Vortrag von Franz Josef Hamm: Ernst Moritz Engert und Darmstadt

Donnerstag, 24. Oktober um 19 Uhr

In seinem Vortrag „Ernst Moritz Engert und Darmstadt“ spricht Franz Josef Hamm über Ernst Moritz Engerts außergewöhnliche Kunst des Silhouettenschnitts. Er erzählt vom Menschen und Freund, vom Kommunikator und Vermittler zwischen den Kunstszenen, vom Buchillustrator und Bildner für die Bühne. Vor allem lässt Franz Josef Hamm Engerts Beziehungen zur Darmstädter Sezession lebendig werden.

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Silhouette nach einer Fotografie „Ernst Moritz Engert und sein Modell“
© VG Bild-Kunst Bonn, 2019

Als junger Mann tummelte sich Ernst Moritz Engert in den Bohème-Kreisen von München, Berlin und Bonn, wo er eifrig Kontakte knüpfte, an Ausstellungen teilnahm, Schattentheater inszenierte und seinen literarischen Neigungen nachging. Ende 1919 kam er nach Darmstadt. Hier wohnte er bei seinem Freund, dem Dichter Hans Schiebelhuth, den er bereits 1912 in München kennengelernt hatte, und freundete sich mit der Darmstädter Avantgarde an. Sein Silhouettenschnitt „Judith“ schmückte 1919 das erste Heft der spätexpressionistischen Zeitschrift „Das Tribunal“ und mit dem Signet des Bogenschützens gestaltete er das erste Plakat der neu gegründeten Darmstädter Sezession, in deren ersten Ausstellungen er ebenfalls vertreten war.

Franz Josef Hamm ist gemeinsam mit Claus K. Netuschil Kurator der aktuellen Ausstellung „Ernst Moritz Engert und die Darmstädter Sezession“ im Kunst Archiv. Seit 1980 ist er Mitglied im Kuratorium der „Stiftung Ernst Moritz Engert bei der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn“ und Sammler der Werke Ernst Moritz Engerts. Er lernte den Künstler 1966 kennen und hat in über 40 Jahren zahlreiche Ausstellungen zum Werk Ernst Moritz Engerts gestaltet und Bücher herausgegeben.

Donnerstag, 24. Oktober um 19 Uhr in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt
Eintritt: 5 € / für Mitglieder des Kunst Archivs frei


Ausstellung vom 8. September bis 13. Dezember 2019:
Ernst Moritz Engert und die Darmstädter Sezession.
Der Bogenschütze als Emblem der Avantgarde zum hundertsten Gründungsjubiläum der Künstlergruppe