Malerei und Skulptur der 1960er Jahre in Darmstadt. Ausstellungseröffnung: „Geste, Abstraktion und Informel“

SO 15. OKTOBER 2017

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelte sich um 1960 ein zweiter künstlerischer Aufbruch, in, für Darmstadt unbekanntes Neuland: die Abstraktion! Galt der erste kulturelle Aufbruch nach 1945, in einer völlig zerstörten Stadt, der Musik, der Literatur und dem Theater, so etablierten sich, in einer Welt der figurativen und gegenstandbezogenen Kunst, relativ spät und gegenüber anderen Regionen zeitverzögert, die gestischen Maler, die Abstrakten, die Informellen: Aus Berlin, Brüssel, Bremerhaven und Siebenbürgen, aus Zeitz und Amerika, aber auch aus Darmstadt, fanden die abstrakten Maler und Bildhauer zusammen, um hier Gegenstand und Realismus durch gestische, konstruktive und informelle Kunst abzulösen.

Hoppe

Wolf Hoppe, Malerei (Ausschnitt)

Es entstand keine Künstlergruppe, wie „SPUR“, „CoBrA“, „Wir“ oder wie die Gruppe der Frankfurter Informellen der „Quadriga“. In Darmstadt wirkten Einzelkünstler, die hier im Verbund eine starke Position der Abstraktion begründeten, die mit unserer Ausstellung zum ersten Mal in diesem Umfang gewürdigt wird. Künstlernamen wie Peter Steinforth (1923-1981), Paul Fontaine (1913-1996), Etzel Klomsdorff (1920-1985), Bruno Erdmann (1915-2003), Wolf Hoppe (1920-1992), H. O. Müller- Erbach (1921-1984), Robert Preyer (1930-2014), Roswitha von Blumenthal (1926-2012), Charlotte Prinz (1904-1993), Georg von Kováts (1912-1997) und Helmut Brinckmann (1912-1994) stehen für malerische Geste, große, abstrakte Form und für eine erklärte Nonfiguration. Die Ausstellung ist bis zum 23. März 2018 zu sehen.

Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archivs statt. Beginn der Veranstaltung: 11.00 Uhr

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