Liebes Flunkertagebuch

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Liebes Flunkertagebuch, Gabriel

Bilder von Barbara Scholz

“Der Titel des Buches deutet eine heitere “Flunker-Geschichte” an, doch schon der Klappentext macht – zum Glück! – deutlich, das dem keineswegs so ist. Bettina Obrecht schildert Ninas Nöte sehr eindringlich, jedoch ohne zu dramatisieren (sehr wohltuend!) und entwickelt zudem eine realistische und dennoch tröstliche Auflösung.
Besonders gut gefallen hat mir die Entwicklung des Flunkertagebuchs während der Geschichte: anfangs eher ein heiteres Sammelsurium von Ninas Flunkereien, angelegt, damit sie selbst nicht den Überblick verliert, wandelt sich das Buch langsam zu einer Art Sündenregister. Nachdem Nina so ziemlich jeden in ihrer Umgebung angelogen hat, bleibt ihr nur das Tagebuch, um wenigstens sich selbst gegenüber ehrlich zu bleiben. Leider erleichtern die Eintragungen ihr Gewissen nicht, im Gegenteil, mit jedem Eintrag wird das Heft zu einer immer größeren Last. Schließlich hält Nina es nicht mehr aus und stellt sich den Konsequenzen ihrer Flunkereien: sie beichtet ihre größte Lüge. Natürlich gibt ein glückliches Ende, aber es ist kein rosarotes Hollywood-Happy-End, bei dem sich am Ende alle tränenüberströmt-glücklich in den Armen liegen, sondern ein realistisches: Irina wird Nina ganz sicher nicht mehr zur Freundin gewinnen können, allein bleibt sie jedoch auch nicht.

Fazit: Sehr gelungene Geschichte zum Thema “Lügen/Flunkereien”, die auf den pädagogischen Holzhammer ebenso verzichtet wie auf übermäßige Dramatisierungen. Empfohlen für Mädchen ab 10 Jahren, die realistische Geschichten bevorzugen.”

www.büchereule.de

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