Kalorien & Co

Auf den vielen, aber leider nicht allen Lebensmittelpackungen finden sich beinahe unleserlich kleine Tabellen, auf denen viele Zahlen stehen. Die meisten wissen, daß zu viele Kalorien irgendwie schlecht sind und man daher möglichst wenig davon essen soll. Aber leider ist es nicht so einfach, genau zu sagen, was zu viele Kalorien am Tag sind. Diese Zusammenstellung soll helfen, ein wenig den Überblick zu bekommen.

Was sind Kalorien?

Für die armen Schüler, die Latein pauken müssen, ist der Fall klar: Das Wort “Kalorie” stammt vom Lateinischen “calor”, das heißt “Wärme” oder auch “Hitze”, und tatsächlich ist es so, daß Kalorien tatsächlich mit der Hitze zusammenhängen. Eine einfache Faustregel, ob ein Lebensmittel viele Kalorien hat, ist die Frage, ob es gut brennt! Am einfachsten ist dies an einem extremen Beispiel zu sehen: Was hat mehr Kalorien: Ein Liter Olivenöl oder ein Liter Wasser? Wenn man das Olivenöl verbrennt, wird eine ganze Menge Hitze frei, beim Wasser – na ja, viel Glück.
In der Lebensmittelkunde werden die Kalorien von Lebensmitteln in einem speziellen Gerät gemessen, dem sogenannten Kalorimeter. Dort wird ein Lebensmittel tatsächlich verbrannt und dabei gemessen, wie viel Wärme es abgibt. Je mehr Wärme, desto mehr Kalorien hat ein Lebensmittel. Diese Methode klappt ganz gut, weil im Körper die Fette und Kohlenhydrate ähnlich wie bei einer Verbrennung verbraucht werden. In manchen Fällen, ganz besonders bei Nüssen, ist es aber möglich, daß bei der Verbrennung mehr Kalorien gemessen werden, als der Körper daraus gewinnen kann. Unbehandelte Nüsse haben deshalb zwar viele Kalorien, machen aber nicht so dick wie man denken könnte.

Viele Kalorien – machen viel dick?

Sowohl die Eiweiße als auch die Kohlenhydrate (Zucker) und besonders die Fette brennen gut, deshalb kann es sein daß ein Lebensmittel mit viel Protein- und Zuckergehalt (z.B. Marshmallows) gut brennt und viele Kalorien hat, aber fast kein Fett. Häufig kann man aber leider damit rechnen, daß viele Kalorien aus einem hohen Fettanteil stammen. In diesem Fall (z.B. bei Schokolade) muß man damit rechnen, daß dieses Lebensmittel besonders dick macht.
Ebenso ist es aber auch oft so, daß ein Nahrungsmittel mit viel Zucker auch sehr fettig ist, wie zum Beispiel wieder mal die Schokolade, die aus fast nichts anderem als Fett und Zucker besteht. Das ist dann die ungünstigste (aber auch leckerste!) Kombination von allen.

Was macht denn jetzt dick – Kalorien, Fette oder Zucker?

Man muß bei der Beurteilung, ob ein Nahrungsmittel schneller dick macht als ein anderes, beides (Fette und Zucker) im Überblick behalten. Lebensmittel mit einem Fettgehalt von mehr als 3% sollten, wenn man schon zu dick ist, nur sehr zurückhaltend gegessen werden. Die Kalorien, die in einem Lebensmittel sind, kann man am Besten beurteilen, wenn man sich klar macht, daß ein Kilo Fett am Bauch etwa 7000 Kilokalorien hat. Mit der Energie in diesem „Akku“ kann ein erwachsener Mann (75 kg) fast 100 Kilometer weit joggen!

Wie kann man mit Kalorien rechnen?
Leider ist es nicht einfach, mit Kalorien zu rechnen. Was man als erstes wissen muß, ist der tägliche Bedarf an Kalorien, die der Körper von alleine, also ohne weitere Bewegung, hat. Die Kalorien, die der Körper so verbraucht, sind aber abhängig von Alter, Gewicht, Geschlecht und Größe. Deshalb kann man keine allgemeinen Zahlen nennen, sondern muß diese für jeden ausrechnen. Dazu gibt es eine Reihe von Formeln. Außerdem kommt dann noch die Kalorienanzahl dazu, die durch die tägliche Bewegung verbraucht wird. Auch diese ist von Größe und Gewicht abhängig: Jemand, der 100kg wiegt und 3 Kilometer läuft, verbraucht mehr als jemand, der nur 60kg wiegt und dieselbe Strecke läuft.

Im Alltag ist es deshalb nicht ohne Weiteres machbar, ganz genau mit Kalorien zu rechnen, aber die Angaben sind trotzdem sehr nützlich.