Prinzessin Julia und der Bonbonprinz/Prinzessin Rose und der kluge Narr

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Eleonore tauchte wieder auf. Jetzt sah sie noch zerzauster aus. Mit einem dumpfen Knall warf sie ihr Lehrbuch auf den Tisch. Eine Staubwolke wirbelte auf.

“Eigentlich darf ich ja solche Zaubereien wirklich nicht rückgängig machen”, murmelte sie und hustete. “Die da oben in der Verwaltung sind ziemlich streng. Aber wir sehen mal, was sich machen lässt.” Sie hörten das Rascheln steifer Pergamentseiten. Jasper hatte sich zwar vorgenommen, auf keinen Fall Eleonores Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, aber er war zu aufgeregt, um zu schweigen.

“Steht da etwas?”, fragte er.

“Es ist Jahre her, seit ich die Schule besucht habe. Ach ja. Hier ist das Kapitel über Schlupflöcher.” Sie überflog die Seiten. “Würdest du denn einen Frosch küssen? Nein, Moment, das gilt für eine andere Art von Zauber – offenbar müsstest du dann der Frosch sein. Vielleicht ein scheußliches Biest heiraten? Aber das wollen wir ja gerade verhindern. Hmmm… oh! Ein Jahr im Wald verbringen, als Sklavin einer Hexe? Die Hexe ist in Wirklichkeit ein verkleideter Prinz, es geht also gut aus … aber wer weiß, ob du diesen Prinzen lieber magst als Prinz Petersilie …”

“Außerdem haben wir nicht ein Jahr und einen Tag lang Zeit”, mahnte Jasper. “Während wir hier überlegen, lässt Prinz Petersilie wahrscheinlich gerade die Pferde satteln.”

Rose verzog das Gesicht und hastete zum Fenster, um nach dem Prinzen Ausschau zu halten. Eleonore blätterte hastig weiter.

 

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