z.T. gemeinsam mit Otto Horn entstanden sind, so „Calanda“, ein Film der mit eindrucksvollen Bildern an den 100. Geburtstag des Filmers Luis Bunuelerinnert und einen Film über Maschinentheater.

Beginn: 19.30 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs
Eintritt: 5 Euro, für Mitglieder frei


SO 23 – 06 – 2013

Der weibliche Blick – Künstlerinnen in Darmstadt 1880 bis 1930

Die große Jahresausstellung des Kunst Archivs beschäftigt sich mit einem in Darmstadt fast vergessenen Thema: Künstlerinnen in Darmstadt, im weiten Umfeld der Jahrhundertwende um 1900. Die Ausstellung, die am Sonntag, 23. Juni 2013 von Agnes Schmidt und Claus K. Netuschil eröffnet wird, ist eine gemeinsame Veranstaltung des Kunst Archivs mit der Luise Büchner Bibliothek Darmstadt.

Künstlerisch schaffende Frauen hatten vor 100/150 Jahren kaum eine Chance ihr künstlerisches Talent auszuleben. Es gab kaum Möglichkeiten der Ausbildung und des Studiums, ebenso war die Ateliersituation für Frauen extrem schwierig.

In Darmstadt gab es Frauen, die in vielerlei Hinsicht arbeiteten, die ein Selbstbewusstsein als Künstlerin entwickelten, bedeutende Werke schufen und damit ihren Beitrag zur darmstädter und deutschen Kunstgeschichte leisteten so z.B. Anna Beyer, Ali Bonte-Lichtenstein, Anna Bornemann, Meta Deutsch, Paula Endner, Luise Federn-Staudinger, Elisabeth Freund-Fischer, Clara Grosch, Hermione von Preuschen, Annelise Reichmann, Mathilde Stegmayer, Gertrud Ulmann, Christa Winsloe.

Viele der Künstlerinnen sind in Vergessenheit geraten, die Biographien sind kaum mehr nachzuzeichnen und ihre Werke oft genug verschollen. Es erforderte viel Spürsinn und oft auch Glück im Finden von Lebens- und Werkspuren, die wir in der Ausstellung und im begleitenden Katalogbuch vorstellen: Malerinnen und Bildhauerinnen, Graphikerinnen und Bühnenbildnerinnen, Fotografinnen und Künstlerinnen , die auf hohem künstlerischen Niveau, Stickereien, Gobelins und textile Wandbilder gefertigt haben

Die Ausstellung ist bis Ende Oktober in Räumen des Kunst Archivs zu sehen und wird von einem umfangreichen Parallelprogramm im zweiten Halbjahr 2013 begleitet.

Eröffnung: Sonntag, 23. Juni 2013, 11 Uhr


FR 28 – 06 – 2013

Dem Kennedyhaus zum 60. Geburtstag: Text, Musik, bildende Kunst – Lesen, Essen, Tanzen

Im Januar 1953 wurde das Amerikahaus eröffnet und avancierte schnell zu einem der wichtigsten Orte der Nachkriegskultur in Darmstadt. Ausstellungen fanden statt, Diskussionen und Musikveranstaltungen und eine große Bibliothek zeitgenössischer, überwiegend amerikanischer Literatur stand den Darmstädtern zur Verfügung. 1965 erfuhr das Haus eine Umbenennung und erinnerte fortan an den 1963 ermordeten amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, um vor rund 15 Jahren die weithin sichtbare erneute Umbenennung in „Literaturhaus“ zu erfahren.

Über 20 Vereine zur Literatur, Kunst, Musik, Fotografie und Philosophie sind heute in dem Haus vereint und gestalten ein vielfältiges und reiches Programm. Das Kunst Archiv Darmstadt mit Bibliothek, Sammlung, Ausstellungsräumen und Büros gehört seit 1998 zum festen Bestand der privaten Kulturinstitutionen.

An diesem Tag stellt sich das Kunst Archiv, so wie alle Institutionen und Vereinigungen ab 16 Uhr in jeweils ihren Räumlichkeiten vor und informiert über seine Arbeit und Bestände. Alle ehrenamtlichen Mitarbeiter des Kunst Archivs freuen sich über reges Interesse und einen reichen Besuch der Mitglieder aber auch derer, die das Kunst Archiv kennenlernen möchten.

Um 18 Uhr beginnt, nach einer Begrüßung des Oberbürgermeisters Jochen Partsch, die Jubiläumsfeier mit Lesungen, Konzerten und Tanz.

Das vollständige Programm als PDF zum downloaden —>>>