Rainer Lind, Maler

Video von Hans-Jügen Schmit über Rainer Lind. Zwei Längere Gesprächsinterviews und sein Atelierbesuch in Darmstadt und im Vogelsberg. Aus diesen mehrstündigen Aufzeichnungen hat er zutreffende 10 Minuten geschnitten.

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Zur Webseite Hans-Jürgen Schmitz >>>>

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Renzension / Darmstädter Echo März 2017

Von Stefan Benz

INTERVIEW-PROJEKT Rainer Lind macht mit seinen Videos die Galerie Kunstpunkt zum Schaufenster der Stadt

DARMSTADT – Rund 430 Video-Interviews hat der Künstler und Kunstlehrer Rainer Lind geführt, sie füllen 40 Festplatten – Stimmen einer Stadt, darunter viele ehemalige Schüler des Brecht-Gymnasiums. Über die Jahre ist Material zusammengekommen, das für ein Gesellschaftspanorama taugen würde. Von Freitag, 21. April, bis Ende des Monats öffnet Lind in der Galerie Kunstpunkt wieder ein Fenster in diese Erinnerungswelt. Der kleine Raum mit dem großen Schaufenster zur Kaupstraße hin wird für ein paar Tage zum Spiegel der Stadt. Dass gegenüber die kultige Kneipe “Pillhuhn” liegt, die bevölkert ist von Originalen aus dem Martinsviertel, macht für Lind den besonderen Geist des Ortes aus.

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Foto: Andreas Kelm

“Vom urbanen in den virtuellen Raum”

Drinnen im Kunstpunkt laufen als Projektion Interviews mit Fotografen und Theatermachern, einem Musiker und einem Juristen, einer Lehrerin und einem Software-Entwickler. Der Ton wird leise über den Rahmen des Fensters übertragen. Dass sich jemand stundenlang davor stellt und zuhört, ist eher nicht zu erwarten. Aber per QR-Code können sich Passanten daheim über Linds Homepage www.rainer-lind.com in sein Archiv der Menschen und Geschichten vertiefen. “Das geht vom urbanen in den virtuellen Raum, kriegt eine andere Dimension. Ich kann alles sehen, muss aber nicht”, sagt der neugierige Menschenfreund, der weiß, dass seine oft 20 bis 40 Minuten langen Filme von zwölf Prozent der Besucher auch bis zum Ende geschaut wurden. “Die Leute vertragen Länge.” Es ist eine Freude für Lind, dem viele Filmexperten erklärt hatten, seine Arbeiten seien gut, aber zu lang. Er hat ja gar nicht den journalistischen Ehrgeiz, ein Porträt besonders pointiert zu präsentieren. Und es besitzt auch nicht jeder Gesprächspartner so ein schillerndes Sendungsbewusstsein wie der Windsurfer und Weltenbummler Carlo Drechsel, der 2006 in Darmstadt Abi machte und nun in der aktuellen Video-Serie darüber schimpft, dass sich an der Schule keiner für Träume, Visionen und Ideen junger Leute interessieren oder gar begeistern würde.

Rohmaterial für ein Gesellschaftspanorama

Die Leute mit den krummen Wegen, die gescheitert sind und sich neu erfunden haben, erregen die besondere Aufmerksamkeit von Lind, der in Darmstadt aufwuchs, hier studierte, an der Brecht-Schule Kunst vermittelt, aber in Marburg als Dozent für Webdesign arbeitet und am Vogelsberg wohnt. Sein eigener Lebenslauf war eben auch nicht geradlinig. In seiner Schulzeit haben die Lehrer auch nicht zugehört. Jetzt aber hört er zu – und findet Zuschauer für seine Videos. Das sei viel befriedigender als seine Zeichnungen und Malerei, bei denen sich das Publikum oft schwertue. Und obendrein sei seine Video-Arbeit, anders als ein Bild, nie abgeschlossen.

Kunst sei so ein Video obendrein zunächst ebenso wenig wie Dokumentation, sondern viel mehr Rohmaterial. Jedes Interview ist wie ein Mosaikstein für ein Panorama. Oder ein Figurenfundus für einen Gesellschaftsroman, der noch geschrieben werden will. “Meine Arbeit hat so einen Aufforderungscharakter.” All die Gedanken, die in seine Videos fließen, sie ließen sich ja in einen literarischen oder dramatischen Gedankenstrom umleiten. Vielleicht kommt ja eines Tages ein kongenialer Künstler auf Rainer Lind zu, der das Kaleidoskop der sprechenden Köpfe kompiliert, kuratiert, komponiert. Bis dahin muss man sich eben durchklicken.


Interview mit Andreas Kelm


Interview mit Stefan Benz

BO WOCHE / Rainer Lind / Rainer Wieczorek

MONTAG // 19. September
Treffen in der Schule. Mit Rainer Wieczorek beim nächsten BO-Termin Termine absprechen.

Dokumentationsthemen festlegen: wer zeichnet welche Bereiche auf / Fotos, Handyvideos, Handyinterviews

Er wird das Montagsprogramm bekannt geben und einige Dinge für Dienstag bekannt geben.

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DIENSTAG // 20. September, 10.00 – ca.13:00 h
Fachbereich Architektur, Lichtwiese
Führung in den  Werkstätten und Seminarräumen des FB15 durch Dipl.-Ing. Udo Gleim
Treffpunkt 9:50 h Atrium bzw. Eingang Atrium L3|01

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Hier einige Fotobeispiele von 2015 >>>>>

K-Bus < Abfahrt Haltestelle, “Luisenplatz” 9:31h. Ankunft Haltestelle TU Lichtwiese/Mensa 9:42 h
Bitte die Busverbindung nochmal prüfen.

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MITTWOCH // 21. September 2016 // 11.00 – 13.00
Detlef Kraft // Bildhauer // Atelierbesuch
Die genaue Anschrift wird noch bekannt gegeben. Ehemaliges Göbel Fabrikgelände. Treffen beim Pförtner // Schranke

Hier die Wegbeschreibung: Ausgang Haupteingang HBF Darmstadt.Leicht links über den Platz. Siehe roten Pfeil hier auf dem Foto. An der Schranke treffen wir uns.

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hans-juergen-schmitz-bearbeitet

Hans-Jürgen Schmitz in der Bertolt-Brecht-Schule
http://www.hansjuergenschmitz.de/

DONNERSTAG // 22 September, 11.000 h – 13.00 h
Hans-Jürgen Schmitz // Kameramann // Filmemacher // Fotograf
Bertolt-Brecht-Schule, Raum 035

Ausschnitte aus “Brandmale” von Christian Gropper, Kamera Hans-Jürgen Schmitz

 

Interview mit Hans-Jürgen Schmitz // Von Rainer Lind

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FREITAG // 23 September, 09.00 – 12.30 h
Brechtschule, Raum 035
Fotoauswahl, Fotos nach Themen sotieren, Fotolegenden festlegen. Fotokamera und USB STICK mitbringen
Nachbereitung der Veranstaltungen

Besuch am Fachbereich Architektur, Lichtwiese, Darmstadt

 


 

 

Atelierbesuch Detlef Kraft

 

Tom // Abitur 2013

Tom Stanka. Brechtschüler bis 2013. Ehemaliger Schulsprecher und Stadtschulsprecher in Darmstadt. Studiert Philosophie und Kunstgeschichte in Berlin. Hier spricht er übers Fotografieren. Aufgezeichnet im August 2016

Zusatzaufgabe Jahrg. 12 / 2016

Fremdenfeindlichkeit bezeichnet eine ablehnende, ausgrenzende oder feindliche Haltung gegenüber Personen oder Gruppen, die als andersartig gesehen werden. Dabei kann die Ablehnung mit echten, vermeintlichen oder angeblichen sozialen, religiösen, ökonomischen, kulturellen oder ethnischen Unterschieden begründet werden.

Wie führen Bilder Regie, lenken unseren Blick auf die Dinge. Ein Thema unserer Zeit? Nein! Peter Bell promovierte über dieses Thema anhand von Malerei im Mittelalter.

Dr. Peter Bell weist in seiner Dissertation nach, daß schon vor 500 Jahren Personen oder Gruppen in der Malerei so dargestellt wurden, um Angst und Vorurteile zu verstärken und schüren. Beim ersten Gedanken an dieses Thema denken wir wahrscheinlich eher an TV und moderne Medien!

Aufgabe:
Stellen Sie eine Sammlung von 5 Fotos, Gemälden oder Zeichnungen zusammen, die auf die oben genannte These zutreffen und zeigen Sie auf, mit welchen formalen und bildnerischen Mittel, wie Kompossition, Farbe, Kontrast, Liniengeschen u. a. die Stigmatisierung der Personen angezeigt ist.

Weblinks:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fremdenfeindlichkeit


Peter Bell ist aufgewachsen im Westerwald. Im elterlichen Natursteinwerk mit seinen beiden Steinbrüchen kam er schon als Kind in Kontakt mit Trachyt, Basalt und Tuff. Nach einer Steinmetzlehre und dem anschließenden Studium der Kunstgeschichte und Betriebswirtschaft promovierte er (VIDEO TEIL 01) mit dem Thema: “Getrennte Brüder und antike Ahnen. Repräsentationen der Griechen in der italienischen Kunst zur Zeit der Kirchenunion (1438-1472)”.

Bis Ende 2015 war er als Kunsthistoriker – federführend – in einer Forschungsgruppe an der Universität Heidelberg (VIDEO TEIL 02). Diese Forschungsgruppe widmet sich Problemen der automatischen Objekterkennung anhand von Fotografien und Digitalisaten von Kunstwerken. Durch maschinelles Lernen wird der Computer trainiert, bestimmte Objekte auch mit Abweichungen zu erkennen und Datenbankeinträge anzulegen.

Seit einigen Monaten ist er Geschäftsführer beim Hartware MedienKunstverein in Dortmund >>>>

Aufgezeichnet im Dezember 2012


Peter Bell (*1977) studierte Kunstgeschichte, BWL, Graphik & Malerei an der Philipps-Universität Marburg und promovierte über Repräsentationen der Griechen in der italienischen Renaissance am Trierer Sonderforschungsbereich 600 „Fremdheit und Armut“. Dort beteiligte er sich erstmals an Ausstellungen („Die vergessenen Europäer – Kunst der Roma – Roma in der Kunst“, Kölnisches Stadtmuseum und „Armut. Perspektiven in Kunst und Gesellschaft“, Stadtmuseum Simeonstift, Trier 2011). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter der Computer Vision Gruppe an der Universität Heidelberg und ist Kollegiat der Heidelberger Akademie der Wissenschaften mit dem Forschungsprojekt „Künstliches und künstlerisches Sehen.“ Nebenberuflich arbeitete er im Marketing, war Mitgründer der Pallas Ludens GmbH und Leiter für Gamedesign und Marketing des Spieleprojekts „Geoglyph“.

Herausgeberschaften: Fremde in der Stadt. Ordnungen, Repräsentationen und soziale Praktiken (13.–15. Jahrhundert). Hrsg. mit Dirk Suckow und Gerhard Wolf. Frankfurt a. M. 2010; Die andere Familie. Repräsentationskritische Analysen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Hrsg. mit dem Arbeitskreis Repräsentation. Frankfurt a. M. (u.a.) 2013.

Dawin Meckel

Dawin Meckel studierte Fotografie in Bielefeld. Gleich nach seinem Studium wird er bis heute von der international agierenden Berliner Fotoagentur “Ostkreuz” vertreten. In diesem Interview beschreibt Dawin ausführlich seine Arbeitsweise, seinen Blick auf die Dinge als Fotograf.

Er behandelt dabei auch die Frage, in wie weit die künstlerische Freiheit das Recht am eigenen Bild beeinträchtigen darf?

Die Berliner Fotoagentur Ostkreuz prozessiert gerade bis hin zum Verfassungsgericht, ob das Fotografieren im öffentlichen Raum über dem “Recht am eigenen Bilden” weiterhin Bestand haben darf. Diese Gerichtsentscheidung wird so ziemlich alles was fotografiert, gefilmt werden kann in einer anderen Wirklichkeit erscheinen lassen …

Mappenherstellung zur Bewerbung an einer Designhochschule, Kunsthochschule, Lehramt Kunst, Studium der Fotografie

Seit vielen Jahren schon unterstütze ich ehemalige Schüler, Studenten und Andere bei der Herstellung einer Bewerbungsmappe. Das ist nicht leicht. In der Regel sind es mehrere hundert Bewerber für einen Studiengang und wenn es gut läuft, wird jeder Sechste mit seiner Bewerbung Erfolg haben.

Weitere Informationen hier >>>>>


Dawin Meckel, Fotografie. Hier berichtet er über sein Studium der Fotografie. Wie er sich “finden mußte” und wie es dazu kam, sofort nach dem Studium ein Angebot der “Ostkreuz. Agentur der Fotografen” zu bekommen.
Mehr über Dawin Meckel >>>>

Yusuf

Yusuf, Brechtschüler, geboren in Bad Hersfeld, lebt in Darmstadt. Mit 7 Jahren besuchte er zum ersten mal die Heimat seiner Vorfahren.

Hier das vollständige Video: ca 30 Minuten

„Lesen bildet – daddeln nicht”

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer zum Thema „Digitale Demenz” – Wie unser Hirn funktioniert, welchen Einfluss digitale Medien aufs Lernen haben.
Aus dieser Aufzeichnung / Prof. Spitzer nicht unumstritten / ist aber dennoch deutlich rauszuhören, daß die PRAXIS im Kunstunterricht vielleicht viel, viel wichtiger ist, wie landläufig vermutet -:)