P.F.O.T.E. – Ein fast perfekter Hund

Rezension Katze mit Buch:

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Ohne Schnitt 2

P.F.O.T.E. – EIN (FAST) PERFEKTER HUNDDie Geschwister Janne und Flip wünschen sich nichts so sehr wie einen Hund. Kaum zu glauben läuft ihnen eines Tages nicht nur ein unglaublich süßer herrenloser Hund über den Weg, zu ihrer Überraschung kann dieser außerdem mit ihnen reden! Denn P.F.O.T.E. ist kein normaler Hund, sondern ein (fast) perfekter Hund, der von schlauen Forschern in einem Labor entwickelt wurde. Allerdings hat P.F.O.T.E. sich in dem Labor sehr einsam gefühlt, da ihm dort ein Rudel gefehlt hat. Als eines Tages die Tür nach draußen offen steht, nutzt er die Chance wegzulaufen, auch wenn das eigentlich nicht zum Verhalten eines perfekten Hundes passt. Außerhalb des Labors trifft er nicht nur auf Janne und Flip, sondern auch auf eine Katze und den Mops Tapferer einsamer Wolf, die ihm wichtige Dinge über das Leben in der Freiheit lehren, und so lernt P.F.O.T.E. nach und nach, dass es viel wichtigere Dinge im Leben gibt als perfekt zu sein und schon bald muss er eine Entscheidung treffen, ob er zurück ins Labor geht oder sich für ein Leben in einer Familie entscheiden möchte, denn die Forscher setzen alles daran, ihren fast perfekten Hund zurück zu erlangen, um ihn einem breiten Publikum zu präsentieren, denn eines Tages soll P.F.O.T.E. alle Hunderassen der Welt ersetzen, denn kann es etwas Besseres geben, als einen Hund der nahezu allen Befehlen gehorcht und nur einmal am Tag bellt?Die Geschichte von P.F.O.T.E. behandelt ein tiefschürfendes Thema: wie wichtig ist Perfektion gegenüber Individualität? Sind es nicht die Eigenarten und Schwächen, die Tiere (oder auch Menschen) erst liebenswert machen? Zu Beginn ist P.F.O.T.E. ein süßer, wohlerzogener Hund, der im Laufe der Geschichte aber immer liebenswerter wird, wenn er nach und nach entdeckt, welche Freuden des Hundelebens im bislang durch sein Dasein im Labor entgangen sind. Sei es das Spielen mit einem Bällchen, Schwimmen im Fluss oder vor Freude mit dem Schwanz zu wedeln. Er lernt in der Freiheit, dass es nicht nur böses Bellen aus Schutz vor Einbrechern gibt, sondern auch Bellen, um seine Freude zu bekunden. Man kann sich als Leser einfach nur mitfreuen, wenn P.F.O.T.E. die unbekannten, schönen Seiten des Hundelebens entdeckt und zum ersten Mal erlebt.
Die Geschichte ist nicht zuletzt der hinreißenden Illustrationen von Barbara Scholz unheimlich liebenswert, sondern gerade für die Altersklasse auch sehr spannend, wenn die Labormitarbeiter versuchen P.F.O.T.E. einzufangen und zurück ins Labor zu bringen, zum Glück gibt es aber auch im Labor jemanden, dem P.F.O.T.E.s Glück am Herzen liegt und der der Überzeugung ist, dass Perfektion nicht auf Biegen und Brechen und zu Lasten der Vielfalt erstrebenswert ist.

“P.F.O.T.E. – Ein (fast) perfekter Hund” ist ein lustiger und spannender Lesespaß für Kinder, die Tiere lieben und die kleinen Leser lernen nebenher noch, dass mit einem Tier nicht nur Spaß im Leben einzieht, sondern viel Verantwortung einher geht.