Das Bild und sein Publikum. Die Mittelaltersammlung im Hessischen Landesmuseum Darmstadt
Führung mit Dr. Thomas Foerster

Am Mittwoch, 11. Dezember 2019 um 18 Uhr, führt Dr. Thomas Foerster – seit 2018 Sammlungsleiter für die Kunst des Mittelalters und die Malerei bis 1700 im Hessischen Landesmuseum – unter dem Titel „Das Bild und sein Publikum. Die Mittelaltersammlung im Hessischen Landesmuseum Darmstadt“ durch die Sammlungen zur Kunst des Mittelalters. Die Mittelalter-Sammlungen im Hessischen Landesmuseum Darmstadt umfassen Werke der Altar-, Tafel- und Glasmalerei, sowie Skulpturen, Elfenbein- und Goldschmiedearbeiten, allesamt materielle und ideelle Kostbarkeiten mit historischem Wert und Zeugnischarakter. Im Mittelpunkt der Führung steht die für heutige Denk- und Sehgewohnheiten fremde und staunenswerte mittelalterliche Bildwelt. Anhand ausgewählter Werke entschlüsselt Dr. Thomas Foerster die mittelalterliche Lebenswirklichkeit und ermöglicht dadurch einen Einblick in das religiöse Denken der Menschen jener Zeit.

Dr. Thomas Foerster, geboren 1976 in Jena, absolvierte zwischen 1995 und 2002 sein Studium der Kunstgeschichte, Neueren Geschichte und Klassischen Archäologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Bevor er 2004 bis 2008 in Jena über hochmittelalterliche Wandmalerei promovierte, war er zwei Jahre im KMD Grafik & Designatelier in Weimar beschäftigt. Mit kurzen Unterbrechungen arbeitet er seit 2008 im Hessischen Landesmuseum Darmstadt, zwischen 2008-2010 als Volontär bei dem verstorbenen Direktor des Museums Dr. Theo Jülich, 2013-2018 als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Erstellung des Bestandskataloges zur mittelalterlichen Tafelmalerei.

Treffpunkt ist um 18.00 Uhr im Foyer des Hessischen Landesmuseums.
Eintritt: 5,- Euro / für Mitglieder des Kunst Archivs frei

Führung durch die Ausstellung „Ernst Moritz Engert und die Darmstädter Sezession“ mit Claus K. Netuschil

Donnerstag, 28. November 2019, um 19 Uhr

Am Donnerstag, 28. November 2019 um 19 Uhr, findet die letzte Führung in diesem Jahr zu unserer Ausstellung „Ernst Moritz Engert und die Darmstädter Sezession“ statt. Mit dem Bild des Bogenschützens schuf Ernst Moritz Engert das einprägsame Emblem der frühen Darmstädter Sezession, das von zeitgenössischen Künstlern immer wieder aufgegriffen und variiert wurde. Als Symbol der Spannkraft, Entschlossenheit und Tatkraft steht der Bogenschütze für die Avantgarde schlechthin.

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Das heutige Emblem der Darmstädter Sezession ist eine gezeichnete Interpretation des Bogenschützens von Helmut Lortz (1920-2007). In seiner Führung „Der Bogenschütze als Symbol der Avantgarde“ thematisiert Claus K. Netuschil Emblem und Werk Engerts im Zusammenhang mit der Kunst seiner Zeit.

Donnerstag, 28. November 2019, um 19 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs
Eintritt: 5,- / für Mitglieder des Kunst Archivs frei

Abbildungen:

Ernst .Moritz Engert, Bogenschütze Silhouttenschnitt, 1919, VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Helmut Lortz, Bogenschütze für die Darmstädter Sezession, Zeichnung, o. J., Ernst Moritz Engert, Bogenschütze Holzschnitt, 1914, VG Bild-Kunst, Bonn 2019.

Update Bildrechte. Urheberrecht und andere Hinweise für Kulturschaffende

Donnerstag, 21. November 2019 um 19 Uhr
Vortrag von Rechtsanwalt Christian Kramarz, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, Darmstadt

In seinem Vortrag „Update Bildrechte. Urheberrecht und andere Hinweise für Kulturschaffende“ berichtet Rechtsanwalt Christian Kramarz, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht in Darmstadt IMG_9936-Christian_Küber aktuelle Entwicklungen im Bildrecht, gibt Tipps und zeigt auf, worauf Kulturschaffende achten sollten. Christian Kramarz´ fachlicher Schwerpunkt liegt auf Bildern, Texten, Musik, Marken, Titeln und allem, was damit in juristischem Zusammenhang steht.

Neben seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt ist Christian Kramarz Lehrbeauftragter für „Musik und Recht“ an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt und Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft „Geistiges Eigentum und Medien“ im Deutschen Anwaltverein und in der Deutschen Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht e.V.

Donnerstag, 21. November 2019, um 19 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs
Eintritt: 5,- / für Mitglieder des Kunst Archivs frei

Foto: Rainer Lind

Revolutionäre Aufrufe! Manifeste der Darmstädter Sezession
Lesung mit Dorna Oladi und Claus K. Netuschil

Donnerstag, 7. November 2019 um 19 Uhr

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Claus K. Netuschil und Dorna Oladi, Foto: Christoph Rau

„Die radikalen Künstler Darmstadts und der Peripherie haben sich zu einer Sezession zusammengeschlossen, haben die längst erforderliche Reinigung von bourgeoiser Verschmutzung vollzogen.“ Mit diesen pathetischen Worten verkündeten die jungen Künstler und Schriftsteller die Gründung und Ziele der Darmstädter Künstlergruppe. In der Gründungsphase 1918/1919 verfasste der literarische Wortführer des Expressionismus Kasimir Edschmid gemeinsam mit Carlo Mierendorff, Theodor Haubach, Wilhelm Michel u. a. immer wieder in die Zeit wirkende Manifeste. In der Lesung „Revolutionäre Aufrufe! Manifeste der Darmstädter Sezession“ rezitieren Dorna Oladi und Claus K. Netuschil die flammenden Aufrufe, die das erste Jahr der Künstlergruppe prägten.

Dorna Oladi ist aus der „Theaterquarantäne“, die Hanno Hener gegründet hat, hervorgegangen und engagiert sich seit fünf Jahren in der freien Theaterszene. Der Darmstädter Galerist Claus K. Netuschil, Gründer und Leiter des Kunst Archivs, ist gemeinsam mit Franz Josef Hamm Kurator der Ausstellung „Ernst Moritz Engert und die Darmstädter Sezession“.

Donnerstag, 7. November 2019 um 19 Uhr in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt, Eintritt: 5 € / für Mitglieder des Kunst Archivs frei

Ausstellung vom 8. September bis 13. Dezember 2019:
Ernst Moritz Engert und die Darmstädter Sezession.
Der Bogenschütze als Emblem der Avantgarde
zum hundertsten Gründungsjubiläum der Künstlergruppe

Vortrag von Franz Josef Hamm: Ernst Moritz Engert und Darmstadt

Donnerstag, 24. Oktober um 19 Uhr

In seinem Vortrag „Ernst Moritz Engert und Darmstadt“ spricht Franz Josef Hamm über Ernst Moritz Engerts außergewöhnliche Kunst des Silhouettenschnitts. Er erzählt vom Menschen und Freund, vom Kommunikator und Vermittler zwischen den Kunstszenen, vom Buchillustrator und Bildner für die Bühne. Vor allem lässt Franz Josef Hamm Engerts Beziehungen zur Darmstädter Sezession lebendig werden.

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Silhouette nach einer Fotografie „Ernst Moritz Engert und sein Modell“
© VG Bild-Kunst Bonn, 2019

Als junger Mann tummelte sich Ernst Moritz Engert in den Bohème-Kreisen von München, Berlin und Bonn, wo er eifrig Kontakte knüpfte, an Ausstellungen teilnahm, Schattentheater inszenierte und seinen literarischen Neigungen nachging. Ende 1919 kam er nach Darmstadt. Hier wohnte er bei seinem Freund, dem Dichter Hans Schiebelhuth, den er bereits 1912 in München kennengelernt hatte, und freundete sich mit der Darmstädter Avantgarde an. Sein Silhouettenschnitt „Judith“ schmückte 1919 das erste Heft der spätexpressionistischen Zeitschrift „Das Tribunal“ und mit dem Signet des Bogenschützens gestaltete er das erste Plakat der neu gegründeten Darmstädter Sezession, in deren ersten Ausstellungen er ebenfalls vertreten war.

Franz Josef Hamm ist gemeinsam mit Claus K. Netuschil Kurator der aktuellen Ausstellung „Ernst Moritz Engert und die Darmstädter Sezession“ im Kunst Archiv. Seit 1980 ist er Mitglied im Kuratorium der „Stiftung Ernst Moritz Engert bei der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn“ und Sammler der Werke Ernst Moritz Engerts. Er lernte den Künstler 1966 kennen und hat in über 40 Jahren zahlreiche Ausstellungen zum Werk Ernst Moritz Engerts gestaltet und Bücher herausgegeben.

Donnerstag, 24. Oktober um 19 Uhr in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt
Eintritt: 5 € / für Mitglieder des Kunst Archivs frei


Ausstellung vom 8. September bis 13. Dezember 2019:
Ernst Moritz Engert und die Darmstädter Sezession.
Der Bogenschütze als Emblem der Avantgarde zum hundertsten Gründungsjubiläum der Künstlergruppe

 

Künstlerhaus – Meisterhaus – Meisterbau

Mittwoch, 16. Oktober 2019 um 16 Uhr

Führung mit Dr. Philipp Gutbrod

Dr. Philipp Gutbrod führt uns durch die Sonderausstellung „Künstlerhaus – Meisterhaus – Meisterbau“, die noch bis zum 20. Oktober 2019 zu sehen ist. Die Ausstellung zeigt anschaulich die Bedeutung der Mathildenhöhe für die Entstehung des Bauhauses und der Nachkriegsarchitektur. Bis heute beeinflusst die erste Bauausstellung der Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe 1901 nachfolgende Bau-Ausstellungen und städtebauliche Projekte. Joseph Maria Olbrich (1867-1908) und Peter Behrens (1868-1940) legten damals den Grundstein für eine moderne, zukunftsweisende Architektur und setzten neue Impulse in der Gestaltung von Innenräumen. Sie gehörten zu den Mitbegründern des Werkbunds, dessen Ideen das Bauhaus aufgriff und weiterentwickelte. Beide späteren Bauhaus-Direktoren Walter Gropius und Ludwig Mies van der Rohe arbeiteten als junge Männer in Peter Behrens´ Architekturbüro in Berlin und lernten dort die Zusammenführung von Handwerk, künstlerischer Gestaltung und industrieller Produktion kennen. In der Nachkriegszeit inspirierte die Künstlerkolonie den Wiederaufbau Darmstadts zu einem Design- und Architekturzentrum und es entstanden Meisterbauten von Otto Bartning, Ernst Neufert und Max Taut.


Fotos:
Haus Olbrich, Häuser Keller und Habich, Mathildenhöhe, Darmstadt, 1901; Foto: Institut Mathildenhöhe, Städtische Kunstsammlung Darmstadt
Albin Müller, Miethäusergruppe, Westseite, Mathildenhöhe Darmstadt, 1914; Foto: Institut Mathildenhöhe, Städtische Kunstsammlung Darmstadt.

Dr. Philipp Gutbrod leitet seit 2015 als Direktor das Institut Mathildenhöhe. Er studierte Kunstgeschichte, Öffentliches Recht und Klassische Archäologie in Heidelberg und München und promovierte 2004 zu den Papierarbeiten von Wols (1913-1951). Seit 2011 war er Ausstellungskurator und Sammlungskonservator am Institut Mathildenhöhe und arbeitete maßgeblich an der Bewerbung der Mathildenhöhe um Anerkennung als UNESCO Weltkulturerbe mit.

Mittwoch, 16. Oktober 2019 um 16 Uhr
Treffpunkt: Eingang des Museum Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe
Eintritt: 5 € / für Mitglieder des Kunst Archivs frei

Führung durch die Ausstellung: Ernst Moritz Engert und die Darmstädter Sezession

Engert war eine schillernde Gestalt innerhalb der deutschen Kunstszene der 1920er Jahre zwischen Berlin, München, Bonn und Darmstadt, und ragt mit seinen expressiv-kubistischen Silhouettenschnitten singulär heraus. In unserer Führung werden Mensch und Werk im Kontext der Gründung der Darmstädter Sezession sichtbar gemacht und interpretiert.

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Donnerstag, 26.09.2019
Die Veranstaltung findet um 19.00 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs statt.
Eintritt: 5,- Euro / für Mitglieder des Kunst Archivs frei

Abbildung:
Ernst Moritz Engert, Plakat „Das Tribunal“, Offset-Druck nach Holzschnitt, Privatsammlung Darmstadt
© VG Bild-Kunst, Bonn

Ernst Moritz Engert und die Darmstädter Sezession.

8. September bis 13. Dezember 2019

Der Bogenschütze als Emblem der Avantgarde

Am 8. September 2019 um 11 Uhr, eröffnet das Kunst Archiv Darmstadt e.V. seine umfangreiche Herbst-Ausstellung Ernst Moritz Engert und die Darmstädter Sezession. Der Bogenschütze als Emblem der Avantgarde. Mit der historischen Ausstellung erinnert das Kunst Archiv Darmstadt e.V. an das hundertjährige Gründungsjubiläum der Darmstädter Sezession.

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Ernst Moritz Engert, Flammen (Tanz), Scherenschnitt, 1918, 11,3 x 10,6 cm, Privatsammlung Limburg / Lahn
© VG Bild-Kunst Bonn

Der Silhouettenschneider Ernst Moritz Engert (1892-1986) war ein großer Kommunikator und Vermittler zwischen den Kunstszenen: als junger Mann gehörte er zu den Bohèmekreisen von München, Berlin, Bonn und Darmstadt, knüpfte eifrig Kontakte, nahm an Ausstellungen teil, inszenierte Schattentheater und ging seinen literarischen Neigungen nach. Er schrieb für verschiedene Zeitschriften, war gesuchter Porträtist, arbeitete als Buchillustrator und Bühnenbildner.

1919 kam er nach Darmstadt und wohnte bei seinem Freund, dem Dichter Hans Schiebelhuth, den er bereits 1912 in München kennengelernt hatte. Engert war 1919 Mitbegründer der Darmstädter Sezession und nahm an allen großen Ausstellungen der Künstlergruppe teil. Mit dem Signet des „Bogenschützen“ schuf er ein signifikantes Zeichen für die neugegründete Darmstädter Sezession. Sein Silhouettenschnitt „Judith“ schmückte das erste Heft der spätexpressionistischen, politischen Zeitschrift „Das Tribunal“, die Carlo Mierendorff 1919 in zwei Jahrgängen herausgab.

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Porträt Ernst Moritz Engert beim Scherenschnitt, Berlin 1930er Jahre
© VG Bild-Kunst Bonn

Die Ausstellung zeigt einen großen Querschnitt aus Ernst Moritz Engerts Werk der 1920er Jahre aus privatem und musealem Besitz. Parallel erzählt ein zweiter Ausstellungsteil von der Gründung der Sezession 1919 und stellt rund 25 Künstler in Wort und Bild vor, die im Sezessionsgründungsmanifest namentlich genannt, an der ersten Ausstellung in der Kunsthalle Darmstadt 1919 oder an der großen Expressionismus-Ausstellung 1920 auf der Mathildenhöhe beteiligt waren.

Ausstellung vom 8. September bis 13. Dezember 2019: Ernst Moritz Engert und die Darmstädter Sezession. Der Bogenschütze als Emblem der Avantgarde zum hundertsten Gründungsjubiläum der Künstlergruppe

Die heitere Welt des Wilhelm Philipp: Kulturfest im Literaturhaus

Freitag, 23. August, 18 Uhr

01-Wilhelm-Philipp-DarmstadtZum diesjährigen Kulturfest im Literaturhaus, an dem sich die Vereine des Literaturhauses präsentieren, öffnet das Kunst Archiv in einer Ausstellungspause seine Räume. Wir zeigen ausgewählte Arbeiten des Darmstädter Malers und Zeichners Wilhelm Philipp (1906-1993) aus der Sammlung des Kunst Archivs. Zu Gunsten kommender Ausstellungsvorhaben und der Arbeit des Kunst Archivs werden kleine Grafiken und Skizzenblätter zum Verkauf angeboten. Neben Kurzführungen durch das Archiv gibt es für die Besucher die Möglichkeit, sich von den heiteren Szenen Philipps inspirieren zu lassen und unter Anleitung von Julia Scheichen-Ost und Claire Mayer selbst künstlerisch tätig zu werden.

Die Veranstaltung findet ab 18.00 Uhr im Literaturhaus und in den Räumen des Kunst Archivs statt. / Eintritt frei.

Abbildung: ©Wilhelm Philipp, Darmstadt