Von Kriegsbegeisterung zur Ernüchterung. Vortrag von Franz Josef Hamm, Limburg

DO 2. MÄRZ 2017

Franz Josef Hamm spricht über die Künstlergraphik zum Ersten Weltkrieg, die in den Zeitschriften „Kriegszeit“, „Kunstflugblätter“ und „Krieg und Kunst“, während und kurz nach dem Ersten Weltkrieg erschienen sind. Neben Max Beckmann, der in der Ausstellung des Kunst Archivs vertreten ist, gestalteten unter anderem Lovis Corinth, August Gaul, Käthe Kollwitz, Ernst Barlach und Max Liebermann graphische Blätter, die das Kriegsgeschehen verbildlichten.


Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt e.V. statt.

Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei
Beginn der Veranstaltung: 19.00 Uhr

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Nie wieder Krieg! Führung durch die Ausstellung

DO 9. FEBRUAR 2017

Claus K. Netuschil, der die Ausstellung gemeinsam mit Julia Hichi konzipiert und eingerichtet hat, geht den Spuren der beteiligten Künstler im Ersten Weltkrieg und ihrer sehr unterschiedlichen Sicht auf das Kriegsgeschehen nach. Immer steht – im literarischen, wie im bildkünstlerischen – die realistische Beschreibung der unvorstellbaren Grausamkeit des Menschenmordens, so wie die Stadt- und Landzerstörung im Mittelpunkt und zeigt den oft beschrittenen Weg der Künstler vom euphorischen Einzug in den Krieg bis hin zur Depression durch die Kriegserlebnisse zum Antimilitarismus und Pazifismus. Die Botschaft lautet: Nie wieder Krieg!

Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt e.V. statt. Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei Beginn der Veranstaltung: 19.00 Uhr

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Darmstadt im Ersten Weltkrieg. Vortrag von Dr. Peter Engels

DO 26. JANUAR 2017

Der Vortrag von Dr. Peter Engels, Stadtarchiv Darmstadt, beschreibt die Situation Darmstadts zwischen 1914 und 1918. Inmitten der Ausstellung „Nie wieder Krieg! Künstler im Ersten Weltkrieg“ werden Ausrüstung, Propaganda und Militarisierung, Kriegsausbruch und Novemberrevolution und die gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Stadt thematisiert.

Foto: Stadtarchiv Darmstadt

Foto: Stadtarchiv Darmstadt

Der Historiker, der in Köln Geschichte, Musikwissenschaft und Latein studiert hat, absolvierte in Münster und Marburg seine Archivausbildung, bevor er als Leiter des Stadtarchivs nach Darmstadt kam. Der Vortrag fasst seine Forschungsergebnisse der letzten Jahre zum Ersten Weltkrieg zusammen.


Fotos: Stadtarchiv Darmstadt


Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt e.V. statt. Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei
Beginn der Veranstaltung: 19.00 Uhr

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Zinnobernächte und ultramarinblaue Tage. Eine Hommage an Ludwig Meidner. Szenische Lesung von und mit Stéphane Bittoun

DI 17. JANUAR 2017

Im Rahmen des großen Meidner-Projekts und als Parallelveranstaltung zu der Ausstellung „Nie wieder Krieg“, inszeniert der Frankfurter Regisseur Stéphane Bittoun im Vortragsraum des Literaturhauses einen multimedialen Abend zwischen szenischer Lesung und Filmdokumentation.

Foto: Kulturfonds Frankfurt RheinMain

Foto: Kulturfonds Frankfurt RheinMain

Mit Texten, Filmen, Bildern, Filmsequenzen und Zeitzeugeninterviews wird Stéphane Bittoun, gemeinsam mit seinen Schauspielkollegen Mogli Cruse und Moritz Brendel, das Werk Ludwig Meidners für 90 Minuten lebendig machen. Das Symposium, das vom Jüdischen Museum Frankfurt in Kooperation mit dem Deutschen Exilarchiv 1933-1945 in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt veranstaltet wird, findet vom 16. bis 18. Januar 2017 statt. Es präsentiert den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung zu Ludwig Meidner. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem jüdischen Erfahrungshorizont von Meidners Arbeiten und deren Rezeptionsgeschichte. Gefördert wird das Symposium vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain und wurde von der Ludwig Meidner Gesellschaft e.V. initiiert. Stéphane Bittoun ist Regisseur, Autor, Synchronsprecher und Schauspieler. 2012 ist er mit seinen medienübergreifenden Inszenierungen zwischen Theater, Hörspiel und Film für den renommierten George-Tabori-Preis nominiert worden.

Die Veranstaltung findet im Vortragsraum des Literaturhauses statt. Eintritt: 15,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs 10,- Euro
Beginn der Veranstaltung: 19.00 Uhr

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Ausstellung: Nie wieder Krieg! Künstler im Ersten Weltkrieg

BIS 31. MÄRZ 2017

Anlässlich des großen fünfteiligen Ausstellungsprojekts zu Ludwig Meidners 50. Todesjahr zeigt das Kunst Archiv die Arbeiten von sieben Künstlern, die sich mit dem Thema des Ersten Weltkrieges auseinandergesetzt haben. Die Ausstellung wird vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert, der das Gesamtprojekt gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Frankfurt und der Ludwig Meidner Gesellschaft e.V. angeregt und mit fünf Ausstellungshäusern in Frankfurt/Main, Hofheim und Darmstadt vorbereitet hat.

Foto: Christoph Rau

Foto: Christoph Rau

Das Kunst Archiv dokumentiert in der großen Jahresausstellung das grausame Erlebnis des Ersten Weltkrieges, als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts aus der sehr unterschiedlichen Sicht von Max Beckmann (1884-1950), Karl Deppert (1897-1988), Josef Eberz (1880- 1942), Frans Masereel (1889-1972), Ludwig Meidner (1884-1966), Karl Scheld (1895-1936) und Karl Thylmann (1888- 1916). Neben Malerei, Arbeiten auf Papier und Druckgraphik wird die umfassende Ausstellung durch Tagebuchaufzeichnungen, Briefe, Texte und Fotos zu einem Gesamtbild des Ersten Weltkrieges ergänzt. Zu Ehren des künstlerisch hochbegabten Darmstädter Graphikers und Dichters Karl Thylmann, der 1916 mit 28 Jahren im Kriegsgeschehen an der Westfront fiel, thematisiert die Ausstellung die antimilitaristische, pazifistische und humanistische Haltung aller beteiligten Künstler. Ludwig Meidner malte und zeichnete als einer der wenigen Künstler seiner Zeit visionäre, apokalyptische Landschaften und Schlachtfelder, lange bevor der Erste Weltkrieg ausgebrochen war. Die unvorstellbare Welterschütterung bringt er eindrucksvoll und deutlich ins Bild. Karl Deppert arbeitete mitten im Kriegsgeschehen aus dem Schützengraben heraus und zeichnete und radierte die vorher noch nie erlebte Grausamkeit der Welt- und Menschzerstörung. Josef Eberz, Karl Scheld und Max Beckmann, der 1915 nach Frankfurt übersiedelte, nehmen mit ihren verstörend- realistischen Blättern vom Kriegsbeginn, von Schlachtbeschreibung und Revolution an der Ausstellung teil.

Die Ausstellung leistet einen wichtigen, historischen Beitrag für die Darmstädter Kunstgeschichte und soll mit dem ergreifenden Bildmaterial einen Denkprozess über jegliche kriegerische Auseinandersetzungen auslösen, mit dem dringenden Appell an die nachgeborene Generation: Nie wieder Krieg!

Öffnungszeiten des Kunst Archivs: Di bis Fr 10.00 – 13.00 Uhr, Do 10.00 – 18.00 Uhr
Eintritt frei, Spende erwünscht

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Staatenlos im Nirgendwo. Aart Veder und Michael Erhard setzen Walter Mehring in Szene.

FR 2. DEZEMBER 2016

artveder

Aart Veder, Michael Erhard

Parallel zu unserer Ausstellung zum Ersten Weltkrieg trägt vor, rezitiert und gestaltet Aart Veder Texte von Walter Mehring. Michael Erhard begleitet den Schauspieler auf dem Klavier – so entsteht eine szenische Lesung mit Musik! Mitten im Ersten Weltkrieg 1915/16 veröffentlichte der Schriftsteller, Dichter, Kabarettist, Dadaist, Chansonnist, Expressionist, Liedermacher und Theaterautor Walter Mehring (1896-1981) seine ersten Gedichte in Herwarth Waldens Zeitschrift „Der Sturm“. 1917 gehörte er zu den Mitbegründern des Berliner Dadaisten-Kreises und publizierte fortan in den zahlreichen Zeitschriften und Jahrbüchern der Zeit, vor allem in Siegfried Jacobsohn „Weltbühne“ und im „Tagebuch“. Mehring verschrieb sich dem „politischen Cabaret“, so der Titel eines frühen Gedichtbandes. Mit seinen Gedichten und satirischen Prosatexten machte er Front gegen Militarismus und übersteigerten Nationalismus, gegen Antisemitismus und den Nationalsozialismus. 1939 emigrierte er in die USA, kehrte 1953 nach Europa zurück und lebte nacheinander in Berlin, Hamburg, München und Ascona, zuletzt in Zürich, wo er 1981 starb. Seit 1956 war Walter Mehring Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.

Aart Veder, Berliner mit holländischem Pass, ist seit über 40 Jahren Schauspieler mit langem Engagement (seit 1978!) am Staatstheater Darmstadt, wo er lebt und arbeitet. Mit seinen unzähligen Rollen hat er Theatergeschichte in Darmstadt geschrieben. Aart Veder moderiert und rezitiert, gestaltet Lesungen, führt Regie und ist ein gesuchter Hörspielsprecher. Der gebürtige Mannheimer Michael Erhard studierte an der Musikhochschule Freiburg Kontrabass, Klavier und Dirigieren. Nach ersten Theatererfahrungen und freiberuflichen Tätigkeiten leitete er, unterbrochen von anderen Engagements, von 1985 bis 2014 die Schauspielmusik am Staatstheater Darmstadt. Als Komponist, Arrangeur, musikalischer Leiter und Pianist blickt er auf eine vielseitige Tätigkeit mit zahlreichen Kompositionen für Schauspiel und Tanztheater zurück.

Die Veranstaltung findet im Vortragsraum des Literaturhauses statt. Eintritt: 10,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs 5,- Euro Beginn: 19 Uhr

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Künstler im Ersten Weltkrieg. Führung durch die Ausstellung.

DO 24. NOVEMBER 2016

Claus K. Netuschil, der die Ausstellung konzipiert und eingerichtet hat, geht den Spuren der beteiligten Künstler im ersten Weltkrieg und ihrer sehr unterschiedlichen Sicht auf das Kriegsgeschehen nach. Immer steht – im literarischen wie im bildkünstlerischen – die realistische Beschreibung der unvorstellbaren Grausamkeit des Menschenmordens sowie die Stadt- und Landzerstörung im Mittelpunkt, die den oft beschrittenen Weg der Künstler vom euphorischen Einzug in den Krieg zur Depression durch die Kriegserlebnisse zum glühenden Pazifismus zeigt. Die Botschaft lautet: Nie wieder Krieg!

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Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt e.V. statt. Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei Beginn: 19 Uhr

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Gesegnet im Namen der Kunst. Marinka Limat auf Kunstpilgerreise.

DO 10. NOVEMBER 2016

Mit strahlendem Gesicht, voller Optimismus übers Gelingen ihrer ersten Kunstpilgerreise und mit großem Rucksack, stand die Schweizer Performance-Künstlerin Marinka Limat Anfang 2013 im Kunst Archiv mitten in unserer Veranstaltung „Frühlingserwachen“. Ausgangspunkt ihrer Reise war damals ihre Heimatstadt Fribourg und das Ziel des Kunstfußmarsches war das erklärte Mekka der zeitgenössischen Kunst: Berlin. Auf dem Weg besuchte Marinka Limat über 50 Institutionen und ließ sich dort im Namen der Kunst segnen! Am Anfang stand ein Gedanke: Alleine mit sich und mit allem im Rucksack, was man braucht. Zentrum der Reise waren die Begegnungen mit Menschen und mit über 50 kulturellen Einrichtungen und deren Verantwortlichen und Besuchern. Der Performerin durchquerte die Schweiz und Deutschland, traf viele Menschen, sprach mit ihnen über Kunst, sammelte Eindrücke, Statements, Emotionen und hielt lustige, überraschende aber auch beängstigende Situationen auf ihrer Reise filmisch fest.

kunstpilgerreise

Aus vielen Stunden Material entstand ein Dokumentarfilm von 58 Minuten Länge. Er zeigt den Weg der Künstlerin durch zwei Länder und dokumentiert den Umgang mit Kunst, wie er an verschiedenen Orten von unterschiedlichen Sachverständigen und Kunstinteressierten gelebt wird. 2015 unternahm sie eine Kunstpilgerreise – 832 Kilometer in sechs Wochen – nach Venedig. Für 2017 plant sie im Zusammenhang mit der kommenden documenta 14 ihre bisher längste Reise von Kassel nach Athen. Marinka Limat kommt nach Darmstadt, um ihren Film zu zeigen und sich der Diskussion über ihre Performance zu stellen. Die Filmbox ist als limitierte Edition zu erwerben. Marinka Limat, 1983 geboren, thematisiert in ihrer Arbeit die menschliche Interaktion. Nach ihrem Master in Art Education 2011 an der Hochschule der Künste in Bern, lebt und arbeitet sie freischaffend in Berlin und Fribourg.

Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt e.V. statt. Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei Beginn: 19 Uhr

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Projekt: Hügel. das blumen, ein Ort für Kultur!

SO 6. NOVEMBER 2016

Mit „das blumen“ in der Hügelstraße ist ein neuer Raum für aktuelle Kunst und Kultur in Darmstadt entstanden. Nach dem Abriss des Gebäudes Nieder-Ramstädter Straße 75, in dem sich „das blumen“ gegründet und seit 2006 Veranstaltungen eingerichtet hat, ist das neue, sehr erweiterte, mit großen Raummöglichkeiten ausgestattete, selbst gestaltete Domizil in einer ehemaligen Schlosserei in die Hügelstraße 77 eingezogen, flankiert von den Interims-Räumen der Darmstädter Theaterszene – während der Renovierung des Mollerhauses. „das blumen“ ist aus einem Projekt der Hochschule Darmstadt entstanden und ist ein gemeinnütziger Verein, in dem sich junge kunst- und kulturinteressierte Menschen zusammengefunden haben, mit zur Zeit 16 Mitgliedern.

blumen

Der ehemalige Blumenladen wurde anfangs als Arbeitsraum genutzt und entwickelte sich zu einem Treffpunkt, zu einem Ort und einer Werkstatt für interdisziplinäre Veranstaltungen. Während der Brandnacht- Ausstellung im Kunst Archiv haben Mitglieder des Vereins „das blumen“ mit einer Installation die Ausstellung erweitert. Die Installation fand viel Aufmerksamkeit und Interesse. Im neuen „blumen“ werden wir Atelier- und Arbeitsräume für Siebdruck und Holz besuchen und Gespräche mit den Künstlern und Kulturschaffenden führen.

Treffpunkt: Hügelstraße 77 (wir bitten um Anmeldung im Kunst Archiv) Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei Beginn: 15 Uhr

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Urheberrecht und andere Hinweise für Kulturschaffende. Vortrag von Christian Kramarz.

DO 3. NOVEMBER 2016

Der Schwerpunkt des Darmstädter Rechts- und Fachanwalts für Urheber- und Medienrecht liegt auf Bildern, Texten, Musik, Marken, Titeln und alles was damit im juristischen Zusammenhang steht. In unserer Veranstaltung wird er allen Künstlern, künstlerisch arbeitenden Menschen und Kreativen einen Überblick über aktuelle rechtliche Entwicklungen geben. Nach seinem Vortrag gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

christian
Christian Kramarz, Darmstädter Rechts- und Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht
https://www.kanzlei-kramarz.de

Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt e.V. statt. Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei Beginn: 19 Uhr

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