Stärken fürs Leben

bedeutet zum einen sich selbst, sowie vor allem auch andere Menschen verstehen zu können, sich für deren Gedanken, Emotionen, Interessen, Absichten und überhaupt deren Persönlichkeit zu interessieren, auch wenn man diese für sich selbst anders empfinden und ausdrücken würde. Wo Menschen zusammen arbeiten, Zeit miteinander teilen, gemeinsame Lebensabschnitte gehen, muss solch ein Interesse für das Zusammenleben eigentlich Voraussetzung sein.

Schule ist nicht nur ein Ort, wo Lernstoff zum Beruf hin vermittelt wird, sondern gibt einem jungen Menschen in dieser Entwicklungsphase Gelegenheit sich selbst einzuschätzen, indem er sich mit anderen vergleicht, Unterschiede erkennt und versteht und sich darüber auch in der Gemeinschaft positioniert und dabei Persönlichkeit und Rolle entwickelt – was ihn für den beruflichen Alltag gleichermaßen wie für das Leben stärkt.

Gerade heute, wo sich Ereignisse verdichten, die Sprache verkürzt wird, wo die Wirklichkeiten medialer Beeinflussung und die der Erfahrungen in Familie, in Schule und Clique sich überschneiden, kann es zuträglich sein, selbst einmal Fragen an andere zu richten, einfach mal zuzuhören und ein empathisches Interesse für den oder die anderen zu zeigen.


Özgür Albayrak, Dezember 2013

Ich selbst habe stellvertretend dafür in einem vorgeschalteten Videoprojekt einmal verschiedene Menschen befragt, ihnen Gelegenheit gegeben, von und über sich zu sprechen und ihnen jeweils eine Stunde zugehört. Dabei habe ich die Möglichkeiten filmischen Könnens oder videotechnischer Raffinesse einmal bewusst beiseitegelassen, um vom bloßen Ausdruck der jeweiligen Person nicht abzulenken, ihnen die Gedanken wirklich aus den Augen, aus ihrer Mimik
, aus allem was mir über die reine Sprache hinaus auch den inneren Menschen nahe rückt, lesen zu können.

Ausschnitte einiger Interviews können Sie hier unten gleich einsehen; eine Kurzdokumentation sehr “spezieller” und ehrlicher Lebenswege.

COKO MUSIK, Corinna Hecht über sich und ihre Musik.Aufgezeichnet im März 2013 Filmausschnitte aktueller und ehemaliger BBS SchülerInnen und drei Personen, die an anderer Stelle Schulthemen darstellen.
Wolfgang Reinert, Bertolt-Brecht-Schule, Darmstadt, aufgezeichnet im März 2013 Tom Stanka
,
Schulsprecher der Bertolt-Brecht-Schule, Stadtschulsprecher in Darmstadt,
aufgezeichnet im Mai 2013
Filmausschnitte aktueller und ehemaliger BBS SchülerInnen und drei Personen, die an anderer Stelle Schulthemen Tiffany Kirkland, Darmstadt, Febr. 2013
Klaus P., Lehrer an der BBS, 2012 (c) BERTOLT-BRECHT-SCHULE Jan S ., Bertolt Brecht Schule, Abitur 2010 (c) Bertolt Brecht Schule, Darmstadt

Giovanni di Francesco: Die Auferweckung der drei Scholaren. Um 1455. Florenz, Casa Buonarroti (Ausschnitt)Nach einer Steinmetzlehre und dem anschließenden Studium der Kunstgeschichte und Betriebswirtschaft promovierte Peter B. mit dem Thema: “Getrennte Brüder und antike Ahnen. Repräsentationen der Griechen in der italienischen Kunst zur Zeit der Kirchenunion (1438-1472)”.Aktuell arbeitet er in einer Forschungsgruppe an der Universität Heidelberg.Die Computer Vision Gruppe widmet sich Problemen der automatischen Objekterkennung anhand von Fotografien und Digitalisaten von Kunstwerken. Durch maschinelles Lernen wird der Computer trainiert, bestimmte Objekte auch mit Abweichungen zu erkennen …Im Interview geht es über Kunst, Fremdbilder und automatisches Sehen. Joe Sachse, Heiner Reinhardt, Rainer Lind, Jörg Fischer . 2012Konzert in Darmstadt. Bessunger Knabenschule
F. P. Informatikstudent in Marburg. Gitarrist. Aufgezeichnet im Dezember 2012 M. C. Theater-Regisseur, SchauspielerAufgezeichnet im Dezember 2012
T.v.B. berichtet von der Punk- und Drogenszene in Berlin Edgar Peinelt ist seit mehr als 30 Jahren als freiberuflicher Übersetzer , Journalist und Autor tätig