Mein kleiner Freund Taschi

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Anne und Barbara Fienberg: Mein kleiner Freund Taschi

“Ich habe einen neuen Freund”, erzählte Jack beim Abendessen.

“Prima”, sagte Mama. “Wie heißt er denn?”

“Taschi, und er kommt von ganz weit her.”

“Na so was”, sagte Papa.

“Ja, sagte Taschi. “Und er ist auf einem Schwan hergeflogen.”

“Auf einem weißen oder auf einem schwarzen Schwan?”, fragte Papa.

“Das ist doch ganz egal”, sagte Jack. “Du willst immer so unwichtige Sachen wissen.”

“Wieso ist Taschi denn nun auf einem Schwan hergekommen?”, fragte Mama.

“Also”, begann Jack. “Das war so. Taschis Eltern waren sehr arm. Sie wollten hierher kommen, aber sie hatten viel zu wenig Geld. Und damit sie die Reise bezahlen konnten, mussten sie Taschi an König Zottelbart verkaufen.”

“Was hat die Reise denn gekostet?”, fragte Papa.

“Das ist doch ganz egal”, sagte Jack. “Immer willst du so unwichtige Sachen wissen!”

“Und warum ist Taschi jetzt hier und nicht mehr bei König Zottelbart?”, fragte Mama.

“Also, das war so”, berichtete Jack. “Als Taschis Eltern abgereist waren, saß er an einem See und weinte. Und als ein Schwan das hörte, sagte er zu Taschi, er solle sich auf seinen Rücken setzen. Sie flogen viele Tage und Nächte, bis sie endlich bei uns ankamen. Der Schwan landete dann bei Taschis Eltern, genau vor der Tür ihres neuen Hauses.”

“Kam er vormittags oder nachmittags an?”, wollte Papa wissen.

“Das ist doch ganz egal”, sagte Jack. “Und jetzt erzähle ich gar nichts mehr. Ich gehe nämlich ins Bett.”

 

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