Zusatzaufgabe Jahrg. 12 / 2016

Fremdenfeindlichkeit bezeichnet eine ablehnende, ausgrenzende oder feindliche Haltung gegenüber Personen oder Gruppen, die als andersartig gesehen werden. Dabei kann die Ablehnung mit echten, vermeintlichen oder angeblichen sozialen, religiösen, ökonomischen, kulturellen oder ethnischen Unterschieden begründet werden.

Wie führen Bilder Regie, lenken unseren Blick auf die Dinge. Ein Thema unserer Zeit? Nein! Peter Bell promovierte über dieses Thema anhand von Malerei im Mittelalter.

Dr. Peter Bell weist in seiner Dissertation nach, daß schon vor 500 Jahren Personen oder Gruppen in der Malerei so dargestellt wurden, um Angst und Vorurteile zu verstärken und schüren. Beim ersten Gedanken an dieses Thema denken wir wahrscheinlich eher an TV und moderne Medien!

Aufgabe:
Stellen Sie eine Sammlung von 5 Fotos, Gemälden oder Zeichnungen zusammen, die auf die oben genannte These zutreffen und zeigen Sie auf, mit welchen formalen und bildnerischen Mittel, wie Kompossition, Farbe, Kontrast, Liniengeschen u. a. die Stigmatisierung der Personen angezeigt ist.

Weblinks:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fremdenfeindlichkeit


Peter Bell ist aufgewachsen im Westerwald. Im elterlichen Natursteinwerk mit seinen beiden Steinbrüchen kam er schon als Kind in Kontakt mit Trachyt, Basalt und Tuff. Nach einer Steinmetzlehre und dem anschließenden Studium der Kunstgeschichte und Betriebswirtschaft promovierte er (VIDEO TEIL 01) mit dem Thema: “Getrennte Brüder und antike Ahnen. Repräsentationen der Griechen in der italienischen Kunst zur Zeit der Kirchenunion (1438-1472)”.

Bis Ende 2015 war er als Kunsthistoriker – federführend – in einer Forschungsgruppe an der Universität Heidelberg (VIDEO TEIL 02). Diese Forschungsgruppe widmet sich Problemen der automatischen Objekterkennung anhand von Fotografien und Digitalisaten von Kunstwerken. Durch maschinelles Lernen wird der Computer trainiert, bestimmte Objekte auch mit Abweichungen zu erkennen und Datenbankeinträge anzulegen.

Seit einigen Monaten ist er Geschäftsführer beim Hartware MedienKunstverein in Dortmund >>>>

Aufgezeichnet im Dezember 2012


Peter Bell (*1977) studierte Kunstgeschichte, BWL, Graphik & Malerei an der Philipps-Universität Marburg und promovierte über Repräsentationen der Griechen in der italienischen Renaissance am Trierer Sonderforschungsbereich 600 „Fremdheit und Armut“. Dort beteiligte er sich erstmals an Ausstellungen („Die vergessenen Europäer – Kunst der Roma – Roma in der Kunst“, Kölnisches Stadtmuseum und „Armut. Perspektiven in Kunst und Gesellschaft“, Stadtmuseum Simeonstift, Trier 2011). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter der Computer Vision Gruppe an der Universität Heidelberg und ist Kollegiat der Heidelberger Akademie der Wissenschaften mit dem Forschungsprojekt „Künstliches und künstlerisches Sehen.“ Nebenberuflich arbeitete er im Marketing, war Mitgründer der Pallas Ludens GmbH und Leiter für Gamedesign und Marketing des Spieleprojekts „Geoglyph“.

Herausgeberschaften: Fremde in der Stadt. Ordnungen, Repräsentationen und soziale Praktiken (13.–15. Jahrhundert). Hrsg. mit Dirk Suckow und Gerhard Wolf. Frankfurt a. M. 2010; Die andere Familie. Repräsentationskritische Analysen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Hrsg. mit dem Arbeitskreis Repräsentation. Frankfurt a. M. (u.a.) 2013.