PROGRAMM 1. HALBJ. 2008

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EMIL STUMPP (1886-1941) EIN PORTRÄTIST SEINER ZEIT

Eine Epoche im Porträt stellt der Maler und Zeichner Emil Stumpp (1886-1941) dar: Künstler, Schriftsteller, Musiker, Wissenschaftler und Politiker der zwanziger und dreißiger Jahre. Rund 6000 Bildnisse von Menschen, die ihrer Zeit das Gepräge gaben, hat Emil Stumpp direkt vor seinen Modellen geschaffen. Rund 80 Blätter sind als Leihgabe aus dem Nachlass und dem Stadtarchiv Darmstadt im Kunst Archiv zu sehen. Stumpp ließ seine Bildnisse von den Dargestellten mit deren Signum gleichsam autorisieren. Hohe Porträtähnlichkeit und künstlerische Einfühlung haben Bildnisse von großer Eindringlichkeit entstehen lassen. Emil Stumpp besuchte öfters Darmstadt um hier Porträts berühmter Zeitgenossen zu zeichnen. In Darmstadt hatte er 1929, vor 80 Jahren also, eine seiner ersten Ausstellungen.

EMIL STUMPF

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JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Turnusmäßig lädt das Kunst Archiv Darmstadt seine Mitglieder sehr herzlich zur 24. ordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag, 20. März 2008 um 18:30 Uhr in die Räume des Kunst Archivs ein. Jahresrückblick, der Bericht des Schatzmeisters, die Wahl des neuen Vorstands und die Vorschau auf die kommenden Veranstaltungen stehen auf dem Programm. Wie jedes Jahr bitten wir unsere Mitglieder um rege Teilnahme, um Entscheidungen mit zu tragen und ins Gespräch mit den anderen Mitgliedern zu kommen.

FÜHRUNG DURCH DIE EMIL STUMPP-AUSSTELLUNG

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung wird Claus K. Netuschil, der Kurator der Ausstellung, durch die Bilderwelt Emil Stumpps führen. Zu jedem gezeichneten Porträt gibt es die persönliche biographische Geschichte des Dargestellten und die jeweilige Entstehungsgeschichte des Bildnisses, aufgezeichnet vom Künstler. Eingebunden in die Lebenssituation Emil Stumpps in die Zeit der Weimarer Republik und des beginnenden 3. Reichs, soll der Kosmos der bildnerischen Arbeit des Künstlers transparent gemacht werden.

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DIE KÜNSTLER UND DAS URHEBERRECHT

In einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem BBK Hessen wird am Donnerstag, 10. April um 18:00 Uhr Frau Dr. Anke Schierholz von der VG Bild-Kunst in Bonn über Urheberrecht für Bildende Künstler sprechen. Es geht an dem Informationsabend, der sich vor allem an bildende Künstler richtet, um alle Fragen von Urheber- und Folgerecht, über „geistiges Eigentum“ und über die Rolle der Verwertungsgesellschaften. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.

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DARMSTÄDTER FOTOTAGE

Die 4. Darmstädter Tage für Fotografie „Querdenker – Vom Kopf an die Wand“ zeigt an 16 Orten in der Stadt 37 kontroverse Positionen zu diesem Thema. Eine Jury hat diese Künstler aus 280 Einsendungen ausgewählt. Im Kunst Archiv sind 3 Künstler zu sehen : der Japaner Haruo Kitakata ( Jg. 1975) , der in Düsseldorf Bildhauerei studiert und in Köln lebt, der Filmemacher und Fotograf Thomas Kutscher ( Jg.1963), der in Berlin und Köln lebt und arbeitet und die Darmstädterin Sigrid Awizio (Jg.1952), aus deren Fotoserie „Documenta XII – mit dem Rücken zur Kunst“ hier Arbeiten zu sehen sind. Gemeinsam ist ihren Arbeiten die Auseinandersetzung mit den Wahrnehmungsweisen des Lichts, das per se unsichtbar ist . Wahrnehmung und Erkenntnis des Menschen sind begrenzt, immer ist der Betrachter auf seine Erinnerung zurückgeworfen.

4. Darmstädter Tage für Fotografie

Am Sonntag, 20. April werden die Künstler ab ca. 11:00 Uhr im Kunst Archiv sein und Fragen beantworten und über Inhalte diskutieren. Um 12:00 Uhr lädt das Kunst Archiv zu einem Werkstattgespräch mit den beteiligten Künstlern ein. Um 16:00 Uhr liest Claus K. Netuschil in Korrespondenz zu den ausgestellten Fotos Gedichte und Texte der Stille von Eichendorf bis John Cage. Das umfangreiche Programm liegt überall in der Stadt aus, auch im Kunst Archiv. Geöffnet ist an beiden Tagen von 10.00 – 18.00 Uhr

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MUSEUMSFAHRT NACH SPEYER

Unser Museumstag führt uns in diesem Jahr in die mehr als 2000 Jahre alte Stadt Speyer. Die Stadt war im Mittelalter Dreh- und Angelpunkt deutscher Geschichte. Die Tagesreise wird um ca. 8:00 Uhr beginnen. Nach einem geführten Stadtrundgang in Speyer, werden wir das Wahrzeichen der Stadt, das bedeutendste und größte romanische Bauwerk Deutschlands, den Speyrer Dom besichtigen. Geplant sind der Besuch des Purrmann-Hauses und das Historische Museum. Dort erwartet uns die groß angelegte diesjährige Jahresausstellung, die das Leben der Samurai beleuchtet und damit ein wichtiges Kapitel japanischer Geschichte dokumentiert und verbildlicht.

MUSEUMSFAHRT NACH SPEYER
Foto von: Klaus Landry

Zum Abschluss der Fahrt ist ein Besuch bei einem Speyrer Künstler vorgesehen. Rückreise ca. 19:00 Uhr. Die Reisekosten betragen ca. 46,- Euro, darin sind enthalten die Busfahrt, Stadtführung und die Eintritte in alle Museen

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Ausstellungsführung Mathildenhöhe

Im Mai wird auf der Mathildenhöhe die Doppelausstellung „Andreas Gursky: Architektur, Heribert C. Ottersbach: Letzte Gefechte“ eröffnet. Beide Künstler sind Träger des Wilhelm-Loth-Preises der Stadt Darmstadt. Während Andreas Gursky (geboren 1956) mit seinen riesenformatigen, oft digital überarbeiteten Farbfotografien von Orten, Szenen und Phänomenen des zeitgenössisch-zivilisatorischen Lebens längst internationale Anerkennung und prominente museale Verbreitung erlangt hat, steht Heribert C. Ottersbach (geboren 1960) noch auf der Schwelle dazu – seine am Computer komponierten, auf Recherchen in medialen Bild-Archiven gründenden Gemälde thematisieren die Geschichte der Moderne ebenso wie den gesellschaftlichen Stellenwert von Kunst. Das Institut Mathildenhöhe bietet dem Kunst Archiv eine oder mehrere parallele Führungen an; Preis je 15 Teilnehmer: 60 Euro. Eintritt wird separat erhoben, ist aber für Mitglieder des Kunst Archivs frei.

Beginn der Ausstellungsführung: 15:00 Uhr. Interessenten bitte vorher beim Kunst Archiv melden.

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Stadtbilder – Architektur- und Städtevision in der Bildenden Kunst der 20er Jahre

Als Ausstellungsbeitrag zum Darmstädter Architektursommer 2008 zeigt das Kunst Archiv Darmstadt eine hochrangig bestückte Ausstellung zum Thema „Stadtbild“. Am Beginn des 20. Jahrhunderts veränderte sich durch Industrialisierung und gesellschaftlichen Wandel das Bild der Stadt völlig. Die bildenden Künstler, aber auch die Dichter der Zeit gestalteten, vor allem angeregt durch die Metropole Berlin, dieses neue Bild der Stadt. Max Beckmann, Lyonel Feininger, Ludwig Meidner, Paul Gangolf, Alexander Kanoldt, Rudolf Grossmann, Karl Hubbuch und Ewald Dülberg: Fast alle wichtigen Künstler beschäftigten sich mit Architektur und Stadtgefüge.

Die Ausstellung, die aus privaten Sammlungen, vor allem Darmstädter Architekten zusammen getragen wurde, wird am Sonntag, 15. Juni 2008 um 11:00 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs eröffnet und ist bis zum 26. September zu sehen.

Stadtbilder – Architektur- und Städtevision in der Bildenden Kunst der 20er Jahre