Vortrag/Lesung: Erinnerung an Hermione von Preuschen. Der Künstlerin zum 100. Todestag

MI 12. DEZEMBER 2018

Wenn es eine unangepasste und antibürgerliche Frau im späten 19. Jahrhundert gab, war es die Darmstädter Malerin und Schriftstellerin Hermione von Preuschen (1854-1918). Die emanzipierte Künstlerin durchbrach vielfach das weibliche Rollenklischee ihrer Zeit. Zu dem war sie höchst produktiv als Autorin von Romanen, Texten und Gedichten und etablierte sich als freie Malerin, nachdem sie 1869 bis 1871 (!) bei Hans Gude und vor allem bei Ferdinand Keller an der Karlsruher Akademie studierte.

Preuschen

Sie galt als die Erfinderin des „historischen Stilllebens“. Nach der Ablehnung ihres großformatigen Bildes „Mors Imperator“ durch die Jury der Berliner Akademie-Ausstellung, stellte sie das Bild 1887 kurzerhand auf eigene Faust aus. Das brachte ihr eine Klage wegen Majestätsbeleidigung ein, das Bild aber erlangte europäische Bekanntheit und Bedeutung. Hermione von Preuschen lebte längere Zeit in Paris und Rom und unternahm ausgedehnte Reisen durch Europa, die USA, nach Nordafrika und Asien. Sie war zweimal verheiratet und hatte zwei Töchter, die ihre Selbstbiographie „Roman meines Leben“ herausgaben. Unsere gemeinsame Veranstaltung mit der Luise-Büchner-Gesellschaft erinnert mit Texten, Gedichten und Selbstzeugnissen an die eigenwillige Künstlerin.

Eintritt: 5,- EUR, Mitglieder des Kunst Archivs und der Luise-Büchner-Gesellschaft frei.
Treffpunkt: Vortragsraum des Literatutahauses, 19 Uhr