Einladung zur Buchpremiere

nie-wieder-kriegLiebe Mitglieder und Fördermitglieder des Kunst Archivs, Leihgeber und Sponsoren der Ausstellung, liebe Beteiligte am Meidner-Projekt, verehrte Damen und Herren, wir laden Sie mit dem unten beigefügtem Flyer sehr herzlich am

Freitag, 10. März 2017 um 19.00 Uhr
zur Premiere des Katalogbuches unserer Ausstellung ein:
„Nie wieder Krieg! Künstler im Ersten Weltkrieg“

Es sprechen: Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt, und Claus K. Netuschil, Kunst Archiv Darmstadt e.V.

Bei dieser Gelegenheit besteht die Möglichkeit die Ausstellung, die bis zum 6. April 2017 verlängert wurde, zu besichtigen. Wir freuen uns, wenn Sie zur Buchpremiere kommen und sich ein Exemplar der sehr kleinen Auflage von 400 Büchern sichern.

Herzliche Grüße aus dem Kunst Archiv

Ausstellungseröffnung: „Geschenkt, Gestiftet und Erworben“ – Neuzugänge für das Kunst Archiv

SO 23. APRIL 2017

Teil des Kunst Archivs ist eine umfangreiche Sammlung an Kunstwerken Darmstädter Künstler vom 19. und 20. Jahrhundert bis heute. Überwiegend sind die Skulpturen, Bilder und Arbeiten auf Papier durch Schenkungen aus Privat- oder Firmenbesitz und aus Nachlässen an das Kunst Archiv gekommen. Mit der Übernahme der Kunstwerke übernimmt das Kunst Archiv die Verantwortung für jedes einzelne Werk. Kontinuierlich werden die Arbeiten bearbeitet, zum Teil neu gerahmt und katalogisiert.

Foto: Christioph Rau

Foto: Christioph Rau

In der Neuausgabe von „Geschenkt, Gestiftet und Erworben“ werden z.B. zwei Selbstbildnisse von Künstlerinnen zu sehen sein, die bereits mit Ihren Arbeiten in der Ausstellung „Der weibliche Blick“ vertreten waren: Fanny Wolfskehl und Elisabeth Westermann- Pfähler. Von der Bildhauerin Westermann-Pfähler konnten damals keine Werke und kein Porträtfoto gezeigt werden: Es ist nichts überliefert! Auf einer Auktion in Frankfurt / Main tauchte ein Porträt der Künstlerin auf, das Alexander Posch 1919 gemalt hat. Ebenso ist von Fanny Wolfskehl nur sehr weniges an Werken und Biographie überliefert. Auch von ihr kam durch eine Schenkung ein Gips-Porträt in die Sammlung des Kunst Archivs. Beide Porträts werden in der Ausstellung gezeigt.

Zu sehen sind außerdem Arbeiten von Heinrich Reinhard Kröh und Ludwig von Löfftz, von Eberhard Schlotter und Helmut Lortz, von Fritz Schwarzbeck und Pierre Kröger und vielen anderen Darmstädter Künstlern.

Beginn der Veranstaltung: 11.00 Uhr

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Von Kriegsbegeisterung zur Ernüchterung. Vortrag von Franz Josef Hamm, Limburg

DO 2. MÄRZ 2017

Franz Josef Hamm spricht über die Künstlergraphik zum Ersten Weltkrieg, die in den Zeitschriften „Kriegszeit“, „Kunstflugblätter“ und „Krieg und Kunst“, während und kurz nach dem Ersten Weltkrieg erschienen sind. Neben Max Beckmann, der in der Ausstellung des Kunst Archivs vertreten ist, gestalteten unter anderem Lovis Corinth, August Gaul, Käthe Kollwitz, Ernst Barlach und Max Liebermann graphische Blätter, die das Kriegsgeschehen verbildlichten.


Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt e.V. statt.

Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei
Beginn der Veranstaltung: 19.00 Uhr

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Nie wieder Krieg! Führung durch die Ausstellung

DO 9. FEBRUAR 2017

Claus K. Netuschil, der die Ausstellung gemeinsam mit Julia Hichi konzipiert und eingerichtet hat, geht den Spuren der beteiligten Künstler im Ersten Weltkrieg und ihrer sehr unterschiedlichen Sicht auf das Kriegsgeschehen nach. Immer steht – im literarischen, wie im bildkünstlerischen – die realistische Beschreibung der unvorstellbaren Grausamkeit des Menschenmordens, so wie die Stadt- und Landzerstörung im Mittelpunkt und zeigt den oft beschrittenen Weg der Künstler vom euphorischen Einzug in den Krieg bis hin zur Depression durch die Kriegserlebnisse zum Antimilitarismus und Pazifismus. Die Botschaft lautet: Nie wieder Krieg!

Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt e.V. statt. Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei Beginn der Veranstaltung: 19.00 Uhr

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Darmstadt im Ersten Weltkrieg. Vortrag von Dr. Peter Engels

DO 26. JANUAR 2017

Der Vortrag von Dr. Peter Engels, Stadtarchiv Darmstadt, beschreibt die Situation Darmstadts zwischen 1914 und 1918. Inmitten der Ausstellung „Nie wieder Krieg! Künstler im Ersten Weltkrieg“ werden Ausrüstung, Propaganda und Militarisierung, Kriegsausbruch und Novemberrevolution und die gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Stadt thematisiert.

Foto: Stadtarchiv Darmstadt

Foto: Stadtarchiv Darmstadt

Der Historiker, der in Köln Geschichte, Musikwissenschaft und Latein studiert hat, absolvierte in Münster und Marburg seine Archivausbildung, bevor er als Leiter des Stadtarchivs nach Darmstadt kam. Der Vortrag fasst seine Forschungsergebnisse der letzten Jahre zum Ersten Weltkrieg zusammen.


Fotos: Stadtarchiv Darmstadt


Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt e.V. statt. Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei
Beginn der Veranstaltung: 19.00 Uhr

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Zinnobernächte und ultramarinblaue Tage. Eine Hommage an Ludwig Meidner. Szenische Lesung von und mit Stéphane Bittoun

DI 17. JANUAR 2017

Im Rahmen des großen Meidner-Projekts und als Parallelveranstaltung zu der Ausstellung „Nie wieder Krieg“, inszeniert der Frankfurter Regisseur Stéphane Bittoun im Vortragsraum des Literaturhauses einen multimedialen Abend zwischen szenischer Lesung und Filmdokumentation.

Foto: Kulturfonds Frankfurt RheinMain

Foto: Kulturfonds Frankfurt RheinMain

Mit Texten, Filmen, Bildern, Filmsequenzen und Zeitzeugeninterviews wird Stéphane Bittoun, gemeinsam mit seinen Schauspielkollegen Mogli Cruse und Moritz Brendel, das Werk Ludwig Meidners für 90 Minuten lebendig machen. Das Symposium, das vom Jüdischen Museum Frankfurt in Kooperation mit dem Deutschen Exilarchiv 1933-1945 in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt veranstaltet wird, findet vom 16. bis 18. Januar 2017 statt. Es präsentiert den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung zu Ludwig Meidner. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem jüdischen Erfahrungshorizont von Meidners Arbeiten und deren Rezeptionsgeschichte. Gefördert wird das Symposium vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain und wurde von der Ludwig Meidner Gesellschaft e.V. initiiert. Stéphane Bittoun ist Regisseur, Autor, Synchronsprecher und Schauspieler. 2012 ist er mit seinen medienübergreifenden Inszenierungen zwischen Theater, Hörspiel und Film für den renommierten George-Tabori-Preis nominiert worden.

Die Veranstaltung findet im Vortragsraum des Literaturhauses statt. Eintritt: 15,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs 10,- Euro
Beginn der Veranstaltung: 19.00 Uhr

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Ausstellung: Nie wieder Krieg! Künstler im Ersten Weltkrieg

BIS 31. MÄRZ 2017

Anlässlich des großen fünfteiligen Ausstellungsprojekts zu Ludwig Meidners 50. Todesjahr zeigt das Kunst Archiv die Arbeiten von sieben Künstlern, die sich mit dem Thema des Ersten Weltkrieges auseinandergesetzt haben. Die Ausstellung wird vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert, der das Gesamtprojekt gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Frankfurt und der Ludwig Meidner Gesellschaft e.V. angeregt und mit fünf Ausstellungshäusern in Frankfurt/Main, Hofheim und Darmstadt vorbereitet hat.

Foto: Christoph Rau

Foto: Christoph Rau

Das Kunst Archiv dokumentiert in der großen Jahresausstellung das grausame Erlebnis des Ersten Weltkrieges, als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts aus der sehr unterschiedlichen Sicht von Max Beckmann (1884-1950), Karl Deppert (1897-1988), Josef Eberz (1880- 1942), Frans Masereel (1889-1972), Ludwig Meidner (1884-1966), Karl Scheld (1895-1936) und Karl Thylmann (1888- 1916). Neben Malerei, Arbeiten auf Papier und Druckgraphik wird die umfassende Ausstellung durch Tagebuchaufzeichnungen, Briefe, Texte und Fotos zu einem Gesamtbild des Ersten Weltkrieges ergänzt. Zu Ehren des künstlerisch hochbegabten Darmstädter Graphikers und Dichters Karl Thylmann, der 1916 mit 28 Jahren im Kriegsgeschehen an der Westfront fiel, thematisiert die Ausstellung die antimilitaristische, pazifistische und humanistische Haltung aller beteiligten Künstler. Ludwig Meidner malte und zeichnete als einer der wenigen Künstler seiner Zeit visionäre, apokalyptische Landschaften und Schlachtfelder, lange bevor der Erste Weltkrieg ausgebrochen war. Die unvorstellbare Welterschütterung bringt er eindrucksvoll und deutlich ins Bild. Karl Deppert arbeitete mitten im Kriegsgeschehen aus dem Schützengraben heraus und zeichnete und radierte die vorher noch nie erlebte Grausamkeit der Welt- und Menschzerstörung. Josef Eberz, Karl Scheld und Max Beckmann, der 1915 nach Frankfurt übersiedelte, nehmen mit ihren verstörend- realistischen Blättern vom Kriegsbeginn, von Schlachtbeschreibung und Revolution an der Ausstellung teil.

Die Ausstellung leistet einen wichtigen, historischen Beitrag für die Darmstädter Kunstgeschichte und soll mit dem ergreifenden Bildmaterial einen Denkprozess über jegliche kriegerische Auseinandersetzungen auslösen, mit dem dringenden Appell an die nachgeborene Generation: Nie wieder Krieg!

Öffnungszeiten des Kunst Archivs: Di bis Fr 10.00 – 13.00 Uhr, Do 10.00 – 18.00 Uhr
Eintritt frei, Spende erwünscht

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Staatenlos im Nirgendwo. Aart Veder und Michael Erhard setzen Walter Mehring in Szene.

FR 2. DEZEMBER 2016

artveder

Aart Veder, Michael Erhard

Parallel zu unserer Ausstellung zum Ersten Weltkrieg trägt vor, rezitiert und gestaltet Aart Veder Texte von Walter Mehring. Michael Erhard begleitet den Schauspieler auf dem Klavier – so entsteht eine szenische Lesung mit Musik! Mitten im Ersten Weltkrieg 1915/16 veröffentlichte der Schriftsteller, Dichter, Kabarettist, Dadaist, Chansonnist, Expressionist, Liedermacher und Theaterautor Walter Mehring (1896-1981) seine ersten Gedichte in Herwarth Waldens Zeitschrift „Der Sturm“. 1917 gehörte er zu den Mitbegründern des Berliner Dadaisten-Kreises und publizierte fortan in den zahlreichen Zeitschriften und Jahrbüchern der Zeit, vor allem in Siegfried Jacobsohn „Weltbühne“ und im „Tagebuch“. Mehring verschrieb sich dem „politischen Cabaret“, so der Titel eines frühen Gedichtbandes. Mit seinen Gedichten und satirischen Prosatexten machte er Front gegen Militarismus und übersteigerten Nationalismus, gegen Antisemitismus und den Nationalsozialismus. 1939 emigrierte er in die USA, kehrte 1953 nach Europa zurück und lebte nacheinander in Berlin, Hamburg, München und Ascona, zuletzt in Zürich, wo er 1981 starb. Seit 1956 war Walter Mehring Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.

Aart Veder, Berliner mit holländischem Pass, ist seit über 40 Jahren Schauspieler mit langem Engagement (seit 1978!) am Staatstheater Darmstadt, wo er lebt und arbeitet. Mit seinen unzähligen Rollen hat er Theatergeschichte in Darmstadt geschrieben. Aart Veder moderiert und rezitiert, gestaltet Lesungen, führt Regie und ist ein gesuchter Hörspielsprecher. Der gebürtige Mannheimer Michael Erhard studierte an der Musikhochschule Freiburg Kontrabass, Klavier und Dirigieren. Nach ersten Theatererfahrungen und freiberuflichen Tätigkeiten leitete er, unterbrochen von anderen Engagements, von 1985 bis 2014 die Schauspielmusik am Staatstheater Darmstadt. Als Komponist, Arrangeur, musikalischer Leiter und Pianist blickt er auf eine vielseitige Tätigkeit mit zahlreichen Kompositionen für Schauspiel und Tanztheater zurück.

Die Veranstaltung findet im Vortragsraum des Literaturhauses statt. Eintritt: 10,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs 5,- Euro Beginn: 19 Uhr

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Künstler im Ersten Weltkrieg. Führung durch die Ausstellung.

DO 24. NOVEMBER 2016

Claus K. Netuschil, der die Ausstellung konzipiert und eingerichtet hat, geht den Spuren der beteiligten Künstler im ersten Weltkrieg und ihrer sehr unterschiedlichen Sicht auf das Kriegsgeschehen nach. Immer steht – im literarischen wie im bildkünstlerischen – die realistische Beschreibung der unvorstellbaren Grausamkeit des Menschenmordens sowie die Stadt- und Landzerstörung im Mittelpunkt, die den oft beschrittenen Weg der Künstler vom euphorischen Einzug in den Krieg zur Depression durch die Kriegserlebnisse zum glühenden Pazifismus zeigt. Die Botschaft lautet: Nie wieder Krieg!

krieg

Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt e.V. statt. Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei Beginn: 19 Uhr

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Gesegnet im Namen der Kunst. Marinka Limat auf Kunstpilgerreise.

DO 10. NOVEMBER 2016

Mit strahlendem Gesicht, voller Optimismus übers Gelingen ihrer ersten Kunstpilgerreise und mit großem Rucksack, stand die Schweizer Performance-Künstlerin Marinka Limat Anfang 2013 im Kunst Archiv mitten in unserer Veranstaltung „Frühlingserwachen“. Ausgangspunkt ihrer Reise war damals ihre Heimatstadt Fribourg und das Ziel des Kunstfußmarsches war das erklärte Mekka der zeitgenössischen Kunst: Berlin. Auf dem Weg besuchte Marinka Limat über 50 Institutionen und ließ sich dort im Namen der Kunst segnen! Am Anfang stand ein Gedanke: Alleine mit sich und mit allem im Rucksack, was man braucht. Zentrum der Reise waren die Begegnungen mit Menschen und mit über 50 kulturellen Einrichtungen und deren Verantwortlichen und Besuchern. Der Performerin durchquerte die Schweiz und Deutschland, traf viele Menschen, sprach mit ihnen über Kunst, sammelte Eindrücke, Statements, Emotionen und hielt lustige, überraschende aber auch beängstigende Situationen auf ihrer Reise filmisch fest.

kunstpilgerreise

Aus vielen Stunden Material entstand ein Dokumentarfilm von 58 Minuten Länge. Er zeigt den Weg der Künstlerin durch zwei Länder und dokumentiert den Umgang mit Kunst, wie er an verschiedenen Orten von unterschiedlichen Sachverständigen und Kunstinteressierten gelebt wird. 2015 unternahm sie eine Kunstpilgerreise – 832 Kilometer in sechs Wochen – nach Venedig. Für 2017 plant sie im Zusammenhang mit der kommenden documenta 14 ihre bisher längste Reise von Kassel nach Athen. Marinka Limat kommt nach Darmstadt, um ihren Film zu zeigen und sich der Diskussion über ihre Performance zu stellen. Die Filmbox ist als limitierte Edition zu erwerben. Marinka Limat, 1983 geboren, thematisiert in ihrer Arbeit die menschliche Interaktion. Nach ihrem Master in Art Education 2011 an der Hochschule der Künste in Bern, lebt und arbeitet sie freischaffend in Berlin und Fribourg.

Die Veranstaltung findet in den Räumen des Kunst Archiv Darmstadt e.V. statt. Eintritt: 5,- Euro, für Mitglieder des Kunst Archivs frei Beginn: 19 Uhr

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