PROGRAMM 1. HALBJ. 2012

Bis 04 – 03 – 2012

Ausstellung: Entlang des Fadens
Das Textile als Medium der zeitgenössischen Kunst

Nach der Weihnachtspause öffnet das Kunst Archiv am 10. Januar 2012 und ist danach wieder zu den üblichen Zeiten, auch an dem inzwischen eingeführten langen Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Die im Oktober 2011 eröffnete Ausstellung, die sich mit dem Textilen als Medium der zeitgenössischen Kunst anhand von 20 Positionen auseinandersetzt, ist bis zum 4. März 2012 zu sehen.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Startseite —>>>

MI 25 – 01 – 2012

Textilien für Gott
Besuch in der Paramenten-Werkstatt des Elisabethenstift Darmstadt

Am Mittwoch, 25. Januar 2012, um 18.30 Uhr findet eine Führung mit der Werkstattleiterin der Textilwerkstatt Elisabethenstift und Künstlerin Marie-Luise Frey statt.

Die Textilwerkstatt Elisabethenstift in Darmstadt stellt seit 120 Jahren künstlerisch gestaltete Textilien für den Kirchenraum her. Im Mittelpunkt der Arbeiten standen zunächst Antependien für Kanzel und Altar als traditionelle Orte der Paramentik. Heute sucht die Textilwerkstatt Elisabethenstift im Dialog mit der Gemeinde, den Künstlern und den Architekten, den gesamten Kirchenraum für die textile Gestaltung zu erschließen – wozu auch Stolen in den liturgischen Farben gehören. Die Textilwerkstatt im Elisabethenstift ist eine der wenigen Ausstellungsstätten für Paramentik in der Bundesrepublik und bildet seit mehr als 40 Jahren in dreijähriger kunsthandwerklicher Ausbildung zur Handstickerin aus.

Treffpunkt: 18.30 Uhr, Prinz-Christians-Weg 11
Wir bitten auf alle Fälle um Anmeldung, da die Teilnehmerzahl auf 10 Personen begrenzt ist. Gegebenenfalls wird es eine zweite Gruppe mit 10 Teilnehmern geben. Anmeldung unter: Tel. 06151 291619 oder kunstarchivdarmstadt@t-online.de
Der Eintritt ist frei; wir bitten um eine Spende.

DO 09 – 02 – 2012

Wolle und Faden, Nadel und Garn
Künstlerisches Arbeiten mit textilem Material

Parallel zu unserer Ausstellung „Entlang des Fadens – Das Textile als Medium der zeitgenössischen Kunst“ zeigt das Kunst Archiv einen Film von der Aktion „Ver-Bindungen“ von Annegret Soltau, die 1976 im Hessischen Landesmuseum stattgefunden hat. Der Film bildet die Folie zu einem Werkstatt-Gespräch mit einem Teil der beteiligten Künstler über das Textile als Medium in der zeitgenössischen Kunst.

In der Gesprächsrunde, die von der Künstlerin und Kunstwissenschaftlerin Denise Bettelyoun moderiert wird, wollen wir dem Interesse der zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstler am Material und an der Technik des Textilen nachspüren.
Ihre Beteiligung an der Diskussion haben bereits Annegret Soltau, Dina Rautenberg und aus Berlin Birgit Cauer zugesagt. Weitere Künstler sind angefragt.

Film und Werkstatt-Gespräch finden in den Räumen des Kunst Archivs inmitten der Ausstellung statt.

Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt: 5 Euro, für Mitglieder frei

SO 19 – 02 – 2012

Führung durch die Ausstellung
Entlang des Fadens – Das Textile als Medium der zeitgenössischen Kunst

20 Positionen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die sich mit textilen Materialien und Techniken künstlerisch auseinandersetzen, stehen im Zentrum der Führung durch die Ausstellung. Von Werk zu Werk, gleichsam „entlang des Fadens“, wird eine Ikonographie herausgearbeitet und die Grundlagen der textilen Techniken und Materialien anhand der ausgestellten Arbeiten vermittelt. Durch die Ausstellung führt die Mitkuratorin Denise Bettelyoun, die mit eigenen Arbeiten vertreten ist.

Beginn: 15.00 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs
Eintritt: 5 Euro, für Mitglieder frei

SO 04 – 03 – 2012

Frühlingserwachen
Kulturtreff und Ausstellungs-Finissage

Der zum „Frühlingserwachen“ gemauserte Neujahrsempfang erfreut sich jedes Jahr großer Beliebtheit. In diesem Jahr fällt der große Kulturtreff mit dem Ende unserer Ausstellung „Entlang des Fadens“ zusammen, die dem Textilen als Medium der zeitgenössischen Kunst gewidmet ist, also: Finissage und Frühlingserwachen in einem!

Zur Begrüßung spricht Oberbürgermeister Jochen Partsch (angefragt). Dr. Philipp Gutbrod, der neue Kurator am Institut Mathildenhöhe, wird über Positionen zum Darmstädter Kulturgeschehen sprechen, und der 1. Vorsitzende des Kunst Archivs, Claus K. Netuschil, wird Stationen der Vereinigung in die Zukunft hinein verbalisieren: Enthusiasmus, Engagement und unbegrenzte Liebe zur Kunst aller Beteiligten stehen Raumnot, Geldmangel und Künstler-Nachlass-Flut entgegen. Das Frühlingserwachen ist ein Forum der Begegnung und des Gesprächs für Kulturschaffende aller Bereiche, der Literatur, des Theaters, der Musik und der bildenden Kunst und soll Kulturträger, Künstler und Kunstinteressierte der Stadt zusammenführen.

Für ein spannungsreiches Begleitprogramm und das leibliche Wohl ist gesorgt.

Beginn: 11.00 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs

SO 25 – 03 – 2012

Mythos und Form
Ausstellung zum 100. Geburtstag von Georg von Kovats

Er gehört zu den schillerndsten Gestalten der Darmstädter Kunstszene nach dem Zweiten Weltkrieg: Georg von Kovats befruchtete und regte wie kaum ein anderer mit seinem Werk und seiner Persönlichkeit die Kunstszene Darmstadt der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts an.


Georg von Kovats, Harpye, Bronze, 1971/72

Das Kunst Archiv Darmstadt zeigt anlässlich des 100. Geburtstags des Bildhauers eine umfangreiche Retrospektive. Die Ausstellung, die in den Räumen des Kunst Archivs stattfindet und fast fünf Monate zu sehen sein wird, gibt einen großen Überblick über das bedeutende plastische Werk von Georg von Kovats im Kontext seiner europäischen Anbindung innerhalb der Skulptur des 20. Jahrhunderts.
Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem plastischen Werk mit rund 30 bis 40 kleineren und mittleren Arbeiten. Geplant ist zusätzlich, auf einem begrünten Platz vor dem Kennedyhaus drei Großplastiken, geordnet als rhythmische Gruppe, aufzustellen.

Parallel zur Ausstellung der Bronzeplastiken, Holz- und Steinskulpturen, werden frühe Zeichnungen und Entwürfe und freie malerische Arbeiten seit den fünfziger Jahren zu sehen sein. Eine Vitrinen-Ausstellung mit Fotos, Dokumenten zu Leben und Werk, Skizzenbüchern, Briefwechsel und anderem biographischem Material wird die Ausstellung dokumentarisch abrunden.

Weitere Informationen zu dieser Ausstellung —>>>

DO 12 – 04 – 2012

28. Jahreshauptversammlung

Wie jedes Frühjahr steht im Kunst Archiv Darmstadt die turnusmäßige Jahreshauptversammlung an. Der Vorstand gibt Rechenschaft über das abgelaufene Jahr, und der Schatzmeister gibt Auskunft über die Finanzlage der Vereinigung. Danach stellt der Vorstand das Jahresprogramm und die Zukunftsperspektiven des Archivs vor. In diesem Jahr wird, wie alle zwei Jahre, der Vorstand neu gewählt.
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung führt der Bildhauerkollege Thomas Duttenhoefer durch die Kovats-Ausstellung, die dem Künstler zum 100. Geburtstag gewidmet ist. Bei gleicher Gelegenheit freuen wir uns auf einen regen Gedankenaustausch mit unseren Mitgliedern.

Beginn: 19.00 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs

DO 03 – 05 – 2012

Positionen der Bildhauerei im 20. Jahrhundert
Vortrag von Frau Prof. Christa Lichtenstern

Als Parallelveranstaltung zu unserer Ausstellung „Georg von Kovats – Mythos und Form“ wird die Berliner Kunsthistorikerin Frau Prof. Christa Lichtenstern über die großen Entwicklungslinien der Bildhauerei im 20. Jahrhundert sprechen. Im Mittelpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit steht das Skulpturale im künstlerischen Schaffen der Moderne. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich intensiv mit dem bildnerischen Schaffen von Ossip Zapkine und verfasste gerade ein substantielles Buch zum Werk Henry Moores.


Georg von Kovats

Ein Schwerpunkt des bebilderten Vortrags wird auf dem Biomorphismus in der Skulptur zwischen Zatkine und Moore, Giacometti und Arp liegen. In diesem Spannungsfeld verortet sie die eigenständige plastische Arbeit Georg von Kovats.
Im Rahmen ihrer akademischen Arbeit betreut Frau Prof. Lichtenstern eine Dissertation über die bildhauerische Werk des Künstlers.

Beginn: 19.30 Uhr in den Räumen des Kunst Archiv
Eintritt: 5 Euro, für Mitglieder frei

SA 19 – 05 – 2012

Opel-Villen, Technik-Museum und Künstlertreff
Museumstag in Rüsselsheim

An unserem diesjährigen Museumstag besuchen wir die Opel-Stadt Rüsselsheim, eine Stadt der Mobilität. Nachdem der Unternehmer Adam Opel in Rüsselsheim Nähmaschinen und Fahrräder herstellte, produzierten seine Söhne schließlich Autos.
Bezüge zur Industriekultur sind in Rüsselsheim durch zahlreiche Bau- und Kunstwerke erlebbar. Aus der Autostadt Rüsselsheim ist auch eine Stadt der Kunst und Kultur geworden.


Opelvillen. Foto: Frank Möllenberg

Geplant sind eine Stadtführung und ein Rundgang auf der geschichtsträchtigen Festung Rüsselsheim. Im Festungskeller ist ein Mittagessen vorgesehen. Ein Besuch der Opel-Villen darf nicht fehlen. Dort werden wir uns die Sammlung Spierer, eine bedeutende Kollektion skulpturaler Kunst des 20. Jahrhunderts, die bis zur Wiederöffnung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt auf Reisen ist und in Rüsselsheim Station macht, sehen. In den Opel-Villen ist ein Gespräch mit der Gründungsleiterin und Kuratorin des Hauses, Dr. Beate Kemfert, vorgesehen. Neben dem Besuch der historischen Opel-Hallen und des Technik-Museums ist auch der Besuch eines Künstler-Ateliers geplant.

Die Kosten für den Museumstag betragen für Mitglieder 45 Euro, für Nicht-Mitglieder 58 Euro. Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung.

SA 02- 06 – 2012

Zeichnung als Zentrum
Atelierbesuch bei Serena Amrein

Die Reihe der Atelierbesuch bei Künstlern, die Darmstadt und der Region arbeiten, leben immer aus dem Spannungsmoment des ersten Eindrucks! Arbeitsweise und Prozesshaftigkeit offenbaren sich oft spontan und im ersten Blick, ebenso Lebensumfeld und Positionierung zur Kunst, der eigenen wie der historischen Dimension der Kunstgeschichte.

Serena Amrein, die seit dem Millenniumsjahr 2000 in Darmstadt lebt, wurde 1964 in der Schweiz geboren. Nach der Schulzeit in Zürich übersiedelte sie 1991 nach Berlin und erhielt 1994/95 das Stipendium Cité internationale des Arts, Paris. Ein Studienaufenthalt führte sie 2004 für drei Monate nach Marokko. Serena Amrein versteht sich als konzeptuell arbeitende Künstlerin, deren Ausdrucksmittel die Zeichnung ist, als Instrument der Welterkenntnis und um das Sichtbare in „ästhetische Gesetze“ von Linie und Raum zu fassen.

Claus K. Netuschil moderiert den Atelierbesuch bei der Künstlerin, die zu den bemerkenswertesten „Neuzugängen“ der Darmstädter Kunstszene gehört.

Beginn: 15 Uhr, Anmeldung erforderlich!
Treffpunkt: Frankfurter Strasse 24
Eintritt: 5 Euro, für Mitglieder frei

Das vollständige Programme als PDF zum Download —>>>