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BRECHTSCHULE EXTRA
 

Mit der Veranstaltrungsreihe EXTRA möchte die Bertolt-Brecht-Schule Darmstadt Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur in der Schule vorstellen. In loser Folge werden hier Künstler, Musiker, Schriftsteller, Schauspieler, Filmemacher und andere Kultur-Produzenten bzw. -Vermittlern eingeladen, ihr Werk und ihre Arbeitsweise persönlich zu präsentieren und sich der Diskussion mit Schülerinnen und Schülern zu stellen. Die direkte Begegnung mit Werk und Künstler soll den Blick für zeitgenössiche Kultur jenseits des Mainstreams öffnen und als Erweiterung des schulischen Bildungskanons dienen.
Die EXTRA - Veranstaltungen richten sich an die Schulgemeinde und auch an die interessierte Öffentlichkeit.

Wenn Sie zu den einzelnen Veranstaltungen eingeladen werden wollen, mailen Sie an
extra [ ät ] brechtschule.de






EXTRA 10
MA R T I N   B R A N D
V I D E O K U N S T
Vortrag mit Werkbeispielen von
Videofilmen und Video-Installationen

DO. 17.11.2011, 11.30 Uhr - 13.00 Uhr , Neus Foyer

Bertolt-Brecht-Schule, Kranichsteiner Str. 84, 64289 Darmstadt

Einlass: 11.15 Uhr, Eintritt frei

EXTRA 10 INFO

MARTIN BRAND wurde 1975 in Bochum geboren und studierte bis 2002 Kunst und Germanistik in Bochum und Dortmund. Er lebt und arbeitet als Foto- und Videokünstler in Köln.

In den vergangen Jahren realisierte er eine Reihe von Kunstprojekten, bei denen er von Beobachtungen und Überlegungen zu gesellschaftlich-sozialen wie auch politischen Vorgängen und Zuständen ausgegangen war. Seine Arbeiten bewegen sich dabei oftmals zwischen Dokumentation und Fiktion, zufälliger Beobachtung und Inszenierung. Themen wie Jugendkultur, Identitätssuche, Orientierung an Vorbildern, Beeinflussung durch Medien und Werbung, Cliquen- und Szenebildung, Gewalt, Gruppenhierarchien und -mechanismen spielen inhaltlich eine zentrale Rolle.

MARTIN BRANDs Werke wurden auf zahlreichen internationalen Ausstellungen und Festivals gezeigt, er erhielt Stipendien und Künstlerresidenzen und wurde mehrfach ausgezeichnet. Derzeitig sind Arbeiten von MARTIN BRAND in den Ausstellungen „Nothing in the World But Youth“ bei Turner Contemporary in Margate, England, „Why I Never Became a Dancer“ in der Sammlung Goetz im Haus der Kunst in München und „Through the Looking Glass“ im Kunsthaus Wiesbaden zu sehen.
Ab dem 27.Oktober 2011 sind zudem zwei Videoarbeiten von MARTIN BRAND in der Ausstellung „Ansichten des Ich“ zu sehen, die in Kooperation mit dem Hessischen Landesmuseums in der Schader-Stiftung Darmstadt gezeigt wird.

EXTRA 10 LINKS

www.martinbrand.net

www.turnercontemporary.org
www.hausderkunst.de
www.sammlung-goetz.de
www.kunsthauswiesbaden.org
www.hlmd.de
http://galerie.schader-stiftung.de


EXTRA 09

NIKOLAUS HEYDUCK | INSTALLATIONEN

Präsentation mit dokumentarischen Videos von künstlerischen Installationen und Klangbeispiele


DO. 24.02..2011, 11.30 Uhr - 13.00 Uhr, Neus Foyer
Bertolt-Brecht-Schule, Kranichsteiner Str. 84, 64289 Darmstadt
Einlass: 11.15 Uhr, Eintritt frei

NIKOLAUS HEYDUCK
ist ein Künstler, der im Grenzbereich zwischen Musik, Geräusch und bildender Kunst arbeitet.
So entstehen Objekte oder Objektgruppen, die wie Skulpturen Raum einnehmen.
Zusätzlich kommen Klänge und gelegentlich auch Videos hinzu.
Die Eigenschaften eines Raumes beeinflussen dabei die Konzeption der Installation.
Anhand von dokumentarischen Videos und Klangbeispielen seiner Arbeiten wird HEYDUCK Einblick in sein Schaffen geben.



HEYDUCK, 1957 in Kassel geboren, ist bildender Künstler, Musiker und Komponist.
1979 ging er an die Städelschule Frankfurt am Main, wo er bis 1985 in der Filmklasse von Peter Kubelka studierte, sowie bei Bernhard Jäger, Hermann Nitsch und anderen.
Ab 1980 besuchte er regelmäßig die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt, belegte Kurse bei Johannes Fritsch und Clarence Barlow, begegnete John Cage und Karlheinz Stockhausen. Ein vertiefendes Studium der Komposition erfolgte von 1990 bis 1995 bei Toni Völker an der Akademie für Tonkunst Darmstadt.

HEYDUCKs interdisziplinäre Arbeitsweise führte ihn zu raumbezogenen Installationen, bei denen er skulpturale Gestaltung mit elektroakustischen Klängen und auch Video verbindet.

www.nikolaus-heyduck.de

EXTRA 07 | CHRISTOP HHELLER | ÜBER DAS FILMEMACHEN
Ein Vortrag des Regisseurs des aktuellen Kinofilms "Mein Vater. Mein Onkel."
Mit Filmausschnitten, Bildern und Informationen über die Arbeit hinter der Kamera.


MI. 26.05.2010, 11.30 Uhr - 13.00 Uhr, Neus Foyer
Einlass: 09.30 Uhr, Eintritt frei



CHRISTOPH HELLER (*1981) ist Filmemacher und hat mit seinem Abschlussfilm an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb), dem Dokumentarfilm "Mein Vater. Mein Onkel." international einige Erfolge gefeiert.
In der EXTRA-Veranstaltung wird er anhand von verschiedenen Filmausschnitten seinen Weg zum Filmemacher darstellen und Einblicke in die Arbeit als Film-Regisseur und -Produzent geben.


Schon als Jugendlicher hat HELLER als Jungdarsteller am Schauspielhaus Frankfurt gearbeitet..Seine Schulzeit beendete er mit dem Abitur an der Bertolt-Brecht-Schule in Darmstadt, wo er auch seinen Mitschüler und späteren "Hauptdarsteller" SINAN AL KURI kennenlernt.
Vor seinem Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin verbringt er einige Zeit in Frankreich und arbeitet danach als Assistent für Egoli Tossell Film Berlin in der internationalen Co-Produktion und bei Celluloid Dreams Paris im Weltvertrieb. In dieser Zeit übernimmt er bereits die Produktionsleitung und -koordination bei Kinospielfilmprojekten, sowie eigene Regie- und Kameraarbeiten. Sein Social Spot »Überwachungskamera« feiert seine Premiere im Panorama der Berlinale 2007 und erhält zudem eine lobende Erwähnung im Teddy Award und das Prädikat »wertvoll« durch die Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW). Von 2007 - 2008 ist er Stipendiat der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten (VFF).

Zum aktuellen Film "Mein Vater. Mein Onkel.":
Ein junger charmanter Deutscher begegnet seinen leiblichen Eltern und Geschwistern in Dubai. Dort hat die wohlhabende irakische Familie ihr neues Zuhause gefunden. Ihr Sohn Sinan ist in Roßdorf bei Darmstadt bei seiner deutschen Adoptivmutter aufgewachsen und lebt und arbeitet inzwischen als Schauspieler in Berlin. Fast unsichtbar und sehr präzise ist die Kamera in »Mein Vater. Mein Onkel.« immer dabei, wenn Sinan der Familie, der Sprache, Religion und Kultur seiner Vorfahren begegnet - es ist die Entdeckung einer fremden Welt, eines alternativen Lebens, das er gelebt hätte, wenn er bei seinen Brüdern aufgewachsen wäre. Für Sinans Eltern hat er immer zur Familie gehört. Sie haben sich ihr Leben lang nach der Rückkehr des verlorenen Sohnes gesehnt und nehmen ihn nun in bedingungsloser Liebe an. Sie schmieden Pläne, träumen von einem gemeinsamen Leben im Irak und machen schon mal Vorschläge für die zukünftige Ehefrau. Eigentlich wäre es auch ganz schön, wenn Sinan zum Islam konvertieren würde. »Mein Vater. Mein Onkel.« zeigt mit viel Witz das Aufeinandertreffen zweier Kulturen innerhalb einer Familie.

"Mein Vater. Mein Onkel." läuft seit dem 13.05.2010 in deutschen Kinos.
Im Darmstädter REX-Kino (Broadway) findet eine Sondervorstellung des Films am 26.05.2010 um 18.45 Uhr statt, bei der CHRISTOPH HELLER in einem Publikumsgespräch nochmal für Fragen speziell zu seinem Film zur Verfügung steht.



EXTRA 6
LUKAS EINSELE, ONE STEP BEYOND
Wiederbegegnung mit der Mine, Vortrag mit Bild, Film und Objekten

MI. 17.03.2010, 09.45 Uhr - 11.15 Uhr


»One Step Beyond - Wiederbegegnung mit der Mine« (OSB) ist ein künstlerisches Projekt von LUKAS EINSELE, das über Landminen und ihre Opfer berichtet und sie in ein sichtbares und nachvollziehbares Verhältnis zueinander setzt. Für OSB erinnern sich Menschen, die von einer Landmine verwundet wurden, und beschreiben den Hergang des Unglücks. Einige stellen dabei den Unfallort in einer Zeichnung dar.

Im Anschluss an das Gespräch wurden sie von EINSELE mit einer Großbildkamera portraitiert und erhielten im Tausch für ihren Bericht ein Polaroidpositiv derselben Fotografie. Mit Hilfe ihrer Berichte sowie unter Hinzuziehung von Militär- und Minenkarten und den Informationen von Minenräumern recherchierte EINSELE jene Minen, die die Unfälle hätten verursachen können. Sie wurden fotografiert und umfangreich dokumentiert.

Lukas Einsele

Die Interviews und Recherchen zu OSB führten in vier der am stärksten verminten Länder der Erde: Afghanistan, Angola, Bosnien-Herzegowina und Kambodscha. Insgesamt wurden 44 Überlebende befragt und porträtiert. Die Gespräche wurden von Dolmetschern geführt, mit denen EINSELE sich genau über Form und Inhalt der Interviews abgestimmt hatte. Die Berichte wurden von ihm mit einem Minidisc-Recorder aufgezeichnet und später zunächst transkribiert und dann ins Deutsche und Englische übersetzt.

Auf seinen Reisen wurde LUKAS EINSELE von dem Fotografen ANDREAS ZIERHUT begleitet. Gemeinsam dokumentierten sie themenspezifische Projekte wie Minenräumung, Rehabilitation, Mine Risk Education etc. Die Farbfotografien auf auf Mittel- und Großformat waren konzipiert für eine großformatige Wiedergabe.

OSB wurde im August 2001 begonnnen und ist noch nicht abgeschlossen. Die Reisen in die betroffenen Länder fanden bis 2004 statt. Seit Frühjahr 2005 wurde das Material in mehreren Ausstellungen europaweit und in den USA präsentiert. Eine Publikation zu dem Projekt erschien im Sommer 2005. 2007 wurde das Material mit einer Ausstellung in Kabul/Afghanistan erstmals in einem seiner Entstehungsländer gezeigt. Weitere Stationen dieser Rückführungsausstellungen folgten. Im Sommer 2008 wurde eine Retrospektive des Projektes in der Neuen Kunsthalle Mainz gezeigt.

Lukas Einsele

Der Künstler LUKAS EINSELE lebt und arbeitet in Darmstadt.

Lukas Einsele

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Rezension Darmstädter Echo 18. 03. 2010 --->>>

EXTRA 5
OLIVER ZWINK | F o r m follows F e e l i n g

Architektur und Konstruktionen des Unbewußten
Vortrag mit Bild und Film

Freitag, 06.11.2009 | 11.30 h - 13.00 h
Neues Foyer

Im Mittelpunkt der Arbeiten des Berliner Künstlers Oliver Zwink steht die Frage, wie wir Raum erfahren. Darüber hinaus geht es ihm um die Bewusstwerdung unserer zeitlichen Verortung oder Nicht-Verortung in kulturellen Räumen und Bildern. In seinen Installationen, Zeichnungen, Collagen und Filmen projiziert er dabei Vorgänge, die im Unterbewusstsein stattfinden und Teil künstlerischer Praxis sind, auf unsere konstruierte Umwelt.

Dabei spielt der gebaute Raum, die Architektur und die Stadt eine zentrale Rolle. In seinen Stadt- und Hausmodellen aus Papier und Pappe rückt unsere fragile körperliche und mentale Beziehung zur Architektur und unsere Abhängigkeit von Gebautem als Schutz oder uns umgebende Form in den Mittelpunkt. In Zeichnungen und Filmen geht es um die wachsende Megacity als Landschaft und Kulisse, einem Ort des Zufalls und der Ordnung, der Verdichtung und Überlagerung von Räumen und Bedeutungen. Seine Fotomontagen und großen Bildcollagen mit Abbildungen von Stadtansichten und Landschaften aus Bildbänden der 60-80er Jahre sind eine Auseinandersetzung mit der eigenen, aber auch der kollektiven Erinnerungstopographie.

OLIVER ZWINK | F o r m  follows  F e e l i n g - Architektur und Konstruktionen des Unbewußten, Vortrag mit Bild und Film, Freitag, 06.11.2009 | 11.30 h - 13.00 h, Neues Foyer, www.brechtschule.org

Oliver Zwink studierte Freie Kunst an der Universität Kassel und am Goldsmiths College in London. Von 2002-2008 war er Künstlerischer Mitarbeiter im Studiengang Freie Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar.

OLIVER ZWINK | F o r m  follows  F e e l i n g - Architektur und Konstruktionen des Unbewußten, Vortrag mit Bild und Film, Freitag, 06.11.2009 | 11.30 h - 13.00 h, Neues Foyer, www.brechtschule.org

Er nahm mit seinen Arbeiten an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland teil u.a in „The Showroom“ in London, Drawing On Space in „The Project“ Dublin, Animated Drawing Middlesbrough Institute of Modern Art, Archipeinture, Le Plateau Paris und Camden Arts Centre London sowie Searching for an Ideal Urbanity, Akademie Solitude Stuttgart. In diesem Jahr zeigte er seine neuen Arbeiten in der Ausstellung Stadt-Bild-Konstruktion des Hessischen Landesmuseums Darmstadt.

OLIVER ZWINK | F o r m  follows  F e e l i n g - Architektur und Konstruktionen des Unbewußten, Vortrag mit Bild und Film, Freitag, 06.11.2009 | 11.30 h - 13.00 h, Neues Foyer, www.brechtschule.org



EXTRA 04

MICHAEL WERTMÜLLER
BERGAUF BESCHLEUNIGEN, SCHLAGZEUG SOLO
29. Sept. 2009 | 09.45 h | Neues Foyer

Michael Wertmüller ist Komponist und Schlagzeuger. Er wird uns seine Schlagzeugkunst vorstellen und im Gespräch mit Eberhard Drewniok werden wir einiges über seine Arbeits - und Gedankenwelt erfahren. Aktuell macht Wertmüller als Komponist in Christoph Schlingensiefs "EINE KIRCHE DER ANGST VOR DEM FREMDEN IN MIR" von sich reden.
http://www.michaelwertmueller.com/

„In Wertmüller hat Luigi Russolo einen Enkel gefunden, der seiner Utopie von der machtvollen Maschinenkunst eine gültige Form für das ausgehende 20. Jahrhundert verleiht.”
DIE ZEIT, Thomas Miessgang, 07/1998

Michael Wertmüller

„Wertmueller, bei dessen meisten Hervorbringungen das gelbe Warnschild mit dem Blitz schon angebracht ist...”
DIE WELTWOCHE, Peter Rüedi, 07/2000

„...so überlagern sich die Metren und das Stück „Wertmueller up on his way to the Zivilschutz" wird zur virtuosen Schule der Unabhängigkeit.”
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG, Albrecht Dümling, 05/2000


Michael Wertmüller im Interview mit Eberhard Drevniok


Michael Wertmüller, Schlagzeug Solo mit Zuspiel

* BERGAUF BSCHLEUNIGEN

Der Arbeitstitel für dieses Konzert ist einem Buch von Imke Elliesen-Kliefoth entliehen: sie hat siebzehn hochkarätige Gespräche mit Künstlern, Musikern, Schriftstellern und anderen wichtigen Persönlichkeiten des künstlerischen Lebens geführt. Unter anderem auch mit Michael Wertmüller.

Künstler bestimmen die Qualität einer Gesellschaft. Dafür benötigen sie das Interesse einer möglichst breiten Öffentlichkeit – ein komplexer Vorgang gegenseitiger Durchdringung, der oft viel Zeit braucht. Unsere Gesellschaft will sich Kunst aber nur noch leisten, wenn unmittelbar Erfolg sichtbar wird. Das Kulturkarussell dreht sich also immer schneller: Verlage, Galeristen, Kulturinstitute jeglicher Ausrichtung und nicht zuletzt die Medien werden zu ihren eigenen Antreibern. Eine Gesellschaft sägt an dem Ast, der sie trägt.
Da kommt die Frage: Was hat Erfolg eigentlich mit Kunst zu tun? einer Vollbremsung gleich.

Die Gesprächspartner: Diedrich Diederichsen, Kritiker - Jenny Erpenbeck, Schriftstellerin - Adriana Hölszky, Komponistin - Reinhard Jirgl, Schriftsteller - Markus Lüpertz, Maler - Jonathan Meese , Maler/Performance - Albert Oehlen, Maler - Isolde Ohlbaum, Fotografin - Ulrich Peltzer, Schriftsteller - Pipilotti Rist, Künstlerin - Dieter Schnebel, Komponist - Irène Schweizer, Pianistin - Thomas Wagner, Kunstkritiker/Autor - Peter Weber, Schriftsteller - Christina Weiss, Kulturpolitikerin/Publizistin - Michael Wertmüller, Komponist/Musiker - Amelie von Wulffen, Malerin

Dieses Buch ist im Sept. 2009 im Amman Verlag / Schweiz erschienen

EXTRA 03

Owning the weather
Ein Live-Hörstück mit Werner Cee (e-chin, e-bass + electronics) und Rainer Lind (e-git + electronics)
24. Juni 2009 | 11.30 h | Neues Foyer

Ganz unterschiedliche Interessengruppen suchen nach einer Möglichkeit, über einen der letzten unberechenbaren Parameter unseres Lebensraums zu bestimmen: das Wetter. Dieser Wunsch ist alt und immer noch aktuell. Der schamanische Regenmacher hat sich längst weitergebildet und erfindet im Dienste der Militärs High-Tech-Waffen für modernen Weather warfare.

Texte zum Thema werden in akustisch schillernde Atmosphären, bizarre Soundscapes und tosende Klangkaskaden eingebaut. Das Toxic Sky Orchestra experimentiert mit akustischen Reagenzien; die Ergebnisse reichen vom psychedelisch traumverlorenen Sonnenuntergang bis hin zum apokalyptisch dröhnenden Unwetter.

Vielgestaltig sind die Klangwelten, die der Klangkünstler Werner Cee (Gießen) und Rainer Lind (Altenhain), ihren Hörern eröffnen. Das Erzeugen von Atmosphären und deren Transformation und Mutation sind Wesensmerkmale ihrer musikalischen Sprache, in der sie auf ein breit gefächertes Spektrum von künstlerischen Ausdrucksmitteln und ein entsprechend differenziertes Instrumentarium zurückgreifen. Rainer Lind mit extended E-Gitarre und Laptop, Werner Cee mit Live-Elektronik, E- Bass und seiner E-Chin (einem elektrifizierten chinesischen Saiteninstrument).

Rainer Lind | Werner Cee

Werner Cee begann seine künstlerische Laufbahn mit dem Studium der Malerei an der Frankfurter Städelschule. Seit den achtziger Jahren folgten Experimente im gattungsübergreifenden Medienkunstbereich. Sein derzeitiger Schwerpunkt liegt auf elektroakustischen Kompositionen und Ars-Acoustica-Produktionen für den Rundfunk sowie Live-Hörspielen und musiktheatralischen Inszenierungen. Werner Cee lebt in Gießen und ist Preisträger des Deutschen Klangkunst-Preises 2006. Seit 2008 ist Werner Cee Professor für Klang und Bild an der Musikhochschule Bern, CH

Werner Cee und Rainer Lind lernten sich 1986 kennen und konzertierten seit dem gemeinsam u.a. mit A.R. Penck, Peter Brötzmann, Joe Sachse, Michael Wertmüller.

http://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Lind

EXTRA 02

DI. 19.05.2009 3.+4.Stunde

NORBERT GROSSMANN KLAVIER
spielt SCHUBERT, MORTON FELDMAN und freie Improvisationen.

NORBERT GROSSMANN KLAVIER

GROSSMANN ist Pianist, Komponist, Dirigent, Organist, dipl. Musikpädagoge. Er gewann mehrere internationale Wettbewerbe, konzertierte in vielen europäischen Ländern und machte Rundfunkaufnahmen mit der zweiten Wiener Schule und mit Werken zeitgenössischer Musik. Seit mehr als 20 Jahren widmet er sich der freien Improvisation und bezieht die elektronische Musik mit ein, seit 10 Jahren auch das freie Orgelspiel. Er gibt Solokonzerte mit komponierter Musik und mit eigenen Improvisationen sowie Konzerte mit dem Trio Orgon und Mitwirkung bei Hörspielen.

Norbert Grossmann








http://de.wikipedia.org/wiki/Morton_Feldman

http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Schubert

EXTRA 01

GERHARD LANG
Einführung in die Sparziergangswissenschaft

MI. 04.03.2009 / 9.45 - 11.15 Uhr
Neues Foyer, Bertolt-Brecht-Schule, Darmstadt

Einlass: 9.30 Uhr/ Eintritt frei

GERHARD LANG (*1963) ist Sparziergangswissenschaftler und forscht in seiner künstlerischen Arbeit nach der Beziehung von Landschaft und Mensch. Für seine landschaftsästhetischen Untersuchungen hat GERHARD LANG den Begriff "Nubeologie" (Wolkenkunde) geprägt. Auf diesem Gebiet beschäftigt sich LANG mit ungeheuer flüchtigen und beweglichen Bestandteilen der Landschaft: den Wolken. Die "Cloud Walks" (Wolkenspaziergänge) sind eine spezielle Methode der nubeologischen Annäherung an dieses Naturphänomen. Seine künstlerischen Arbeiten wurden u.a. präsentiert auf der Biennale in Venedig, in Düsseldorf, London, Edinburgh, Taiwan. Er lehrte u.a. an der Slade School of Fine Art | London und der Glasgow School of Art, und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien. GERHARD LANG lebt und arbeitet in Schloss-Nauses (Otzberg) und London.

Die einführenden Worte spricht RAINER WIECZOREK, der im Anschluss an LANGs Vortrag das erste Kapitel seiner noch unveröffentlichten Künstlernovelle "Zweite Stimme" vortragen wird.


www.gerhardlang.com
www.rainer-wieczorek.de

EXTRA TEAM

Rainer Lind, Ralf Peters, Rainer Wieczorek


[22.03.2012]
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ZEITZEUGEN 03
Karl Heinz Köhler
war Lehrer für Deutsch, Latein und Philosophie an der
Bertolt-Brecht-Schule in Darmstadt,
aufgezeichnet im Dezember 2012 

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