Jahreshauptversammlung: Zwischen Bauhaus und Darmstädter Sezession

DO 2. MAI 2019

Zur 35. Jahreshauptversammlung sind alle Mitglieder des Kunst Archiv Darmstadt e.V. am Donnerstag, 2. Mai 2019 um 19 Uhr herzlich eingeladen. Auf der Tagesordnung stehen der Rückblick auf das vergangene Veranstaltungsjahr, ein Bericht der Schatzmeisterin und der Ausblick auf das weitere Programm und die Planungen des Kunst Archivs für Herbst und Winter 2019. Im Anschluss wird es eine Führung durch die aktuelle Ausstellung geben.

Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archivs statt. Beginn der Veranstaltung: 19.00 Uhr

Die diesjährige Tages-Kunstreise führt uns nach Bad Kreuznach und Bad Münster.

SA 11. MAI 2019

Nach einem Rundgang durch die Altstadt und das KulturViertel von Bad Kreuznach werden wir uns im Museum Schlosspark dem künstlerischen Schaffen der Bildhauerfamilie Cauer widmen. Im Cauer-Haus werden wir im Anschluss das zum Museum umgewidmete Atelier von Hanna Cauer (1902-1989) besuchen. Nach der Mittagspause besichtigen wir in Bad Münster das Steinskulpturen-Museum der Fondation Kubach-Wilmsen. Der Ausstellungsort wurde von dem international renommierten japanischen Architekten Tadao Ando als Museum in der Landschaft konzipiert und bindet die monumentalen Steinskulpturen des Künstlerpaares Anna Kubach-Wilmsen und Wolfgang Kubach in die Natur ein. Als letzten Programmpunkt besuchen wir das Atelier der zeitgenössischen Malerin, Fotografin und derzeitigen Stipendiatin Mona Pourebrahim im Künstlerbahnhof Ebernburg.

Im Februar 2019 liegt der genaue Reiseverlauf vor. Wir bitten um Anmeldung. Abfahrt in Darmstadt ca. 8.00 Uhr, Rückankunft gegen 19.30 Uhr

Treffpunkt: Zweifalltorweg an der Westseite des Hauptbahnhofs Kosten: ca. 48,- Euro inkl. Busfahrt, Führungen und Eintritte

Fotos © Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH

Ausstellungseröffnung: Bauhaus-Archiv Darmstadt.

SO 14. APRIL 2019

Frühe Rezeption eines internationalen Stils Unsere Auseinandersetzung mit dem Bauhaus und seinen revolutionären Ideen setzen wir mit einer Ausstellung zum Bauhaus-Archiv fort, das zehn Jahre in Darmstadt bestand. Die Ausstellung wird am Sonntag, 14. April 2019 um 11.00 Uhr von Oberbürgermeister Jochen Partsch, Prof. Dr. Werner Durth und Claus K. Netuschil eröffnet und ist bis Freitag, 19. Juli 2019 zu sehen.


© Nachlass Pit Ludwig, Darmstadt / Sammlung Hermann Hauck © Modell: TU Darmstadt / Prof. Werner Durth

Mit der Gründung des Bauhaus-Archivs 1960 in Darmstadt setzte die Rezeption, die Archivierung und die kunsthistorische Aufarbeitung des Bauhauses ein. 1964 plante Walter Gropius für Darmstadt ein repräsentatives Gebäude auf der Rosenhöhe, das die Geschichte des Bauhauses von 1919 bis 1933 dokumentieren sollte. Im Zentrum unserer Ausstellung steht das zehnjährige Wirken des Bauhaus-Archivs in Darmstadt. Ergänzend dazu wird eine große Auswahl an herausragender Druckgrafik, von allen vierzehn Meistern des Bauhauses u.a. Paul Klee, Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer, Lyonel Feininger, László Moholy-Nagy und Georg Muche. Die kostbaren grafischen Blätter sind Teil der privaten Sammlung unseres Mitglieds Bernd Freese.

1919 wurde das Bauhaus in Weimar gegründet. Es war die folgenreichste Gründung einer Kunsthochschule und des Zusammenschlusses der wichtigsten deutschen Künstler in der gerade beginnenden Weimarer Republik. Auf Basis der Lehre, die im frühen 20. Jahrhundert die Moderne in der Architektur und dem gesamten Lebensumfeld des Menschen propagierte, entstand ein internationaler Stil, der in der Nachfolge der Ideen der Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe in Darmstadt heute noch als unumstößliche Grundlage der Moderne gilt.

Rezeption, die Archivierung und kunsthistorische Aufarbeitung des Bauhauses statt. Es wurde gesammelt, Vorträge gehalten und Ausstellungen eingerichtet. Zahlreiche Publikationen zeugen von der weitreichenden Tätigkeit des Bauhaus-Archivs. Neun ehemalige Bauhaus-Künstler lebten und arbeiteten nach 1945 in Darmstadt. Auch das verbindet die Stadt mit dem Bauhaus. Die Ausstellung wird die Gründungsidee des Staatlichen Bauhauses Weimar mit Original-Dokumenten belegen. Umfangreich wird anhand von Protokollen, Druckwerken, Fotos und Modellen das zehnjährige Wirken des Bauhaus-Archivs in Darmstadt gezeigt.

Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Architekturhistorikers Prof. Dr. Werner Durth, des Sammlers Bernd Freese und Claus K. Netuschil.r

Die Eröffnung findet in den Räumen des Kunst Archivs statt. Eintritt frei. Beginn der Veranstaltung: 11.00 Uh

Finissage der Gertrud und Alfred Arndt-Ausstellung

DO 28. MÄRZ 2019

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© Alfred und Gertrud Arndt Darmstadt, Bauhaus-Archiv Berlin, VG Bildkunst 2018/19

Am vorletzten Abend der Ausstellung werden wir bei einem Glas Wein über das Leben und Werk der beiden Bauhäusler Gertrud und Alfred Arndt reflektieren. Bei einer letzten Führung wird es auch um das künstlerische Nachwirken des Malers und Architekten und der Weberin und Fotografin gehen, sowie um die Bedeutung der beiden Künstler für die Stadt Darmstadt.

Die Führung findet um 19.00 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs statt. Eintritt: 5,- Euro / für Mitglieder des Kunst Archivs frei

Führung durch die Ausstellung: Zwei vom Bauhaus. Gertrud und Alfred Arndt

DO 7. MÄRZ 2019

In unserer zweiten Ausstellungsführung geht es um die beiden Menschen Gertrud und Alfred Arndt, die hinter ihren Arbeiten stehen. Anhand des jeweiligen Werkes werden die Lebensstationen von Gertrud und Alfred Arndt sichtbar. Geplant sind auch Beiträge von Zeitzeugen.


Bildnachweis
© Nachlass Consemüller © Archiv Alfred und Gertrud Arndt Darmstadt, Bauhaus-Archiv Berlin, VG Bildkunst 2018/19

 Die Führung findet um 19.00 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs statt. Eintritt: 5,- Euro / für Mitglieder des Kunst Archivs frei

Führung: Das Neue frisch zu wagen. Großherzog Ernst Ludwig zum 150. Geburtstag

DO 14. FEBRUAR 2019

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Grossherzog Ernst Ludwig

Noch bis zum 24. Februar 2019 zeigt das Museum Künstlerkolonie / Institut Mathildenhöhe eine Jubiläumsausstellung zu Leben und Werk des Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein (1868-1937). Wegen des großen Zuspruchs an unserer ersten Führung bieten wir nun eine zweite Führung durch die Ausstellung an und danken allen Mitarbeitern der Mathildenhöhe sehr herzlich für ihr Entgegenkommen.

Es ist keine biographische Ausstellung, sondern eine Präsentation des künstlerischen Schaffens des vielfach begabten Großherzogs. Erstmals werden seine Gedichte, Kompositionen für Klavier, ein Theaterstück, Bühnenbilder, sowie expressive Aquarelle, bis hin zu Zeugnissen seines mäzenatischen Projektes der Künstlerkolonie als Gesamtkunstwerk vorgestellt.

Der Direktor des Instituts Mathildenhöhe und Kurator der Ausstellung Dr. Philipp Gutbrod wird unsere Mitglieder und Gäste am Donnerstag, 14. Februar 2019 um 17.00 Uhr führen.

Wir bitten um Anmeldung im Kunst Archiv. Treffpunkt: 17.00 Uhr vor dem Haupteingang des Museums Künstlerkolonie Eintritt: 5,- Euro (erm. 3,- Euro) Führung: 5,- Euro / für Mitglieder des Kunst Archivs ist beides frei


Zwischen Malerei und Fotografie. Führung durch die Gertrud und Alfred Arndt-Ausstellung

DO 7. FEBRUAR 2019

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© Archiv Alfred und Gertrud Arndt Darmstadt, Bauhaus-Archiv Berlin, VG Bildkunst 2018/19

Unsere Ausstellung stellt das Werk der beiden Bauhaus-Künstler Gertrud und Alfred Arndt vor. In unserer Führung gehen wir auf die Malerei, die Mischtechniken und die grafischen Experimente Alfred Arndts ein, die von 1924 bis in die 1970er Jahre entstanden sind. Im Zentrum der Führung durch den Ausstellungsteil von Gertrud Arndt steht die Fotografie, vor allem ihre Maskenbilder. Das künstlerische Wirken des Künstlerpaares wird im Kontext der Bauhausidee und der zeitgenössischen Kunst um die Mitte des 20. Jahrhunderts eingeordnet und interpretiert.

Die Führung findet um 19.00 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs statt. Eintritt: 5,- Euro / für Mitglieder des Kunst Archivs frei

Ausstellungseröffnung: Gertrud und Alfred Arndt. Zwei Bauhaus-Künstler in Darmstadt

SO 20. JANUAR 2019

Am Sonntag, 20. Januar 2019, um 11.00 Uhr eröffnet Claus K. Netuschil das Bauhaus-Jahr im Kunst Archiv anlässlich der hundertjährigen Gründungswiederkehr der Kunsthochschule, die das 20. Jahrhundert nachhaltig prägte.

Bildnachweis
© Nachlass Consemüller © Archiv Alfred und Gertrud Arndt Darmstadt, Bauhaus-Archiv Berlin, VG Bildkunst 2018/19

Als „Urbauhäusler“ bezeichnete Walter Gropius den späteren Bauhaus-Meister Alfred Arndt (1898- 1976), der von 1921 bis 1926 am Bauhaus studierte und von 1929 bis1931 als Lehrer am Bauhaus tätig war. Die frühen Arbeiten des Malers und Architekten waren der Neuen Sachlichkeit verpflichtet. Ab 1929 ist sein Werk von abstrakt-surrealen Öl- und Temperabildern geprägt, die mit einer stilisierten Figürlichkeit korrespondieren. In der Nachkriegszeit zog Alfred Arndt mit seiner Frau Gertrud nach Darmstadt, wo er mit Kohle, Bleistift und Tusche, schließlich mit Lichtgrafik experimentierte und parallel als Architekt arbeitete.

Gertrud Arndt (1903-2000), die ursprünglich Architektin werden wollte, fand den Weg innerhalb ihres Studiums am Bauhaus schnell in die Weberei, in der sie von 1923 bis 1927 arbeitete. Sie steht für die abstrakt-geometrisierte Farbanordnung in textilen Wand- und Bodenarbeiten. Fast ein Jahrzehnt lang widmete sie sich ab 1926 der Fotografie und gilt heute als eine der profiliertesten Bauhaus-Fotografinnen. Die Ausstellung verbindet die nie in diesem Umfang gezeigten Bilder aus den verschiedenen Werkphasen des Bauhaus-Meisters Alfred Arndt mit den eindrucksvollen Fotografien der Bauhaus-Künstlerin Gertrud Arndt. Die Ausstellung ist bis zum 29. März 2019 im Kunst Archiv zu sehen und wird von mehreren Parallelveranstaltungen begleitet. Geplant ist auch ein Katalog.

Die Eröffnung findet in den Räumen des Kunst Archivs statt. Eintritt frei. Beginn der Veranstaltung: 11.00 Uhr

Vortrag/Lesung: Erinnerung an Hermione von Preuschen. Der Künstlerin zum 100. Todestag

MI 12. DEZEMBER 2018

Wenn es eine unangepasste und antibürgerliche Frau im späten 19. Jahrhundert gab, war es die Darmstädter Malerin und Schriftstellerin Hermione von Preuschen (1854-1918). Die emanzipierte Künstlerin durchbrach vielfach das weibliche Rollenklischee ihrer Zeit. Zu dem war sie höchst produktiv als Autorin von Romanen, Texten und Gedichten und etablierte sich als freie Malerin, nachdem sie 1869 bis 1871 (!) bei Hans Gude und vor allem bei Ferdinand Keller an der Karlsruher Akademie studierte.

Preuschen

Sie galt als die Erfinderin des „historischen Stilllebens“. Nach der Ablehnung ihres großformatigen Bildes „Mors Imperator“ durch die Jury der Berliner Akademie-Ausstellung, stellte sie das Bild 1887 kurzerhand auf eigene Faust aus. Das brachte ihr eine Klage wegen Majestätsbeleidigung ein, das Bild aber erlangte europäische Bekanntheit und Bedeutung. Hermione von Preuschen lebte längere Zeit in Paris und Rom und unternahm ausgedehnte Reisen durch Europa, die USA, nach Nordafrika und Asien. Sie war zweimal verheiratet und hatte zwei Töchter, die ihre Selbstbiographie „Roman meines Leben“ herausgaben. Unsere gemeinsame Veranstaltung mit der Luise-Büchner-Gesellschaft erinnert mit Texten, Gedichten und Selbstzeugnissen an die eigenwillige Künstlerin.

Eintritt: 5,- EUR, Mitglieder des Kunst Archivs und der Luise-Büchner-Gesellschaft frei.
Treffpunkt: Vortragsraum des Literatutahauses, 19 Uhr