Mittwoch, 23. Mai 2018 um 19.00 Uhr

Auf der Suche: Ungarische Kunst im 20. Jahrhundert // Vortrag von Eszter Tóth

Parallel zur aktuellen Ausstellung des Kunst Archiv Darmstadt e.V. findet inmitten der Farbholzschnitte, Bilder, Skulpturen von Esteban Fekete ein Vortrag zur ungarischen Kunst statt. Die ungarische Kunsthistorikerin Eszter Tóth, die in Budapest Kunstgeschichte und spanische Philologie studiert hat, geht in ihrem bebilderten Vortrag über die ungarische Kunst im 20. Jahrhundert auf die fekete-2018Klassische Moderne in Ungarn und die Europäische Schule in der Weiterführung der Avantgarde nach dem Zweiten Weltkrieg ein. In ihrer Betrachtung der Kunst von 1920 bis 1960 spürt sie den Verbindungslinien zum Werk Esteban Feketes nach. Fekete, 1924 in Cinkota bei Budapest geboren, verbrachte die Kindheit in der Türkei und ging 1947 über Paris nach Argentinien. Um 1950 kam er nach Europa zurück und siedelte sich in Gundernhausen bei Darmstadt an. Seit 1984 lebte er im Wechsel zwischen Deutschland und Irland. Finden sich ungarische Wurzeln im Werk Esteban Feketes? Eszter Tóth, die eine Diplomarbeit über ungarische Exilkünstler in Argentinien vorgelegt hat, macht sich auf Spurensuche!

In den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt e.V. im Literaturhaus
Eintritt: 5,- Euro/für Mitglieder des Kunst Archivs frei (mit Anmeldung)

Ausstellungseröffnung „Der Farbe verpflichtet!“ Highlights aus Esteban Feketes Werk

SO 13. MAI 2018

Esteban Fekete gehört mit seinem Werk zu den Einzelgängern in der Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Kunst Archiv Darmstadt e.V. bewahrt große Teile seines Nachlasses, so, das gesamte druckgrafische Werk, Ölbilder, Zeichnungen und Holzskulpturen. Sein Wirken zeichnet sich durch die Freude am Experiment aus, so entstanden Hinterglasbilder, Emaillen, Environments, bemalte Keramiken, Schmuck, Buchkunst und vieles mehr. Die Balance zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion kennzeichnet ihn als Einzelgänger in der Kunst des 20. Jahrhunderts in Darmstadt. Die Ausstellung richtet den Fokus das erste Mal auf herausragende Kunstwerke aus den vielen Arbeitsfeldern des Künstlers und dokumentiert anschaulich dessen Lebensleistung.

Die Veranstaltung findet um 11.00 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs statt. Öffnungszeiten des Kunst Archivs: Di bis Fr 10.00-13.00 Uhr, Do 10.00-18.00 Uhr


Zwischen Jawlensky und Fluxus, zwischen Museum und Kunsthäusern – Museumstag in der Kunststadt Wiesbaden

SA 28. APRIL 2018

Unsere diesjährige Tagesfahrt führt uns in die Landeshauptstadt Hessens. Die Innenstadt blieb vor Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges weitestgehend verschont, wodurch die prachtvollen historistischen Gebäude heute noch im originalen Zustand zu sehen sind.

779_wiesbaden

Die zahlreichen Thermal- und Mineralquellen, die bereits die Römer anlegten, zogen den Adel aus vielen Regionen Deutschlands und ganz Europa nach Wiesbaden. Kaiser Wilhelm II reiste zu Erholungsaufenthalten regelmäßig in die Stadt, die er als „Nizza des Nordens“ bezeichnete. Geplant sind eine Stadtführung mit der Besichtigung der Marktkirche, dem Schlossplatz mit dem Hessischen Landtag, dem Kurhaus und Führungen durch die Sammlungen des Museum Wiesbaden, vor allem die aktuelle Ausstellung „Delacroix – Courbet – Ribot. Positionen französischer Kunst des 19. Jahrhunderts“. Nach einem Mittagessen steht ein Atelierbesuch zur Disposition und der Besuch des Kunsthauses.

Abfahrt in Darmstadt, ca. 8.00 Uhr, Rückfahrt gegen 19.00 Uhr. Wir bitten um Anmeldung im Kunst Archiv. Ende März liegt der detaillierte Reiseplan mit allen Programmpunkten vor. Kosten: ca. 48,- Euro (inklusive Transfer, Führungen, Eintritte)


10. Darmstädter Tage der Fotografie Perspektiven – Strategien fotografischen Handelns

SA / SO 21. / 22. APRIL 2018

Das Kunst Archiv Darmstadt beteiligt sich auch dieses Jahr wieder an den 10. Darmstädter Tagen der Fotografie und stellt neben etablierten Fotografen, auch Nachwuchskünstler aus.

201404_Darmstadt_kunstarchiv_AG_web-11

Das Fotofestival will den Blick auf den Wesenskern der Fotografie lenken und sucht zeitgenössische Bilder, die diese Qualitäten in einer eigenständigen, individuellen Form transportieren, die sich der ursprünglichen Kraft der Fotografie bewusst werden und auf zeitgenössische, gegenwärtige Art weiterentwickeln.

Das komplette Veranstaltungsprogramm der 10. Darmstädter Tage der Fotografie, die am Freitag, 20. April 2018 auf der Mathildenhöhe eröffnet wird, entnehmen Sie bitte der Website www.dtdf.de

Öffnungszeiten des Kunst Archivs während der zwei Fototage: Sa und So 10.00-18.00 Uhr


34. Jahreshauptversammlung/ Letzte Führung durch die Ausstellung

DO 22. MÄRZ 2018

Das Kunst Archiv Darmstadt e.V. lädt alle Mitglieder sehr herzlich zur 34. Jahreshauptversammlung ein. Neben hauptversammlung2018einem Rückblick auf das vergangene Veranstaltungsjahr, dem Bericht der Schatzmeisterin und dem Ausblick auf Programm und Vorhaben des Kunst Archivs für 2018, wird der Vorstand in diesem Jahr neu gewählt.

Im Anschluss, ab 20.00 Uhr gibt es die letzte Möglichkeit an einer Führung durch die Ausstellung „Geste, Abstraktion und Informel. Malerei und Skulptur in Darmstadt um 1960“ teilzunehmen, die am darauffolgenden Tag endet.

Die Veranstaltung findet um 19.00 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs statt.


Führung durch die Ausstellung

SO 18. MÄRZ 2018

In der letzten öffentlichen Führung durch unsere Ausstellung stehen die Darmstädter Künstler im Mittelpunkt,

Peter Steinforth

Peter Steinforth

die um 1960 den Weg in die Abstraktion fanden. Künstlerische Anregungen der malerischen Tradition, zurück ins späte 19. Jahrhundert, die französische Malerei und Bildhauerei der 20er, 30er und 40er Jahre und die amerikanische Kunst nach 1945, verarbeiteten die Darmstädter Künstler produktiv und kamen zu sehr eigenständigen Formulierungen von Geste und Abstraktion, die sie im darmstädter und deutschen Kunstgeschehen von 1960 positionierten.

In seiner Führung wird der Kurator der Ausstellung Claus K. Netuschil auf die unterschiedlichen Wege der einzelnen Künstler der Ausstellung eingehen und sie im Zusammenhang mit dem politisch-gesellschaftlichen Zeitgeschehen und innerhalb der ästhetischen Diskussion interpretieren.

Die Veranstaltung findet um 11.00 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs statt. Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei


Gesprächsrunde: Kunst der 1960er Jahre

DO 22. FEBRUAR 201

Bernd-Krimmel-400px

Bernd Krimmel

In unserer Gesprächsrunde wollen wir die künstlerische Situation in Deutschland und Darmstadt um 1960 sichtbar werden lassen, in der die gestische, abstrakte und informelle Malerei und Skulptur ihren festen Platz im Kunstgeschehen fand und wesentlich zur Stilentwicklung der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beitrug.

Position beziehen als Zeitzeugen Bernd Krimmel, selbst Maler in Darmstadt, der bis heute sein künstlerisches Werk entwickelt (und an der Ausstellung beteiligt ist) und als Gründungsdirektor des Instituts Mathildenhöhe die Kunst seiner Zeit aktiv mitgestaltete und kommentierte und der Sammler und Gründer des Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft in Freiburg, Franz Armin Morat, der in dieser Zeit eines lebendigen Aufbruchs, das Darmstädter Kunstgeschehen verfolgte. Ebenso ist an der Diskussion Dr. Manfred Großkinsky – Gründungsdirektor des Museum Giersch der Goethe-Universität Frankfurt/Main – beteiligt, der im vergangenen Jahr mit seinem Team die Ausstellung „Ersehnte Freiheit. Abstraktion in den 1950er Jahren“ eingerichtet hat.

Die Veranstaltung findet um 19.00 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs statt. Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei

 

 

Interview: Klaudia Wilk und Rainer Lind, Juni 2017


Illustre Gestalten 10 – „TÊTE à TÄÄT in Darmstadt“ Darmstädter Illustratoren stellen sich vor

SA 17. FEBRUAR 2018

Zum zehnten Mal stellen die Illustratoren Darmstadt e.V. an dem Wochenende 17./18. Februar 2018 gemeinsam in der Centralstation Darmstadt aus. Seit fünf Jahren laden die Darmstädter Illustratoren Künstlerkollegen aus dem jeweiligen Gastland der vergangenen Frankfurter Buchmesse ein. So zeigen in diesem Jahr 24 Illustratoren der Region zusammen mit acht Gästen aus Frankreich ihre neusten Werke aus.

IllustreGestalten-9

Nach der offiziellen Eröffnung mit dem Oberbürgermeister Jochen Partsch um 14.00 Uhr werden Karin Hellert-Knappe und Christoph Grundmann, beide Mitglieder im Verein Illustratoren Darmstadt e.V., die Mitglieder des Kunst Archivs durch den großen Ausstellungsraum in der Centralstation führen.

Die beiden Initiatoren sprechen über Illustration, das gemeinsame Großprojekt der Ausstellung, die auch mehrere Workshops, eine Kinder-Malecke, IllustreGestalten-3300pxLivebands und eine große Illustratoren-Tombola umfasst, über die internationalen Gäste aus wechselnden Ländern und werden die Arbeiten einzelner Illustratoren vorstellen.

Die Veranstaltung findet um 16.00 Uhr in der Darmstädter Centralstation / Carree statt. Der Treffpunkt ist unmittelbar vor der Ausstellung, die voraussichtlich im 3. Obergeschoss ist. Wir bitten um Anmeldung bis zum 10. Februar 2018 im Kunst Archiv Darmstadt e.V.


Provenienzforschung: Vortrag von Shammua Maria Mohr

Donnerstag, 1. Februar 2018 um 19.00 Uhr

Shammua Maria Mohr hält in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt e.V. einen Vortrag über die Herkunftsgeschichte von Bildern, die in der NS-Zeit überwiegend jüdischen Bürgern enteignet wurden

Seit Mai 2017 ist die kunst-im-dritten-reichProvenienzforscherin am Institut Mathildenhöhe tätig und erforscht die Herkunft von rund 550 Kunstwerken der Städtischen Sammlung. In den nächsten zwei Jahren wird die neue Mitarbeiterin systematisch recherchieren, ob Gemälde in den Bestand der Städtischen Kunstsammlung Darmstadt gelangten, die den Besitzern während der NS-Zeit von 1933 bis 1945 unrechtmäßig

entzogen wurden und deren Erwerbungsumstände bislang unbekannt sind. Shammua Maria Mohr studierte Geschichtswissenschaften und Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt auf das 19. und 20. Jahrhundert und untersuchte bereits die Sammlungen des Linden-Museums in Stuttgart auf NS-Raubkunst. In ihrem Vortrag gibt sie einen Überblick über ihre Arbeit als Provenienzforscherin und damit einen Einblick in die spezifische Bestandssituation der Sammlung des Institut Mathildenhöhe.

Der Eintritt für die Veranstaltung kostet 5,- Euro, für
Mitglieder ist dieser frei.

Ausstellung „Geste, Abstraktion und Informel. Malerei und Skulptur in Darmstadt um

BIS FR 23. MÄRZ 2018

Ausstellung „Geste, Abstraktion und Informel. Malerei und Skulptur in Darmstadt um 1960“ Leuchtende Farben, gestische Strukturen, aber auch Grauwerte und dunkle Bilder beherrschen die aktuelle Ausstellung des Kunst Archivs. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges begann um 1960 ein zweiter künstlerischer Aufbruch in das für Darmstadt unbekannte Neuland der Abstraktion!

Galt der erste kulturelle Aufbruch nach 1945, in einer völlig zerstörten Stadt, der Musik, der Literatur und dem Theater, so etablierten sich, in einer Welt der figurativen und gegenstandbezogenen Kunst die gestischen Maler, die abstrakten Bildhauer, die informellen Künstler: aus Berlin, Brüssel, Bremerhaven und Siebenbürgen, aus Zeitz und Amerika, aber auch aus Darmstadt, fanden die abstrakten Maler und Bildhauer zusammen, um hier Gegenstand und Realismus durch gestische, konstruktive und informelle Kunst abzulösen.

60_Jahre_Eroeffnung

In Darmstadt wirkten Einzelkünstler, die gemeinsam eine starke Position der Abstraktion begründeten, die mit unserer Ausstellung zum ersten Mal in diesem Umfang gewürdigt werden. Künstlernamen wie Peter Steinforth (1923-1981), Paul Fontaine (1913-1996), Etzel Klomsdorff (1920-1985), Bruno Erdmann (1915-2003), Wolf Hoppe (1920-1992), H. O. Müller-Erbach (1921-1984), Robert Preyer (1930- 2014), Roswitha von Blumenthal (1926-2012), Charlotte Prinz (1904-1993), Georg von Kováts (1912- 1997) u.a. stehen für malerische Geste, große, abstrakte Form und für eine erklärte Nonfiguration.

Öffnungszeiten des Kunst Archivs: Di bis Fr 10.00-13.00 Uhr, Do 10.00-18.00 Uhr

Das Programm für das 1. Halbjahr 2018 als PDF herunterladen >>>>