„ESSEN UND SPORT“ endet nach 18 Jahren!

Traurig, wehmütig und verständnislos war die Stimmung beim obligatorischen Döner-Essen zum Schuljahresabschluss, das alljährlich im Rahmen des Projektes „Essen und Sport“ stattfindet. Dieses soll nach einer von der Stadtregierung beschlossenen Veränderung der Jugendsozialarbeit im Martinsviertel aus Kostengründen nicht fortgeführt werden.

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18 Jahre lang kochten an jedem Freitag Tine Staib, Sozialarbeiterin in der BAAS-Halle und im Max-Rieger-Heim, und Ekki Malauschek, Sozialarbeiter im Aktivspielplatz im Herrngarten, für die Schülerinnen und Schüler der Bernhard-Adelung- und der Ernst-Elias-Niebergall-Schule ein warmes Mittagessen, das für 50 Cent angeboten werden konnte. Der günstige Preis wurde ermöglicht durch die Zusammenarbeit mit der Darmstädter Tafel und die finanzielle Unterstützung durch den Inner Wheel Club Darmstadt. Nahezu 100 Schülerinnen und Schülern nahmen dieses Angebot regelmäßig dankend an. Ihnen bot sich im Anschluss die Gelegenheit, sich in der BAAS-Halle sportlich zu betätigen.

Mit diesem Projekt endet ein über viele Jahre hinweg gewachsener Bestandteil des schulischen Lebens an der BAS, das weit in den Stadtteil ausstrahlte. Entsprechend deutlich hat die Schulleitern, Frau Raum, im Namen der Schulgemeinde bei einer Protestveranstaltung am 14. Mai 2019 auf dem Max-Rieger-Platz die Beendigung des Projektes durch die Stadt kritisiert. Sie äußerte sich enttäuscht darüber, dass vor der Entscheidung keiner der Verantwortlichen mit den Betroffenen in den Schulen gesprochen hat.

Mit einer umfangreichen Unterschriftensammlung appellieren Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil und die Schulgemeinde der BAS, diese Entscheidung zu überdenken.