PROGRAMM 1. HALBJ. 2010

DO 04. 02. 2 0 1 0

Letzte Führung durch die Jubiläumsausstellungen

Noch bis zur Jahreshauptversammlung hängt der überwiegende Teil der drei Ausstellungen, die einen wichtigen Aspekt unserer Jubiläumsfeiern zum 25jährigen Bestehen ausmachten.

25 x 25: Mit quadratischen Kunstwerken gratulierten uns Darmstädter Künstler und aus aller Welt erreichte uns Kunst per Post. Die zweite Ausstellung ist einer besonderen Kunstform, der MailArt, gewidmet. Die Dritte versammelte ganz unterschiedliche Arbeiten, Druckgrafik, Ölbilder, Zeichnungen, Fotos etc., die das Archiv in den letzten beiden Jahren als Schenkungen und Stiftungen erhielt: Von Joseph Hartmann über Ferdinand Barth, Wilhelm Philipp, Pierre Kröger und Helmut Lortz bis zu Etzel Klomsdorf, Thomas Duttenhoefer, Gerd Winter und Annegret Soltau. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Künstler- und Atelierfotos. Durch die Ausstellung, die nur einen kleinen Teil dessen zeigt, was das Kunst Archiv Darmstadt an Schätzen birgt, führt Claus K. Netuschil.

Beginn: 19.00 Uhr
Treffpunkt: In den Räumen des Kunst Archivs.
Eintritt: Für Nicht-Mitglieder 5 Euro, für Mitglieder frei

SA. 27. 02. 2010

Mathildenhöhe Darmstadt: Führung durch die Joseph Maria Olbrich-Ausstellung

Unser Mitglied Renate Hoffmann führt die Mitglieder des Kunst Archivs durch die gerade eröffnete Ausstellung zum Werk des bedeutenden Jugendstil- Architekten, Kunsthandwerkers und  Designers Joseph Maria Olbrich (1867 – 1908). Die Ausstellung mit dem Untertitel „Architekt und Gestalter der frühen Moderne“ will die Vielgestaltigkeit und weitreichende, immense Arbeitsleistung des mit 40 Jahren gestorbenen Wie ner Künstlers darstellen, dessen Sezessionsgebäude in Wien eine Architektur- Inkunabel der Moderne ist. Darmstadts Aufbruch in die Welt des 20. Jahrhunderts ist ohne Joseph Maria Olbrich nicht denk bar. Er ist die prägende Gestalt der Künstlerkolonie, die das „Projekt Mathildenhöhe“ künstlerisch entwic kelt und umgesetzt hat. Die Ausstellung, die nach Darm – stadt in Wien zu sehen sein wird, soll die europäische und die weltweite Bedeutung Olbrichs für die Architektur und das Kunsthandwerk des 20. Jahrhunderts sichtbar machen.

Beginn: 15.30 Uhr
Treffpunkt: Im Foyer des Ausstellungsgebäudes auf der Mathildenhöhe

Eintritt: Für Nicht-Mitglieder 8 Euro/ermäßigt 6 Euro, für Mitglieder frei

DO 11. 03. 2010

Jahreshaupversammlung

Nach den Neuwahlen, die in diesem Jahr anstehen, wird ein neuer Vorstand die Geschicke des Kunst Archivs bestimmen. Dabei soll die Zahl der Vorstandsmitglieder erheblich erweitert werden, damit die Diskussion über Aufgaben und Ziele, über Veranstaltungen und Ausstellungen des Archivs auf breiter Basis konstruktiv fortgeführt werden kann.


Ruth Wagner

Eine Einladung mit der Tagesordnung wird rechtzeitig versandt. Wir hoffen auf rege Beteiligung aus dem Mitgliederkreis und auf gute Gespräche.
Beginn: 19.00 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs im Literaturhaus
DO 25. 03. 2010

Der Meisterschüler Olbrichs:

Vortrag über Friedrich Wilhelm Jochem Parallel zur Olbrich-Ausstellung auf der Darmstädter Mathildenhöhe richtet das Kunst Archiv den Fokus auf dessen Meisterschüler Friedrich Wilhelm Jochem (1881 – 1945), dem das Archiv vor 10 Jahren eine umfangreiche Ausstellung widmete. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule arbeitete Jochem in der Gründungs- und Aufbauphase von 1899 bis 1903 im Atelier von Joseph Maria Olbrich in Darmstadt als dessen Meisterschüler und erster Assistent mit. Nach Architekturaufträgen u.a. bei Wilhelm Kreis in Dresden und vielen Studienreisen war er von 1912 bis 1922 Direktor der Badischen Kunstgewerbeschule in Pforzheim und von 1922 bis 1937 Direktor der Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Hannover. Ab 1913 gehörte er zu den Mitgliedern des Deutschen Werkbundes. 1945 starb er in Langen, wohin er 1938 übersiedelte.


Wertvolles und seltenes Fotodokument aus dem Bestand des Kunstarchivs:
Joseph Maria Olbrich im Kreis aller Gründungsmitglieder der Künstlerkolonie und seiner Mitarbeiter.
Untere Reihe, rechts: Friedrich Willhelm Jochem, darüber Joseph Maria Olbrich

Es ist uns gelungen, den städtischen Denkmalpfleger der Stadt Pforzheim, Dr. Christoph Timm, zu gewinnen, über den Architekten und Kunsthandwerker Friedrich Wilhelm Jochem im Kunst Archiv einen Vortrag mit Lichtbildern zu halten. Eigens für den Vortrag kommt Dr. Timm nach Darmstadt. In seiner Einführung wird Claus K. Netuschil über die „Rettung“ des Nachlasses von Friedrich Wilhelm Jochem, der sich im Kunst Archiv befindet, berichten.

Beginn: 19.00 Uhr im Vortragsraum des Literaturhauses
Eintritt: Für Nicht-Mitglieder 5 Euro, für Mitglieder frei
SA. 10. 04. 2010

Grabsteinkunst und Künstlergräber: Führung über den Alten Friedhof

Unser Mitglied Udo Steinbeck, der in den vergangenen Jahren mit viel Sachkenntnis
und anekdotisch gewürzt zahlreiche Rundgänge durch Darmstadt und über die
Darmstädter Friedhöfe veranstaltet hat, führt die Mitglieder des Kunst Archivs über
den Alten Darmstädter Friedhof am Herdweg.
Dieser „Gottesacker“ ist seit vielen Generationen Ruhestätte von bedeutenden Darmstädter Künstlern, Gelehrten, Schriftstellern und wichtigen Persönlichkeiten der Darmstädter und Hessischen Geschichte.Heinrich von Gagern fand hier seine letzte Ruhe, ebenso wie Landgraf Ludwig von
Hessen und der Oberbürgermeister Albrecht Ohly. Auch der Dichter Gottfried
Schwab, der Komponist Friedrich von Flotow und der Maler August Lucas sind auf dem Alten Friedhof begraben.Beginn: 15.00 Uhr, Treffpunkt Trauerhalle Alter Friedhof, Herdweg
Dauer: ca. 2 Stunden
Eintritt: Für Nicht-Mitglieder 5 Euro, für Mitglieder frei

FR 23. – 25. 04. 2010

Jetzt – Die erzählte Zeit: 6. Darmstädter Tage der Fotografie

Die Darmstädter Tage für Fotografie sind 2004 aus einer Initiative von Fotografen entstanden. Inzwischen zählt das Internationale Festival, an dem regelmäßig auch das Kunst Archiv teilnimmt, zu den wichtigsten deutschen Fotoereignissen. Motto und Thema der diesjährigen Fototage sind im Titel „Jetzt – Die erzählte Zeit“ formuliert. Zeit als zentraler Begriff der Fotografie beinhaltet sowohl den technischen Aspekt der Bilderzeugung als auch die inhaltliche Übertragung von Zeit in ein Bild. Durch Beobachtung und Interpretation wird das Zeitgeschehen erfasst und bildhaft festgehalten: Als au – thentischer, erzählter oder inszenierter Moment, oder als zeitlose, verdichtete epische Erzählung. Zeit ist ewig und – jetzt ist irgendwie immer!

Die Verantwortlichen der Fototage haben für die Ausstellung im Kunst Archiv zwei Künstlerinnen ausgewählt, die sich mit Erinnerung, mit gespeichertem Zeitgeschehen und Archivierung auseinandersetzen und zu sehr schlüssigen Ergebnissen kommen, die weit über das nur Bildhafte hinausweisen und auf eine gesellschaftliche und politische Ebene führen.

Die Berliner Künstlerin Tina Bara beschäftigt sich gemeinsam mit Alba D’Urbano mit der „Zirkulation von Fotografie und einer Gruppe von Frauen, die in der DDR mit performativen und politischen Aktionen oppositionelle Meinungen in Bezug zur Militarisierung der sozialistischen Gesellschaft formulierten“. Sehr persönliches, intimes Fotomaterial landete, unrechtmäßig angeeignet durch die Staatssicherung, im Archiv der BstU-Behörde, wo es heute noch aufbewahrt wird. „Die Arbeit thematisiert einerseits die Kontextverschiebung und die Wirksamkeit von Fotografien, die als private Erinnerungsfotos politisch gelesen wurden und in die Hände der Staatssicherheit gelangten, um dann vom Kunstkontext vereinnahmt zu werden.“

Lale Camek, die in Köln lebt und arbeitet, ordnet in ihrer Arbeit Einzelschicksale in ein Raster und will damit den Wandel durch Zeit sichtbar machen. Inspiriert durch den Fund alter Dokumente und Fotografien ist diese Arbeit über türkische Migranten entstanden. Mit den „Erinnerungsfotos“ erzählt die Fotografin schlaglichtartig Geschichten aus dem Leben der dargestellten Menschen.

Das Kunst Archiv ist während der Fototage vom 23. bis 25. April, am Samstag und Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.SA 15, 05. 11. 2010

Museumstag in Erbach und Michelstadt

Der diesjährige Museumstag führt uns erneut in den malerischen Odenwald. Wir
fahren mit dem Bus in die Städte Erbach und Michelstadt mit ihren reichen Sammlungen
und Kunstschätzen. Das neubarocke Erbacher Schloss bewahrt die wertvollen
Sammlungen des Grafenhauses zu Erbach-Erbach. Die Sammlungen des erst vor kurzer
Zeit vom Hessischen Staat übernommenen Schlosses wurden neu geordnet und
erstrahlen in neuem Glanz. Ziel wird auch das Deutsche Elfenbein-Museum sein, dessen
Schauräume ebenso neu konzipiert und gestaltet wurden.

In Michelstadt wird sich ein Stadtrundgang anschließen und wir besuchen das
Odenwald- und Spielzeugmuseum in der Kellerei. Dort werden wir Kunstwerke von
Fritz Kredel, Jan Holschuh, Hermann Tomada, Albrecht Glenz, Heinz Hindorf und
HO Müller-Erbach sehen. Geplant ist darüber hinaus der Besuch eines Künstlers in
seinem Atelier.

Das reiche Programm wird kulinarisch unterbrochen von einem gemeinsamen Mittag -
essen und einer nachmittäglichen Kaffeepause.

Die Kosten für die Tages-Kunstreise, die um 8.30 Uhr beginnt (Treffpunkt wird noch
bekannt gegeben) und gegen 19.00 Uhr endet, betragen ca. 45 Euro. Das genaue
Programm geht Ihnen nach Ihrer verbindlichen Anmeldung zu.

SA 12. 06. 2010

Atelierhaus Darmstadt: Zu Gast im neuen Künstlerhaus

Seit letztem Jahr besitzt Darmstadt ein neues Atelierhaus für acht Darmstädter Künstler. Das ehemalige Schulhaus in der Riedeselstraße 15, direkt neben der Loge (Moller- Haus), wurde großzügig umgebaut und renoviert und bietet den Malern, Bildhauern und Objektemachern Katrin Beger-Merla, Bernhard & Meyer, Wolfgang Blauert, Vera Fles-Schönegge, Jaró, Gehard Roese, Georg Schrabeck und Brigitte Satori Constantinescu große und helle Arbeitsräume. Zudem hat der BBK Landesverband Hessen e.V. und der BBV Regionalverband Darmstadt e.V. seinen Sitz im neuen Atelierhaus.

Im Gespräch mit den Künstlern – fünf haben bis zur Drucklegung ihre Anwesenheit fest zugesagt – geht es jeweils um ihr eigenes Werk, aber auch um deren Lebens- und Arbeitssituation in Darmstadt und die noch kurzen Erfahrungen über die Möglichkeiten des Atelierhauses.

Zu diesem Termin bitten wir um Anmeldung im Kunst Archiv, Tel. 06151/291619. Treffpunkt: 15.00 Uhr im Garten des Atelierhauses, Riedeselstr. 15 Eintritt: Für Nicht-Mitglieder 5 Euro, für Mitglieder frei

Das gesamte Programm als PDF —>>