Kein Herbstfest im Kunst Archiv Darmstadt e.V.

Das geplante Herbstfest mit dem Titel „Der Herbst ist der Frühling des Winters“, dass das Kunst Archiv Darmstadt e.V. für Sonntag, 22. Oktober 2017 vorbereitet hat, muss krankheitsbedingt bedauerlicherweise abgesagt werden! Das Fest wird im ersten Halbjahr 2018 als Frühlingsfest nachgeholt.

Die aktuelle Ausstellung „Geste, Abstraktion und Informel. Malerei und Skulptur in Darmstadt um 1960“, die am vergangenen Sonntag mit großem Zuspruch eröffnet wurde, ist zu den gewohnten Öffnungszeiten von Dienstag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr und Donnerstag von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Die nächste Führung durch die Ausstellung findet am Donnerstag, 16. November 2017 um 19 Uhr statt.

„Der Herbst ist der Frühling des Winters“ (Henri Toulouse-Lautrec) Archiv-Kunst im Kunst-Herbst

DO 16. NOVEMBER 2017

Der Herbst ist ein Fest des Glanzes und der Erfüllung, der Reife und auch des letzten Sonnenstrahls – ganz im poetischen Sinne der Gedichte von Rainer Maria Rilke, Theodor Storm und Friedrich Hebbel: „Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah“. Unter diesem Motto wollen wir allen Mitgliedern, Freunden und Förderern, allen Künstlern, Besuchern und Kunstneulingen das Archiv als einen besonderen Ort der Kunst in Darmstadt offerieren. Mit einer vielgestaltigen Festcollage aus Poesie, Musik und Kunst, mit Büchern und Graphik und – das leibliche Wohl nicht vergessend – mit Essen und Trinken, wollen wir an unserem Tag der offenen Tür alle Kunstinteressierte auf die Tätigkeit und die Ziele, auf die Inhaltlichkeit und die Bedeutung des Kunst Archivs für Darmstadt mit allen Sinnen erfahrbar machen.

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Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archivs, im Foyer und im Vortragsraum des Literaturhauses statt. Beginn der Veranstaltung: 11.00 Uhr mit offenem Ende

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Malerei und Skulptur der 1960er Jahre in Darmstadt. Ausstellungseröffnung: „Geste, Abstraktion und Informel“

SO 15. OKTOBER 2017

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelte sich um 1960 ein zweiter künstlerischer Aufbruch, in, für Darmstadt unbekanntes Neuland: die Abstraktion! Galt der erste kulturelle Aufbruch nach 1945, in einer völlig zerstörten Stadt, der Musik, der Literatur und dem Theater, so etablierten sich, in einer Welt der figurativen und gegenstandbezogenen Kunst, relativ spät und gegenüber anderen Regionen zeitverzögert, die gestischen Maler, die Abstrakten, die Informellen: Aus Berlin, Brüssel, Bremerhaven und Siebenbürgen, aus Zeitz und Amerika, aber auch aus Darmstadt, fanden die abstrakten Maler und Bildhauer zusammen, um hier Gegenstand und Realismus durch gestische, konstruktive und informelle Kunst abzulösen.

Hoppe

Wolf Hoppe, Malerei (Ausschnitt)

Es entstand keine Künstlergruppe, wie „SPUR“, „CoBrA“, „Wir“ oder wie die Gruppe der Frankfurter Informellen der „Quadriga“. In Darmstadt wirkten Einzelkünstler, die hier im Verbund eine starke Position der Abstraktion begründeten, die mit unserer Ausstellung zum ersten Mal in diesem Umfang gewürdigt wird. Künstlernamen wie Peter Steinforth (1923-1981), Paul Fontaine (1913-1996), Etzel Klomsdorff (1920-1985), Bruno Erdmann (1915-2003), Wolf Hoppe (1920-1992), H. O. Müller- Erbach (1921-1984), Robert Preyer (1930-2014), Roswitha von Blumenthal (1926-2012), Charlotte Prinz (1904-1993), Georg von Kováts (1912-1997) und Helmut Brinckmann (1912-1994) stehen für malerische Geste, große, abstrakte Form und für eine erklärte Nonfiguration. Die Ausstellung ist bis zum 23. März 2018 zu sehen.

Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archivs statt. Beginn der Veranstaltung: 11.00 Uhr

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Kunstreise nach Aachen

6. – 8. OKTOBER 2017

Unsere diesjährige Kunstreise, die wieder von Thomas Huth/rundum kultur vorbereitet und moderiert wird, führt uns für drei Tage nach Aachen! Die Kurstadt am Dreiländereck – Deutschland, Niederlande, Belgien – ist nicht nur AachenDomwegen Industrie und Süßwarenherstellung rund um die Aachener Printen bekannt – sondern auch wegen ihrer Kunst und Kultur. Die Tuchfabrikation war ab 1250 jahrhundertelang eine der wesentlichen Wirtschaftsfaktoren der Stadt. Aber auch mit der Herstellung von Kupfer und Messing im 16. Jahrhundert kam Aachen ins wirtschaftliche Zentrum Europas.

Aachen war im 8. Jahrhundert die Hauptresidenz Karls des Großen, der vor allem das kulturelle Leben ausbaute und zahlreiche monumentale Gebäude errichten ließ. Die Stadt war von 1802 bis 1825 Bischofssitz. Das Museum Centre Charlemagne präsentiert in einer Dauerausstellung die Geschichte Aachens und die Rolle von Karl dem Großen innerhalb der Stadt.

Das Stadtwahrzeichen, der Aachener Dom, der im Stil der karolingischen Renaissance um 803 fertiggestellt wurde, ist seit 1978 das erste UNESCO Weltkulturerbe in Deutschland. Er beherbergt die beiden weltbekannten und filigranen, aus purem Gold gefertigten Marien- und Karlsschreine. Die monumentalen, buntgefassten Glasfenster in der Chorhalle, das neobyzantinische Kuppelmosaik im oktogonalen Zentralbau und der Karlsthron, auf dem Karl der Große gekrönt wurde, gehören zu der prunkvollen Ausstattung des Domes. In einer Stadtführung wird u.a. die ursprünglich als Pfalzkapelle von Karl dem Großen, das Rathaus, welches an der Fassade Szenen aus dem Leben des Kaisers darstellt und der Fischmarkt mit der Brunnenfigur „Fischpüddelchen“ besichtigt.

Des Weiteren steht die mittelalterliche Skulpturensammlung im Suermondt-Ludwig-Museum, das Ludwig Forum für Internationale Kunst, der Neue Aachener Kunstverein und – geplant – das Glasmalerei-Museum in Linnich auf dem Programm. Teil der Kunstreise sind auch Besuche in Künstlerateliers.

Den Reiseverlauf, sowie die Leistungen und Kosten erhalten Sie auf Anfrage ab Ende Juli 2017 im Kunst Archiv Darmstadt e.V.

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In Kuhlmanns Paradies: Skulpturen auf der Ludwigshöhe

SA 16. SEPTEMBER 2017

Dass es solch ein Paradies gibt, wo sich Kunst und Natur aufs Schönste verbinden und dass sich dieses Paradies in Darmstadt befindet, ist ein Glücksfall für die Stadt. Der Bildhauer Joachim Kuhlmann und seine Frau, die Kunsthistorikerin Elisabeth Kuhlmann, haben mitten im Wald auf der Ludwigshöhe, einem ehemaligen Militärgelände in der Nähe des Planetariums, einen Künstlergarten geschaffen, der den Wettbewerb mit den schönsten Künstlergärten dieser Welt nicht scheuen muss. Nach fast anderthalb Jahrzehnten ist das Freigelände auf fast 4.000 qm² ein paradiesischer Ort der Kunst geworden, der die Skulpturen, Plastiken und Objekte von Joachim Kuhlmann sinnvoll platziert und mit Fund- und Sammelstücke in spannungsvollen Dialog treten lässt.

Gerade in den letzten Jahren ist viel Raum zu diesem Gesamtkunstwerk dazugekommen, seltene Pflanzen, Blumen, Bäume, vor allem im Außen-, wie im Innenbereich, wo Joachim Kuhlmann während unseres Besuchs Aquarelle, Collagen und Objekte von 1983 bis zur Aktualität des Jahres 2017 zeigt. Die beiden Kuhlmanns fordern von ihren Besuchern eine „innere Offenheit für Neues“ und garantieren ein ganz besonderes Seh-Erlebnis: „Seine Welt zeige der Künstler.“ Hier erhält diese Welt Gestalt und bleibt nicht in der Phantasie.

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Eintritt: für Schüler und Studenten 3,- Euro, für alle anderen Besucher (Mitglieder und Nicht-Mitglieder) 10,- Euro. Dieses Eintrittsgeld ergibt sich aus den immensen Kosten, die solch ein Garten verursacht, gegen eine Erhöhung als Spende werden Kuhlmanns nichts einzuwenden haben. Treffpunkt: Ludwigshöhe 202, 64285 Darmstadt (mitten im Wald), Seiteneingang, neue Gartenpforte. Beginn der Veranstaltung: 15.00 Uhr

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Ausstellung: „Geschenkt, Gestiftet und Erworben“

BIS 22. SEPTEMBER 2017

Das Kunst Archiv Darmstadt e.V. besitzt eine sehr umfangreiche Sammlung von Kunstwerken Darmstädter Künstler vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. Wir verfügen über 12 Teil- und Gesamtnachlässe von Karl Thylmann, über Karl Deppert, Annelise Reichmann, Helmut Lortz bis Esteban Fekete, die in mehreren Depots aufbewahrt werden. Die Ausstellung „Geschenkt, Gestiftet und Erworben“ zeigt Neuzugänge, die durch Schenkungen aus Privat- oder Firmenbesitz und aus Künstlernachlässen in den vergangenen ein bis zwei Jahre in das Kunst Archiv gekommen sind.

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Die ausgestellten Skulpturen, Bilder, Aquarelle, Zeichnungen und druckgraphische Arbeiten von Heinz Heim, Karl Scheld, Heinrich Reinhard Kröh, Ludwig von Löfftz, Alexander Posch, Ernst Vogel, Eberhard Schlotter, Ludwig Brummé, Helga Föhl, Pierre Kröger, Gerhard Schweizer, Gerd Winter u.a. geben einen komprimierten Eindruck in unsere Sammlung. Dankbar ist die Ausstellung den Stiftern und Schenkern gewidmet.

Öffnungszeiten des Kunst Archivs: Di bis Fr 10.00-13.00 Uhr, Do 10.00-18.00 Uhr

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Kulturfest im Literaturhaus: Führungen durch das Kunst Archiv

FR 8. SEPTEMBER 2017

Das altbekannte und kultureingeführte Kennedyhaus alias Literaturhaus Darmstadt (seit 1995), feiert seit ein paar Jahren ein Kulturfest um die kulturelle Vielfalt, die dieses Haus beherbergt, der Öffentlichkeit zu offerieren: KulturfestBildende Kunst und Fotografie, Philosophie und Musik, Vereine zur europäischen und außereuropäischen Kultur und jede Menge Literatur von Goethe-, über Lichtenberg- bis zur Wedekind-Gesellschaft, von der Textwerkstatt bis zum PEN-Club.

Einer der mitgliederstärksten Vereinigungen mit Bibliothek, Archiv und Sammlung, mit Dokumentation und wechselnden Ausstellungen ist das Kunst Archiv Darmstadt e.V. Mit zwei Kurzführungen durch die gegenwärtige Ausstellung, um 18.10 Uhr und um 19.00 Uhr, trägt das Kunst Archiv zum Gesamtprogramm des Kulturfestes bei. Zudem gibt es um 17.15 Uhr die Möglichkeit an einer Freilichtführung zu den drei Großskulpturen von Georg von Kováts vor dem Literaturhaus teilzunehmen. Die Führung erinnert an die Aufstellung der Bronzen durch das Kunst Archiv als Dauerleihgaben aus dem Nachlass des Künstlers vor fünf Jahren. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter stehen an diesem Tag mit Rat und guter Laune allen Informationssuchenden zur Verfügung!

Eintritt für alle Kunstinteressierte frei, um eine Spende wird gebeten Das Gesamtprogramm zum Kulturfest finden Sie unter: www.literaturhaus-darmstadt.de Beginn des Kulturfestes: ab 17.00 Uhr

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Sur-Reale Visionen – Zwischen Bedrängnis und Vergänglichkeit. Atelierbesuch bei Elke Bergerin

SA 22. JULI 2017

Elke Bergerin bevorzugt das große Format; es entstehen dicht komponierte Bilder, die Vergänglichkeit thematisieren und Bedrängung suggerieren. Wuchernde, wabernde Elemente des Körperlichen setzt sie filigran aneinander und provoziert, an die Bilderwelt von Richard Oelze, Max Ernst und zuweilen an Francis Bacon erinnernd, Augenblicke des Surrealen. „Gefährliche Stilleben“ nennt sie viele ihrer Bildkompositionen selbst.

Foto: Elke Bergerin

Foto: Elke Bergerin

Elke Bergerin wurde 1968 in Apolda/Thüringen geboren. Sie studierte ab 2003 an der Kunstschule „Atelier Siegel“ in Frankfurt/Main, sowie an der Städelschule bei Michael Siegel und Stephan Melzl. Die Künstlerin nahm an zahlreichen Sommer- wie Herbstakademien in Hamburg, Dresden Salzburg, Bad Reichenhall und Innsbruck teil. Studienreisen führten Elke Bergerin nach Madrid, Toledo, Rom, Oslo, Venedig und Luxor.

Bei dem Atelierbesuch gibt es die Möglichkeit mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen und vor Ort über ihre Arbeiten zu diskutieren. Voraussichtlich fahren wir in privaten PKWs. Der Treffpunkt in Darmstadt wird noch bekannt gegeben. Wir bitten um Anmeldung!

Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei
Beginn der Veranstaltung: 15.30 Uhr

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Skulptur im öffentlichen Raum Ein Gang vom Darmstadtium zur Rösenhöhe

SA 24. JUNI 2017

Darmstadt ist vieles zugleich: die seit der vorvergangenen Jahrhundertwende so apostrophierte „Stadt der Kunst“, die gegenwärtig via Poststempel so bezeichnete Stadt der Wissenschaft und die Stadt der Literatur. Darmstadt ist aber auch eine Stadt der Bildhauerei. Aus fürstlichen und kirchlichen Zusammenhängen befreite sich die Kunst im öffentlichen reiterdenkmal-03Raum durch die Stilkunstbewegung um 1900 mit Bernhard Hoetger, Ludwig Habich u.a. Auch mit den Künstlern um die Darmstädter Sezession um 1920 kam spätexpressive und neusachliche Bildhauerei hinzu. Nach 1945 begannen mehrere Bildhauer, wie der 1920 geborene Wilhelm Loth, in Darmstadt ihr Werk und trugen wesentlich zur Entwicklung der Skulptur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bei. Mit der Berufung von Waldemar Grzimek an den Lehrstuhl für plastisches Gestalten an die TH Darmstadt und seiner vier Assistenten wurde Darmstadt endgültig zur Stadt der Bildhauerei. Der Weg über die Ollenhauer Promenade bis zur Rosenhöhe umfasst ca. 20 Skulpturen, die bei dem Parkour vorgestellt werden.

Treffpunkt: Darmstadtium, am Ross und Reiter Denkmal von Waldemar Grzimek
Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei
Beginn der Veranstaltung: 15.00 Uhr

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„Geschenkt, Gestiftet und Erworben“ Führung durch die Ausstellung

DO 4. MAI 2017

Eine Führung durch die Ausstellung „Geschenkt, Gestiftet und Erworben“ ist zugleich ein Gang durch die Sammlung des Kunst Archivs, wie durch die Darmstädter Kunstgeschichte

Foto: Christoph Rau

Foto: Christoph Rau

der vergangenen anderthalb Jahrhunderte. Claus K. Netuschil wird in seiner Führung auf die jeweils einzelnen Kunstwerke eingehen und die zeitlichen und stilistischen Verknüpfungen der jeweiligen Gesamtwerke der ausgestellten Künstler zueinander beleuchten.

Die Bilder, Skulpturen und Arbeiten auf Papier geben einen Einblick in die umfangreiche Kunstsammlung des Kunst Archivs, die in mehreren Depots aufbewahrt wird. Gleichzeitig ist die Ausstellung den Stiftern und Schenkern dankbar gewidmet.

Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt e.V. statt. Eintritt: 5,- Euro.
Für Mitglieder des Kunst Archivs frei

Beginn der Veranstaltung: 19.00 Uhr

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